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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayVerfahren gegen Manchester City
Vorwürfe belasten Verhältnis zwischen Briten und Emiraten
02.10.2026 - 15:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Britischer Premierminister Andy Burnham (Archivbild): Seine Haltung zu den Eigentümern des Vereins löst politische Debatten aus. (Quelle: Annabel Lee-Ellis/PA Wire/dpa/dpa-bilder)
Der Fall Manchester City erreicht nun auch eine politische Dimension. Hinter dem englischen Fußballklub stehen Eigentümer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und damit ein wichtiger Wirtschaftspartner Großbritanniens.
Das Verfahren gegen Manchester City wegen möglicher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League sorgt zunehmend für Spannungen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Ausgangspunkt ist ein Verfahren der Premier League gegen den Verein wegen möglicher Verstöße gegen die Finanzregeln. Eine unabhängige Kommission sprach Manchester City in mehr als 100 Anklagepunkten schuldig. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von 2009/10 bis 2017/18. Manchester City bestreitet die Vorwürfe. Bis zum heutigen Freitag konnte der Verein Berufung einlegen.
Politisch brisant ist der Fall wegen der Eigentümer des Vereins aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie haben nicht nur in Manchester City und das Etihad-Stadion, sondern auch in die Stadt selbst investiert.
In den vergangenen fünf Jahren haben die VAE mehr als 30 Milliarden Pfund in Großbritannien angelegt, unter anderem in Verteidigung, Biowissenschaften und Technologie. Beide Seiten wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter ausbauen. Für diesen Monat ist ein Investitionsgipfel geplant.
Gegenwind für Burnham: "Nicht nur Premier für Manchester"
Für zusätzliche Kritik sorgen Äußerungen von Premierminister Andy Burnham. In einem BBC-Interview sagte er, er würde sich "große Sorgen" machen, wenn sich die Geldgeber aus den Emiraten zurückziehen und den Verein verkaufen würden. Burnham war bis Sommer 2026 Bürgermeister von Greater Manchester und hatte bereits in dieser Funktion mit den Besitzern von Manchester City zu tun.
Der konservative Abgeordnete Louie French warf ihm vor, die Eigentümer öffentlich zu unterstützen, während das Verfahren noch laufe. Auch die Liberaldemokratin Anna Sabine kritisierte die Äußerungen. "Burnham muss sich daran erinnern, dass er Premierminister für alle ist, nicht nur für Manchester", sagte Sabine von den Liberaldemokraten laut BBC.
Burnhams Amtssitz stellte anschließend klar, das Verfahren müsse respektiert werden und niemand dürfe über den Regeln stehen. Sollte Fehlverhalten festgestellt werden, müssten die Verantwortlichen die entsprechenden Konsequenzen tragen.


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