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Selenskyj: "Schande, dass wir einen starken Partner verlieren"
Aktualisiert am 14.10.2026 - 22:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Starlink-Sperre, eine nur einseitige Waffenruhe und eine Ablöse-Forderung – in Kiew steigt die Wut auf die USA. Selenskyj sagt, man fühle sich verraten.
Wolodymyr Selenskyj erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. In einem Interview mit dem britischen Moderator Piers Morgan sagte der ukrainische Staatschef am Mittwoch auf die Frage, ob er sich von Trump verraten fühle: "Wirklich, ja... aber es ist ein bisschen komplizierter als nur meine Gefühle", so der Präsident.
"Es ist schmerzhaft, wenn Präsident Trump eine Seite wählt – und nicht unsere", sagte Selenskyj. Er machte Trumps Umfeld für den Kurswechsel mitverantwortlich: "Ich glaube, Trumps Berater liegen falsch. Ich weiß nicht, wer ihn auf die falsche Seite drängt." Und er fügte hinzu: "Das ist nicht die richtige Seite der Geschichte. Es ist eine Schande, dass wir einen starken Partner verlieren."
Starlink abgeschaltet: "Menschen werden sterben"
Zu einem weiteren Streitpunkt wurde am selben Tag die Sperrung des US-Satellitendienstes Starlink für ukrainische Militäreinheiten. Die Ukraine bestätigte, dass der Zugang zu Starlink-Terminals stark eingeschränkt wurde, was die Kampfoperationen erheblich behindere. Der Dienst wird von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX betrieben.
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Selenskyj bezeichnete die Einschränkung als "großen Fehler" und warnte eindringlich: "Menschen werden sterben", sollte der Dienst nicht wiederhergestellt werden. Kiew habe Washington bereits um die Aufhebung der Sperre ersucht.
Musk verwies nach der Kritik aus Kiew darauf, dass das Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärtw Musk auf X. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm Starlink heißt. Dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden, so Musk.
Waffenstillstand im Energiesektor – einseitig
Am 11. Oktober hatte Trump zudem einen einseitigen Energiewaffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine verkündet – ohne Absprache mit Kiew. Die Ukraine stimmte dem Schritt zu und stellte ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien zunächst ein. Russland hingegen setzte seine Attacken auf das ukrainische Stromnetz fort, ohne dass Trump Kritik äußerte.


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