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Iranische Zeitung setzt Merz und weitere Politiker auf Todesliste

1 week ago 2

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"Rache ist unvermeidlich"

Iranische Zeitung setzt Merz auf Todesliste


Aktualisiert am 12.07.2026 - 08:53 UhrLesedauer: 2 Min.

imago images 0769260613Vergrößern des Bildes

Bundeskanzler Friedrich Merz wird von Leibwächtern geschützt: Im Iran wird sein Tod gefordert. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Eine Fotocollage auf dem Titel einer Teheraner Zeitung hat Aufsehen erregt. Mehreren westlichen Spitzenpolitikern wird mit dem Tod gedroht.

Die iranische Zeitung "Hamshahri" hat eine Fotomontage mit den Bildern westlicher Regierungschefs veröffentlicht, die in orangefarbenen Overalls gekleidet sind, wie Gefangene sie tragen. Auch ein Foto von Bundeskanzler Friedrich Merz ist darauf zu sehen. Über die Collage ist "Rache ist unvermeidlich" geschrieben.

In einem Text auf Persisch heißt es, dass die "kriminellen Verantwortlichen" mit dem Tod rechnen müssen. Neben Merz sind auch US-Präsident Donald Trump und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, die amerikanischen Minister Marco Rubio und Pete Hegseth sowie Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der französische Präsident Emmanuel Macron zu sehen.

Die Collage wurde offenbar auf der Titelseite der Zeitung abgebildet. Die Bilder von Trump und Netanjahu haben ein Fadenkreuz auf der Stirn. Die Zeitung wird von der Stadtverwaltung Teheran herausgegeben und hat eine Auflage von etwa 400.000 Stück. Sie stand eine Zeit lang unter der Kontrolle von Mohammad Bagher Ghalibaf, dem heutigen iranischen Parlamentspräsidenten, als dieser Bürgermeister von Teheran war.

Trump droht Iran im Falle eines Anschlags

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals über mögliche Versuche des Iran gesprochen, ein Attentat auf ihn zu verüben. Am Samstag schrieb er auf der Plattform Truth Social, dass Tausende amerikanische Raketen bereitstehen, um im Falle eines Angriffs auf ihn oder US-Regierungsmitglieder auf den Iran abgefeuert zu werden.

Beweise für Anschlagspläne legte er nicht vor. Nach dem Gipfeltreffen der Nato-Mitglieder vergangene Woche hatte Trump überraschend eine ältere Air-Force-One bestiegen und nicht die von Katar geschenkte, mit der er eingeflogen war. Die "New York Times" berichtete von möglichen Sicherheitsmängeln der Katar-Maschine, so habe sie keine Abwehrraketen an Bord. Das Weiße Haus wies die Berichte zurück. Am Samstag lud das US-Justizministerium aber Journalisten der "New York Times" vor.

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