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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 23.08.2026 - 19:04 UhrLesedauer: 25 Min.
Eine russische Drohne trifft einen ukrainischen Passagierzug. Selenskyj weist eine Verwicklung der Ukraine in die Nord-Stream-Sprengung zurück. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 23. August
Selenskyj weist Verwicklung in Nord-Stream-Sprengung zurück
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj keine Rolle bei der Zerstörung der Nord-Stream-Gaspipelines gespielt und kooperiert bei den Ermittlungen. "Die Ukraine hat sich nie offiziell an Operationen zur Sprengung der Nord-Stream-2-Pipeline beteiligt", sagt er vor Journalisten in Kiew. Die Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2 zwischen Russland und Deutschland wurden im September 2022 durch Explosionen beschädigt. Derzeit befinden sich zwei ukrainische Verdächtige wegen des Verdachts der Mitwirkung in Untersuchungshaft.
Russische Drohne kracht in Passagierzug nach Odessa
Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Zug auf dem Weg nach Odessa sind fast 600 Passagiere mit dem Schrecken davongekommen. Die Lokomotive des Zugs mit der Nummer 147 von Schytomyr nach Odessa geriet laut Behörden bei einem Drohneneinschlag in Brand. Niemand sei verletzt worden. In dem Zug hätten sich 593 Menschen befunden, darunter 15 Kinder. Sie alle seien mit Bussen nach Odessa gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper mit.
Kiper sprach von einem gezielten Angriff der Russen auf den Zug. Während der Evakuierung habe es zudem eine zweite Attacke gegeben. Erst Mitte August waren bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine ein Lokführer und sein Assistent getötet worden.
Bei einem anderen Drohnenangriff im Osten der Ukraine in Charkiw wurden Behörden zufolge sieben Menschen verletzt. Die ukrainische Flugabwehr sprach von insgesamt 127 russischen Drohnenangriffen. Die meisten seien abgewehrt worden.
Selenskyj: Deshalb greifen wir das "russische Amazon" an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, warum sein Land den russischen Onlinehändler Wildberries gezielt angreift. Der Konzern werde auch für die Lieferung von Militärgütern genutzt und erwirtschafte große Einnahmen für Russland, sagte Selenskyj. Die Operation sei "sehr sorgfältig kalkuliert" gewesen. Lesen Sie hier mehr dazu.
Norwegen sagt erneute Milliarden-Hilfe zu
Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, teilte die Regierung des skandinavischen Landes mit.
Selenskyj: Wahlen im Krieg würden die Ukraine "spalten"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Er warnte vor einem "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".
Wadephul macht Ukraine Hoffnung auf Patriot-Raketen
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew weitere humanitäre Hilfe von 50 Millionen Euro zugesichert und ihr Hoffnung auf zusätzliche Mittel für die Luftverteidigung gemacht. Der CDU-Politiker versicherte, dass er weiterhin versuchen werde, Bündnispartner zur Abgabe von Patriot-Abwehrraketen zu bewegen. Auch einen weiteren Beitrag der Bundeswehr schloss er nicht aus. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) müsse "gemeinsam mit seinen Fachleuten in die Bestände gucken und schauen, ob noch etwas möglich ist".
Wadephul wurde bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt vor Augen geführt, wie wichtig die Luftabwehr angesichts zunehmender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen ist. Während er zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag an einem Veteranentreffen teilnahm, wurde ein nur 30 Kilometer entfernter Vorort von Kiew mit drei Raketen angegriffen. Zwei Menschen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Auch bei dem Veteranentreffen gingen auf den Handys die Sirenen an: Luftalarm.
"Das macht uns noch einmal in erschreckender Weise klar: Wir sind hier in einem Kriegsgebiet", sagte Wadephul. Und dieser Krieg werde nicht nur an der Front ausgetragen, sondern überall im Land. "Das macht auch deutlich, dass die praktische Unterstützung dieses Landes weiter notwendig ist."
Ukraine: "Radikale Änderungen" bei Mobilisierung geplant
Roman Kostenko, Sekretär des ukrainischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste hat in der TV-Sendung "Welikyj Lwiw" angekündigt, dass die ukrainischen Behörden "radikale" Änderungen am Mobilisierungsprozess vorbereiten – unter anderem beim Einberufungsalter.
Die derzeitigen finanziellen Zulagen würden nicht dazu ausreichen, die Zahl der Vertragssoldaten zu erhöhen, so der Abgeordnete. Der Staat suche daher nach neuen Wegen, um Menschen für den Armeedienst zu gewinnen.
Kostenko sagte, dass Gespräche über eine Überarbeitung des Einberufungsalters liefen. Ob die Altersgrenze gesenkt oder angehoben werden soll, wollte er nicht verraten – dies werde später offiziell vom Verteidigungsministerium oder dem Generalstab bekanntgegeben.
Samstag, 22. August
Tote im Gebiet Saporischschja nach russischen Luftangriffen
Infolge russischer Angriffe sind im Südosten der Ukraine mindestens drei Menschen getötet worden. Zudem seien 15 Menschen bei den Angriffen vor allem auf das Umland der Großstadt Saporischschja verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des gleichnamigen Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Es habe Angriffe mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben unter anderem auf Lagergebäude gegeben.


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