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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayPeter Hegemann, Georg Nagel und der US-Wissenschaftler Karl Deisseroth zeigten, wie Zellen per Licht an- und ausgeschaltet werden. Das revolutionierte die Hirnforschung.
Quelle: DIE ZEIT, voi , kmi Aktualisiert am 5. Oktober 2026, 12:17 Uhr
Der diesjährige Nobelpreis in der Kategorie Medizin geht an die beiden deutschen Optogenetiker Peter Hegemann und Georg Nagel sowie an den US-Wissenschaftler Karl Deisseroth. Das gab das Karolinska-Institut in Stockholm bekannt. Das Nobelkomitee ehrte die Forscher für ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik.
Die drei Wissenschaftler erforschten, wie sich Zellen mithilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Die Optogenetik, die auf die drei Foescher zurückgeht, kombiniert genetische und optische Techniken, um in lebendem Gewebe und in lebenden Tieren gezielt zelluläre Aktivität zu steuern. Sie wird heute vor allem dazu genutzt, die Funktion bestimmter Nervenzellen und Netzwerke im Gehirn zu ergründen – und so das komplexeste Organ des Menschen besser zu verstehen. Das Nobelpreiskomitee teilte mit: »Diese Methode wird heute in Laboren weltweit eingesetzt, um die Geheimnisse des Gehirns zu entschlüsseln.«
Hegemann, der an der Humboldt-Universität Berlin forscht, und Nagel von der Universität Würzburg entdeckten das Protein Kanalrhodopsin (Channelrhodopsin), das Zellen empfindlich für Licht macht. Deisseroth setzte das Gen für dieses Protein in Neuronen von Ratten ein und zeigte, dass man die Nervenzellen in der Folge mit Licht aktivieren kann.
Nobelpreiswoche gestartet
Im vergangenen Jahr erhielten drei Wissenschaftler den Nobelpreis für Medizin für Entdeckungen darüber, wie das Immunsystem erkennt, dass es Krankheitserreger angreifen und den eigenen Körper verschonen muss.
Mit der Bekanntgabe dieses Nobelpreises ist die diesjährige Nobelpreiswoche gestartet. Bis zum kommenden Montag werden die Träger der weltweit renommiertesten Auszeichnungen in sechs Sparten bekannt gegeben. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von umgerechnet rund 1,06 Millionen Euro. Überreicht werden die Preise am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember – der Friedenspreis in Oslo, die anderen in Stockholm.


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