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Ukraine News: Deutscher wegen 900-Rubel-Spende in Russland festgenommen

1 day ago 14

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Deutscher Staatsbürger in Sankt Petersburg festgenommen


Aktualisiert am 17.08.2026 - 22:31 UhrLesedauer: 8 Min.

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Russische Polizisten (Symbolbild): Ein Deutscher soll in Sankt Petersburg festgenommen worden sein. (Quelle: IMAGO/Belkin Alexey)

Ein Deutscher in Sankt Petersburg wird wegen einer Spende festgenommen. Ein Moskauer Ökonom sorgt mit brisanten Aussagen für Furore. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Montag, 17. August

Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen.

Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen.

Mutmaßlich russische Drohne in Moldau zerschellt

Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.

In einer ersten Reaktion erklärte Präsidentin Maia Sandu bei Radio Moldova, dass die Drohnen im moldauischen Luftraum eine Gefahr für die Menschen darstellten. Die Verantwortung für diese Risiken sah sie bei Russland, das "diesen Krieg gegen die Ukraine ausgelöst hat". Protestnoten und diplomatische Maßnahmen würden nicht ausreichen, um die Politik Moskaus zu ändern. "Das Wichtigste, was wir tun können, um diese Drohnen sowohl in der Republik Moldau als auch in der Ukraine zu stoppen, ist, der Ukraine zu helfen, damit sie in diesem Krieg erfolgreich ist und Russland nicht mehr weiterkämpfen kann."

Deutscher wegen 9-Euro-Spende in Russland inhaftiert

Die Polizei in Sankt Petersburg hat offenbar einen 41-jährigen deutschen Staatsbürger festgenommen. Das berichtet das russische Exilmedium "Meduza" unter Berufung auf die regionale Abteilung des russischen Innenministeriums. Demnach steht er im Verdacht, 900 Rubel, umgerechnet etwas mehr als neun Euro, an eine Organisation überwiesen zu haben, die von den russischen Behörden als "extremistisch" eingestuft wird. Laut dem in Sankt Petersburg ansässigen Nachrichtenportal "Fontanka" handele es sich dabei um eine Anti-Korruptions-Stiftung.

Der Gründer eines Fitnessstudios habe die deutsche Staatsbürgerschaft, berichten mehrere russische Medien übereinstimmend. Die Polizei durchsuchte demnach die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmte einen Laptop sowie ein Mobilgerät.

Russland importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien

Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen.

Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt.

Putin-Gegner Schlosberg muss für elf Jahre in Straflager

Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt.

Lettland: Abgeschossene Drohne aus Belarus eingeflogen

Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei gegenwärtig aber weiterhin noch unklar, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen.

Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt. Das lettische Militär hatte den Absturzort durchkämmt und gefährliche Trümmerteile kontrolliert gesprengt. Andere Teile der Drohne werden noch von Experten untersucht, sagte Melnis.

Erneuter Benzinmangel in Russland – Limits an Tankstellen

In einigen russischen Regionen ist es offiziellen Angaben und Medienberichten zufolge im August erneut zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Daraufhin verschärften die Behörden in mindestens zehn Gebieten wieder die Kontrollen für den Verkauf an Tankstellen, wie unter anderem Regionalmedien melden. Benzin war am Montag an einigen Tankstellen im Raum Moskau nicht erhältlich, während Diesel fast überall verfügbar war, berichten Augenzeugen.

Die Versorgungskrise hatte im Mai begonnen und sich bis Juli auf fast alle Teile des Landes ausgeweitet. Auslöser waren der Ausfall mehrerer Raffinerien nach Drohnenangriffen sowie ein saisonal bedingter Anstieg der Nachfrage. Um den heimischen Markt zu stützen, verhängte die Regierung ein Exportverbot für Benzin und Diesel, senkte die Qualitätsanforderungen und begann mit dem Import von Erdölprodukten. Ende Juli hatte sich die Lage zunächst stabilisiert, woraufhin einige Regionen ihre Beschränkungen aufhoben oder lockerten. Eine neue Welle von Drohnenangriffen auf Ölraffinerien Ende Juli und Anfang August führte zu neuen Engpässen und Verkaufsauflagen.

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Russland meldet Einnahme zwei weiterer Orte in der Ukraine

Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

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