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Neue Umfrage zeigt überraschende Machtperspektive
02.09.2026 - 11:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Stadtszene in Schwerin (Archivbild): In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen/imago)
Die AfD führt in den Umfragen vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. Nun zeigt sich ein neuer Trend. Auch die Bundespolitik blickt bang auf den Ausgang im Norden.
Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutet sich eine Mehrheit jenseits der AfD an. Nach der am Mittwoch von der "Ostsee-Zeitung" veröffentlichten Umfrage würde die AfD 37 Prozent der Stimmen erhalten, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig käme auf 28 Prozent.
Dann folgen die Linke mit elf, die CDU mit zehn und die Grünen mit fünf Prozent. Alle anderen Parteien würden bei der Wahl am 20. September den Einzug in den Schweriner Landtag verfehlen.
Da keine Partei mit der Rechtsaußen-Partei AfD koalieren möchte, könnte laut dieser Umfrage Ministerpräsidentin Schwesig im Amt bleiben. Eine Koalition mit der Linken und der CDU ist wegen des Unvereinbarkeitsbeschlusses der CDU unwahrscheinlich – die CDU lehnt Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken ab. Eventuell könnte es für eine Mehrheit von SPD, Linken und Grünen reichen. Oder aber Schwesig könnte eine Minderheitsregierung bilden und wie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auf die Unterstützung anderer Parteien in Einzelfragen setzen.
Merz und Klingbeil fürchten Konsequenzen
Die Wahlen im September werden mit Spannung erwartet. Am Sonntag wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte im ARD-Sommerinterview vor den wirtschaftlichen Folgen infolge eines AfD-Erfolgs gewarnt. Auch eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) weist auf deutliche Konsequenzen hin. Instituts-Präsident Reint Gropp, 59, sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Falls die an die Macht käme, könnte das Wirtschaftswachstum in Sachsen-Anhalt um ein halbes bis ein Prozent pro Jahr sinken – vor allem wegen der fremdenfeindlichen Rhetorik der Partei."
Mecklenburg-Vorpommern wählt mit Berlin am 20. September ein neues Landesparlament.


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