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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMehrere US-Bundesstaaten sehen durch die Warner-Übernahme durch Paramount den freien Wettbewerb eingeschränkt. Höhere Preise und weniger Filme könnten die Folge sein.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, tlf Aktualisiert am 13. Juli 2026, 20:05 Uhr
Zwölf US-Bundesstaaten haben Klage gegen die 110 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros. Discovery durch den Konkurrenten Paramount eingereicht. »Mit dieser Klage setzen sich Kalifornien und unsere Nachbarstaaten für freie und faire Märkte ein – nicht für manipulierte Märkte«, sagte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta, der an der Klage beteiligt ist. Sie argumentieren, der Deal würde den Wettbewerb im Filmvertrieb und im Kabelfernsehen einschränken und den Kinos, TV-Anbietern und Vertreibern schaden.
Die US-Regierung hatte die Übernahme zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde. Die Aussage bezog das Ministerium sowohl auf das TV- oder Streaming-Geschäft als auch auf die Filmproduktion. Recherchen des Wall Street Journal zeigten, dass die Übernahme auf Betreiben der Ministeriumsleitung genehmigt wurde, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.
Paramount befindet sich im Besitz eines Trump-Unterstützers
Bis zu einer Entscheidung über die Klage dürften voraussichtlich Monate vergehen. Diese Verzögerung könnte Paramount Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursachen. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den Aktionären von Warner Bros. Discovery jedes Quartal rund 650 Millionen Dollar als Ausgleichszahlung zu zahlen, falls die Übernahme nicht vor Oktober abgeschlossen wird. Die Bundesstaaten haben Paramount aufgefordert, den Abschluss der Transaktion bis zum Ende des Rechtsverfahrens zu verschieben.
Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt. Kritikerinnen und Kritiker befürchten, dass der als Trump-kritisch geltende Nachrichtensender CNN, der zu Warner Bros. Discovery gehört, durch den Deal auf eine regierungsfreundliche Linie gebracht werden könnte.
Auch Netflix wollte Warner Bros. Discovery kaufen
Ähnliche Bedenken wie die zwölf klagenden Bundesstaaten haben zuletzt auch mehrere Akteurinnen und Akteure der Filmindustrie geäußert. In einem offenen Brief warnten sie davor, dass der Deal den Wettbewerb schwächen, die kreative Vielfalt einschränken und die Arbeitsbedingungen in der Branche verschlechtern könnte. Zu den Unterzeichnenden gehörten Schauspielerinnen und Schauspieler wie Ben Stiller, Sandra Hüller und Joaquin Phoenix.
Im vergangenen Jahr fand ein Bieterwettkampf rund um die Übernahme von Warner statt. Ursprünglich hatte sich Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts zum Preis von fast 83 Millionen US-Dollar verständigt. Paramount stach Netflix mit einem Angebot von etwa 110 Millionen US-Dollar für den Gesamtkonzern aus.
Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie »Harry Potter« sowie ein starkes Streaming-Geschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO.


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