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Ukraine-Krieg: Sorge im Kreml – Putin will Krieg möglicherweise eskalieren

1 week ago 2

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Berichte über Sorge im Kreml: Putin will Krieg wohl eskalieren


Aktualisiert am 26.08.2026 - 21:12 UhrLesedauer: 13 Min.

Kremlchef Putin kann seinen Landsleuten nichts bieten außer Gewalt und Lügen.Vergrößern des Bildes

Kremlchef Putin: Denkt er über Atomwaffen nach? (Quelle: Alexander Kazakov/Sputnik Kremlin/AP/dpa)

Des Besuch des CIA-Chefs in Moskau könnte eine neue Mobilisierungswelle in Russland bedeuten. Plant Putin eine Eskalation? Alle Entwicklungen im Newsblog.

Mittwoch, 26. August

Berichte über Sorge im Kreml: Putin will Krieg wohl eskalieren

Der russische Präsident Wladimir Putin hält die laufenden Friedensgespräche über den Ukraine-Krieg dem Vernehmen nach für "komplett festgefahren" – und setzt stattdessen auf weitere militärische Eskalation. Nach Informationen von Bloomberg erwägt Moskau demnach verstärkte Angriffe mit ballistischen Raketen auf das Zentrum Kyjiws sowie auf kritische Infrastruktur in anderen Städten. Die von der Trump-Regierung über rund anderthalb Jahre vermittelten Verhandlungen gelten demnach als gescheitert; beide Seiten stünden heute im Grunde dort, wo sie zu Beginn der Gespräche standen.

Innerhalb des Machtzirkels in Moskau wächst laut den anonymen Quellen die Sorge, Putin könne im äußersten Fall sogar taktische Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen. Pro-Kriegs-Hardliner im russischen Establishment drängen seit Monaten auf eine Abkehr von Diplomatie, auf eine Generalmobilmachung und Angriffe auch auf Rüstungsstandorte in Europa. Expertinnen und Experten wie Fiona Hill, ehemalige Beraterin mehrerer US-Präsidenten, verweisen jedoch auf die klaren Drohungen Washingtons vor "schwerwiegenden Konsequenzen" eines nuklearen Einsatzes, bis hin zu direkten konventionellen Schlägen der US-Streitkräfte gegen Russland.

Gleichzeitig schätzen andere Russland-Kenner das tatsächliche Risiko eines Atomschlags weiterhin als sehr gering ein. Alexander Gabuev vom Carnegie Russia Eurasia Center in Berlin betont, Moskau verfüge noch über erheblichen Eskalationsspielraum mit konventionellen Mitteln – etwa durch intensivierte Raketenangriffe –, sodass der politische Preis für das Überschreiten der nuklearen Schwelle kaum zu rechtfertigen wäre.

Masala sieht Anzeichen für neue Mobilisierung in Russland

Für den Sicherheitsexperten Carlo Masala deutet der Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau auf eine bevorstehende Mobilisierung in Russland hin. Das erklärte er gegenüber "Focus Online". Da die letzte Rekrutierungswelle 2022, bei der 300.000 Russen mobilisiert werden sollten, fast eine Million Menschen aus dem Land getrieben habe, gebe es Gerüchte, Russland plane, die Grenzen zu schließen. "Sodass man nicht das Land verlassen kann, wenn man mobilisiert wird." Dafür solle Moskau auch mit den Anrainerstaaten verhandeln, so Masala weiter.

Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben.

Südkorea schickt wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets los

Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt, teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der südkoreanische Luftraum sei nicht verletzt worden.

Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als sein Luftraum und bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden.

Dienstag, 25. August

Papst-Sprecher kritisiert Kreml

Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. "Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden", sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt. Der Heilige Stuhl verfolge das mit tiefer Besorgnis und bestehe auf der Einhaltung des Völkerrechts. Es brauche so schnell wie möglich Frieden.

Dieser Konflikt sei militärisch nicht zu lösen, sondern nur auf politisch-diplomatischem Weg, sagte Gallagher. Der Geistliche forderte die Aufnahme "echter Verhandlungen" mit internationaler Unterstützung und betonte, dass Papst Leo XIV. und der Vatikan bereit seien, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Gallagher appellierte an Kiew und Moskau, sich offen für einen Dialog zu zeigen. Je länger der Konflikt dauere, desto schwieriger werde es, zu einer Lösung und einer Aussöhnung zu kommen. Das Leiden von Millionen müsse aufhören.

Gallagher und Lawrow sagten, dass es trotz unterschiedlicher Ansichten in vielen Fragen auch Gemeinsamkeiten gebe. Moskau sei bereit, politische Konsultationen auf Ebene der Vizeaußenminister wieder aufzunehmen, sagte Lawrow. Die Position des Vatikans zum Ukraine-Konflikt lobte er als ausgewogen. Moskau schätze zudem die Lösung einiger schwieriger humanitärer Fragen durch den Heiligen Stuhl. Gallagher ist im Vatikan zuständig für internationale Beziehungen, er wird oft als Außenminister des Vatikans bezeichnet. Zuletzt hatte er Russland im Herbst 2021 besucht. Die Ukraine hat der gebürtige Brite auch schon mehrfach besucht, zuletzt in diesem Sommer.

Russland meldet Angriffe auf Frachter und Tanker im Schwarzen Meer

Russische Streitkräfte greifen im Schwarzen Meer ein Frachtschiff und einen Tanker an. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben lassen sich von der Nachrichtenagentur Reuters nicht unabhängig überprüfen.

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Russland greift ukrainischen Grenzübergang zu Moldau an

Russland hat einen ukrainischen Grenzübergang zu Moldau angegriffen und schwer beschädigt. Der Auto-Kontrollpunkt Vynohradivka wurde offenbar mit Shahed-Drohnen getroffen, berichtet der ukrainische Grenzschutz. Der Grenzverkehr ist an dieser Stelle aktuell gesperrt, Moldau sei informiert worden.

Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldau angegriffen. Damals wurde der Kontrollpunkt Tabaky getroffen und für den Passagier- und Fahrzeugverkehr gesperrt.

Zwei Tote und Brand in russischer Ölraffinerie nach Drohnenangriff

Nach einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist Behördenangaben zufolge eine Ölraffinerie in Brand geraten. Durch herabfallende Trümmerteile seien in der Umgebung zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

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