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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayHunderte französischer Gymnasien bleiben die zweite Woche in Folge geschlossen. Seit Beginn der Demonstrationen wurden 78 Mitarbeiter des Bildungswesens verletzt.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, thor Aktualisiert am 5. Oktober 2026, 11:17 Uhr
Am für den heutigen Montag vorgesehenen landesweiten Demonstrationstag bleiben Hunderte französische Gymnasien die zweite Woche in Folge geschlossen. Von den insgesamt 3.700 Gymnasien in Frankreich sollen voraussichtlich zwischen 400 und 500 ganz oder teilweise geschlossen bleiben, wie der Bildungsminister Edouard Geffray mitteilte. Die Organisatoren der Schulproteste kritisieren baufällige Schulen und Klassenzimmer, Überbelegung und Lehrermangel.
Die französische Regierung versucht derweil, einen Haushalt für 2027 zu verabschieden. Die Rendite französischer Staatsanleihen war letzte Woche kurzzeitig auf über fünf Prozent gestiegen. Dies war der höchste Stand seit 2002. Grund dafür waren die durch die Proteste verstärkten Sorgen von Anlegern hinsichtlich der Haushaltsaussichten des Landes.
Bildungsminister Geffray zufolge wurden seit Beginn der Demonstrationen 24 Schulen in Brand gesetzt oder geplündert und 78 Mitarbeiter des staatlichen Bildungswesens verletzt. Landesweit wurden rund 5.000 Menschen festgenommen, die meisten davon Jugendliche. Der Sachschaden wird zudem auf mehrere zehn Millionen Euro geschätzt. »Unsere Priorität ist es, die Ordnung wiederherzustellen«, sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon.
In einem offenen Brief auf der Plattform X schrieb der Pariser Polizeichef, dass diejenigen, die die Proteste ins Leben gerufen hatten, diese nicht mehr kontrollierten. Er forderte die Schüler auf, die Blockaden aufzugeben und stattdessen friedlich zu protestieren.
Gewerkschaften wollen Schüler weiterhin unterstützen
Die Schülerverbände haben für den heutigen Montag dennoch zu einem landesweiten Demonstrationstag aufgerufen. Insbesondere bei einer geplanten Demonstration im Zentrum von Paris befürchten Sicherheitskräfte, dass weitere Gewalt ausbrechen könnte. Demnach könnten linksradikale und anarchistische Gruppen versuchen, die Proteste zu übernehmen.
Die Gewerkschaftsvorsitzende Sophie Binet erklärte gegenüber dem Fernsehsender TF1, dass Gewerkschaftsmitglieder an dem landesweiten Demonstrationstag teilnehmen werden, um die Schüler zu schützen. »Wir sind entsetzt über das, was wir in den letzten zehn Tagen gesehen haben, und über das beispiellose harte Vorgehen, das die Regierung gegen die Proteste der Schüler organisiert hat«, sagte sie.
Die Proteste hatten Ende September an einem Gymnasium in einem Pariser Vorort begonnen und sich anschließend landesweit ausgebreitet.


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