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Trump ließ sich wohl von Musks KI-Chatbot beraten
Aktualisiert am 02.10.2026 - 11:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Donald Trump (Archivbild): Anfang des Jahres hatten US-Spezialkräfte den langjährigen Staatschef Venezuelas gefangengenommen. Spielte KI bei der Operation eine Rolle? (Quelle: Alex Brandon/dpa)
Donald Trump soll vor der US-Operation gegen Nicolás Maduro stundenlang den KI-Chatbot Grok befragt haben. Dabei wollte der US-Präsident offenbar auch wissen, wie die Menschen in Venezuela auf eine Festnahme Maduros reagieren würden.
US-Präsident Donald Trump hat sich vor der Gefangennahme des damaligen venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro offenbar mit Elon Musks KI-Chatbot Grok beraten. Trump habe im Dezember 2025 während eines nicht öffentlichen Treffens mit Musk im Oval Office der Künstlichen Intelligenz mehrere Stunden lang Fragen gestellt, berichtet das US-Magazin "Time" unter Berufung auf einen bei dem Treffen anwesenden Regierungsvertreter.
Dabei ging es dem Bericht zufolge zunächst um Trumps Präsidentschaft und sein politisches Vermächtnis. Eine Frage hatte allerdings einen sehr konkreten außenpolitischen Hintergrund: Trump wollte demnach wissen, wie die Bevölkerung Venezuelas reagieren würde, wenn die USA Maduro gefangen nähmen.
Trump fragte Grok nach Reaktion auf Maduro-Festnahme
In dem Bericht heißt es, Grok habe geantwortet, Maduro sei repressiv und in Venezuela äußerst unbeliebt. Viele Menschen würden seinen Sturz deshalb wahrscheinlich begrüßen. Rund einen Monat später ließ Trump die Operation zur Gefangennahme Maduros durchführen.
US-Streitkräfte nahmen Maduro und seine Frau Cilia Flores am 3. Januar 2026 in Venezuela fest und brachten beide in die Vereinigten Staaten. Trump verfolgte den Militäreinsatz nach Angaben des Weißen Hauses von seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida aus. Ob die Antwort des Chatbots Einfluss auf Trumps Entscheidung hatte, ist nicht bekannt. Die Angaben über das Treffen und Trumps Fragen an die KI sind bislang nicht unabhängig bestätigt.
Dem Bericht zufolge soll Trump von dem Ergebnis jedoch beeindruckt gewesen sein. Nachdem Venezolaner unter anderem im Ausland Maduros Festnahme öffentlich gefeiert hatten, habe der Präsident Grok nach Darstellung von Regierungsvertretern für außerordentlich leistungsfähig gehalten.
Im Video | Trump irritiert mit Geste
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Trump setzt verstärkt auf KI
Trumps Regierung treibt den Einsatz der Technologie voran und setzt dabei auch auf Systeme von Musks Unternehmen xAI, dem Entwickler von Grok. Erst Ende September traf Trump im Weißen Haus Vertreter großer KI-Unternehmen. Gemeinsam unterzeichneten sie eine Vereinbarung über Grundsätze für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Trump setzt dabei stärker auf Selbstverpflichtungen der Unternehmen als auf weitreichende staatliche Regulierung.
Auch Grok spielt inzwischen eine Rolle in der US-Regierung. Musks Unternehmen hatte Ende 2025 eine Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium bekannt gegeben. Die Technologie soll dort unter anderem für Anwendungen im militärischen und sicherheitspolitischen Bereich zur Verfügung stehen.


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