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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwaySpekulationen über Russland
Trump-Vertrauter starb nur einen Tag nach Ukraine-Besuch
Aktualisiert am 13.07.2026 - 08:42 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Trump-Vertraute Lindsey Graham ist tot. Er starb nur einen Tag nach dem Besuch in der Ukraine. Nun wurde die Todesursache bekannt gegeben.
Nach dem Tod des US-Senators Lindsey Graham hat sein Büro die vorläufige Todesursache bekannt gegeben. Der örtliche Gerichtsmediziner habe als vorläufige Todesursache einen Riss in Grahams Hauptschlagader infolge einer Herzerkrankung festgestellt, teilte Grahams Büro mit. Zuvor hatte es erklärt, der republikanische Politiker sei am Samstagabend mit 71 Jahren nach "kurzer und plötzlicher Krankheit" gestorben.
NBC News hatte berichtet, in der Nacht zum Sonntag habe es einen Noteinsatz von Rettungssanitätern in Grahams Washingtoner Wohnung wegen eines Herzstillstands gegeben. Mehrere Medien beriefen sich auf Funkmitschnitte des beteiligten Rettungsdienstes.
Gemeinsame Golfpartien mit dem Präsidenten
Zuvor hatte es in sozialen Netzwerken bereits Spekulationen gegeben, Russland könne möglicherweise etwas mit dem Tod des bekannten Senators und Trump-Vertrauten zu tun haben. Am Freitag, einen Tag vor seinem plötzlichen Tod, war Graham noch zu einem Besuch in der Ukraine gewesen. Es war sein insgesamt zehnter Besuch in dem von Russland völkerrechtswidrig angegriffenen Land seit Kriegsbeginn.
Der Republikaner aus South Carolina zählte in den USA zu den bekanntesten Unterstützern der Regierung in Kiew. Zugleich tat er sich immer wieder mit scharfer Kritik an Russland und dessen autoritärem Machthaber hervor.
Obwohl er nicht Mitglied der US-Regierung war, galt Graham doch als ein wichtiger Verbündeter des US-Präsidenten. Dabei war er mit Trump und dessen Politik nicht immer einverstanden und gab dies dem Präsidenten gelegentlich auch deutlich zu verstehen. Dennoch versuchte der 71-Jährige bei gemeinsamen Golfpartien mit Trump, den Präsidenten von seiner politischen Agenda zu überzeugen. Etwa in der Iran-Frage. Graham galt als außenpolitischer Hardliner, den Krieg gegen Teheran befürwortete er entschieden. Seit Langem forderte er einen politischen Umsturz in dem Land.
George W. Bush: "Ein witziger Mensch"
Zu Grahams Beliebtheit im politischen Washington trug außerdem sein Pragmatismus bei. Angesichts der stark verhärteten Fronten zwischen den beiden großen politischen Lagern in den USA war Graham einer der wenigen, die sich immer wieder glaubwürdig für überparteiliche Initiativen einsetzten. Auch verstand er es bestens, zu netzwerken und hinter den Kulissen mit Demokraten ins Gespräch zu kommen, um politisch etwas zu bewegen.
So reagierte auch der ehemalige US-Präsident Joe Biden mit Bestürzung auf den Tod des Senators. Seine Frau Jill und er seien "schockiert", erklärte Joe Biden am Sonntag im Onlinedienst X. "Lindsey und ich haben über mehr als ein Jahrzehnt gemeinsam im Kongress gedient und im Laufe der Jahre eng an vielen Themen zusammengearbeitet."
Auch wenn sie "oft unterschiedlicher Meinung" gewesen seien, seien sie sich "jedoch einig über die tiefgreifende Bedeutung des Dienstes an der Öffentlichkeit" gewesen, erklärte der Demokrat Biden über seinen republikanischen Ex-Kollegen im Senat. "Wie ich liebte er den Senat als Institution – trotz all seiner Fehler und seiner Komplexität."
Der ehemalige Präsident George W. Bush, wie Graham ein Republikaner, nannte ihn einen "sachkundigen Senator, der verstand, wie die Welt funktioniert und wie wichtig das internationale Engagement Amerikas ist, um der Tyrannei zu widerstehen". Er sei ein "freundlicher und witziger Mensch" gewesen, "der unser Land liebte und ihm gern diente", betonte Bush.
Zu einem gänzlich anderen Urteil über Graham kommt hingegen der Investigativjournalist Michael Wolff. Er sieht in Grahams Pragmatismus vielmehr eine Form der politischen Selbstverleugnung. "Die Geschichte wird Lindsey Graham als eine der herausragenden Figuren der trumpschen Politik erinnern. Er verstand es – wie so viele andere Figuren in diesem Kosmos, nur mit noch mehr Schamlosigkeit –, dass der Schlüssel zum politischen Überleben darin liegt, seine Überzeugungen über Bord zu werfen und ein Trump-Lakai zu werden. Darin wurde er zum Vorbild für JD Vance, Marco Rubio und viele andere."
Trump kondolierte am frühen Sonntag (Ortszeit) auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social: Er sprach der Familie des Senators sein Beileid aus und bezeichnete Graham als "einen der großartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe. Er war stets im Einsatz und ein wahrer amerikanischer Patriot", fügte Trump hinzu. "Lindsey wird uns sehr fehlen!!!". Der US-Präsident ließ angesichts von Grahams Tod die Beflaggung an öffentlichen Gebäuden in Washington, D.C. auf halbmast setzen.


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