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"Peinlich": Trump droht plötzlich mit Abriss des Kennedy-Centers
Aktualisiert am 26.08.2026 - 09:31 UhrLesedauer: 29 Min.

Trump mit Ehefrau Melania im Kennedy Center (Archivbild): Im Streit um die Sanierung des historischen Zentrums hat die US-Regierung die Rhetorik deutlich verschärft. (Quelle: Rod Lamkey/AP/dpa/dpa-bilder)
Ärzte sind besorgt über Donald Trumps Gewicht. Seine Regierung droht mit dem Abriss des Kennedy-Centers. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mittwoch, 26. August
Schwester von verstorbenem Senator tritt bei Kongresswahl an
Die Schwester des im Juli gestorbenen US-Senators Lindsey Graham tritt an dessen Stelle bei der Wahl im November als Kandidatin für die Republikaner an. Wie US-Medien übereinstimmend berichteten, setzte sich die von US-Präsident Donald Trump unterstützte Darline Graham Nordone in der parteiinternen Stichwahl im Bundesstaat South Carolina gegen Ralph Norman durch.
Damit wird sich die 62-Jährige bei der Wahl am 3. November für die Republikaner um einen Sitz im Senat in Washington bemühen. Ihre Kandidatur ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie vor dem Tod ihres Bruders nicht politisch in Erscheinung getreten war.
Graham Nordone dankte ihren Unterstützern am Dienstagabend (Ortszeit) und sagte, ihr Bruder schaue aus dem Himmel herab und sei sehr stolz. Sie vermisse Lindsey jeden Tag. Sie dankte auch Trump für seine Unterstützung. Der Sieg wäre ohne ihn nicht möglich gewesen, sagte sie.
Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter Trumps, war im Juli im Alter von 71 Jahren überraschend an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Er war als republikanischer Kandidat für die Zwischenwahlen – die "Midterms" – bereits gesetzt gewesen. Nach seinem Tod wurde eine weitere Vorwahl nötig.
Dienstag, 25. August
Nach Dolly Partons Tod: Trump lässt US-Flaggen eine Woche lang auf halbmast setzen
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Tod von Countrysängerin Dolly Parton angeordnet, die US-Flaggen für eine Woche auf halbmast zu setzen. Dies geschehe zu ihren Ehren und gelte in den gesamten Vereinigten Staaten. Dolly Parton sei eine der größten Country-Sängerinnen aller Zeiten, ihr Tod sei ein wahrer Verlust für Millionen von Menschen, schrieb der US-Präsident auf seinem Onlinedienst Truth Social. "Es hat nie jemanden wie sie gegeben, und es wird auch nie wieder jemanden wie sie geben", teilte Trump mit. Er schloss seine Onlinebotschaft mit den Worten: "Ruhe in Frieden, Dolly! Die Welt liebt dich."
Wie ihre Familie am Dienstag mitteilte, ist Dolly Parton im Alter von 80 Jahren friedlich in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee gestorben. Parton blickte auf eine jahrzehntelange Karriere als US-Musikstar zurück. Zu ihren bekannten Songs gehören "Jolene" und "I Will Always Love You", das später auch Whitney Houston großen Erfolg einbrachte.
"Peinlich": Trump droht plötzlich mit Abriss des Kennedy-Centers
Die Trump-Regierung hat im Streit um die Sanierung des Kennedy Center die Rhetorik deutlich verschärft – und erstmals offen mit dem Abriss des berühmten Kulturhauses in Washington gedroht. In einem Gerichtsdokument warnt das Justizministerium, ohne eine zweijährige vollständige Schließung für Renovierungsarbeiten werde das Zentrum weiter verfallen und letztlich zu einem "unsicheren, heruntergekommenen Bau", der abgerissen werden müsse. Die Anwälte des Ministeriums bezeichnen das Haus zudem als "peinlich für die Hauptstadt".
Bislang hatte die Leitung des Kennedy Centers lediglich von einer umfassenden technischen Erneuerung gesprochen: Austausch von Bühnenliften, weitreichende Elektroarbeiten, Abdichtung gegen Lecks – all das lasse sich nach ihrer Darstellung in zwei Jahren erledigen, wenn das Haus in dieser Zeit geschlossen bleibe. Von einem möglichen Abriss war bisher nicht die Rede. Nun skizziert die Regierung in dem Schriftsatz sogar ein alternatives Szenario: ein großes Freiluft-Amphitheater mit Blick auf den Potomac-Fluss, das zwar einfacher und günstiger zu bauen und zu betreiben wäre, nach eigener Einschätzung aber Präsident John F. Kennedy "weniger angemessen ehren" würde.
Seit Monaten gibt es Klagen und Kritik von Demokraten, Musikern und Mitgliedern der Kennedy-Familie. Die Regierung verweist derweil auf Donald Trumps angebliche Immobilien-Expertise, die ihn für das Projekt besonders qualifiziere. Parallel versucht der von Trump ernannte Vorstand, den Namen des Präsidenten erneut an der Fassade anzubringen – obwohl ein Gericht eine frühere Umbenennung untersagt hatte. Die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty will sowohl die vollständige Schließung als auch die Namenspläne vor Gericht stoppen; sie wirft dem Gremium eine überhastete Entscheidung ohne ausreichende Informationen vor. Am Donnerstag soll ein Gericht in Washington über die Schließung und den Namensstreit weiter verhandeln – und damit auch darüber, wie weit die Abrissdrohung als politisches Druckmittel trägt.
Trump übernimmt historisches Zentrum – Einnahmen brechen ein
Die Finanzlage des Kennedy-Centers in Washington hat sich nach der Übernahme durch US-Präsident Donald Trump und der Umbenennung nach ihm einem Bericht zufolge deutlich verschlechtert. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf interne Unterlagen berichtet, sind Ticketverkäufe und Spenden nach Trumps Machtübernahme und insbesondere nach der Namensänderung massiv eingebrochen.
Demnach hatte das Haus für das laufende Haushaltsjahr Einnahmen von rund 220 Millionen Dollar eingeplant, erwartet werden nun aber nur etwa 124 Millionen Dollar. Trotz deutlicher Einsparungen rechne das Kennedy Center mit einem Defizit von rund 23 Millionen Dollar und verfehle sein Einnahmenziel damit um fast 100 Millionen Dollar, zitiert die Zeitung interne Prognosen. Experten sprechen dem Bericht zufolge von einem außergewöhnlich starken Rückgang im Vergleich zu anderen großen US-Kulturinstitutionen.
Trumps Lager macht die frühere Führung des Zentrums für die Probleme verantwortlich und verweist auf Renovierungspläne, zusätzliche Spenden und umfangreiche Bundesmittel für Bauarbeiten. Eine nicht von Trump ernannte Treuhänderin klagt hingegen gegen den Vorstand und kritisiert die beschlossene zweijährige Schließung für Umbauten als Fehlentscheidung, die die Folgen der politisch umstrittenen Umbenennung kaschieren solle.
Streit mit Kanada: Trump droht mit Umbenennung von See
Im Handelsstreit mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump mit der Umbenennung des Ontariosees gedroht. "Die Vereinigten Staaten erwägen ernsthaft, den Namen des Ontariosees in Lake America zu ändern, da wir nicht mehr erwarten, viel Handel mit Ontario zu treiben", schrieb er in den sozialen Medien.
Im vergangenen Jahr hatte Trump bereits den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannt. International wurde diese Umbenennung allerdings weitgehend nicht übernommen.


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