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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDer türkische Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündoğdu ist in Untersuchungshaft genommen worden. Es geht laut türkischen Medienberichten um den Verdacht der Manipulation.
Quelle: DIE ZEIT, SID, yil Aktualisiert am 3. Oktober 2026, 12:15 Uhr
Der türkische Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission, Ferhat Gündoğdu, ist im Zuge einer Korruptionsermittlung von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen worden. Gündoğdu und sechs weitere Personen seien wegen des Verdachts der Manipulation einem Richter vorgeführt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das Gericht habe die Untersuchungshaft für fünf von ihnen angeordnet und den beiden anderen eine Freilassung unter Auflagen gewährt, hieß es weiter.
Gündoğdu ist der Vorsitzende des zentralen Schiedsrichterkomitees MHK des türkischen Fußballverbandes. Er und die anderen Personen waren am Dienstag im Zuge von Razzien in Istanbul, Ankara und zwei weiteren Städten in Gewahrsam genommen worden.
Neben Gündoğdu sollen auch zwei Spitzen-Schiedsrichter unter den Verdächtigen sein. Zuständig für die Ermittlungen ist die Abteilung für illegale Wetten und Sportkriminalität der Staatsanwaltschaft Istanbul. Es gehe um »Vorwürfe der Einmischung in die Erstellung der Schiedsrichterranglisten, in die Einsätze, die Bewertungs- und Ernennungsverfahren sowie die Regelprüfungen«, schrieb Justizminister Akin Gürlek auf X.
Es seien gerichtliche Durchsuchungen in den Wohnungen, den Arbeitsstätten und den Büros der Verdächtigen durchgeführt worden, gab der Justizminister an. Er wolle sich für einen »sauberen Fußball« einsetzen, damit das Vertrauen in den türkischen Fußball zurückkehren könne. Der MHK ist das Gremium des türkischen Fußballverbandes, das Schiedsrichter für Ligaspiele einstuft, einsetzt und deren Leistung bewertet.
Am Donnerstag hatte der nationale Fußballverband (TFF) im Rahmen einer Untersuchung zu Wettbetrug 448 Vereinsfunktionäre an die Disziplinarkommission verwiesen. Die Liste umfasst Namen von Funktionären türkischer Spitzenvereine, darunter den Präsidenten von Trabzonspor sowie den Vizepräsidenten von Beşiktaş. In seiner Erklärung nahm der TFF Bezug auf einen Skandal aus dem vergangenen Jahr, bei dem der Disziplinarausschuss 149 Schiedsrichter suspendiert hatte.


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