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Russlands Tech-Riese unter Beschuss – Dienste fallen aus
Aktualisiert am 11.10.2026 - 08:05 UhrLesedauer: 25 Min.

Das Foto soll einen Brand nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf ein Yandex-Rechenzentrum in Wladimir zeigen. (Quelle: Screenshot X/HamdiCelikbas)
Trump fordert Selenskyjs Rücktritt oder Absetzung. Ein Republikaner widerspricht. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 11. Oktober
Drittes Yandex-Rechenzentrum nach Drohnenangriff ausgefallen
Nach einer Serie von Drohnenangriffen auf den russischen Technologiekonzern Yandex ist ein weiteres Rechenzentrum vollständig ausgefallen. Die Anlage in Wladimir sei bei einem Angriff in der Nacht zum Sonntag beschädigt worden, berichtet die russische Wirtschaftszeitung RBC unter Berufung auf das Unternehmen. Verletzte habe es nicht gegeben.
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Es ist bereits das dritte betroffene Rechenzentrum innerhalb von vier Tagen. Am Donnerstag war eine Anlage in Sasowo in der Region Rjasan getroffen worden, am Freitag folgte ein Angriff auf einen Standort in Kaluga. Beide Vorfälle hatte Yandex selbst bestätigt.
Auch die Dienste des Konzerns sind offenbar beeinträchtigt. Nutzer meldeten Probleme mit der Taxi-App Yandex Go sowie weiteren Anwendungen. Ähnliche Störungen wurden nach Angaben des russischen Nachrichtenportals Ostorozhno Novosti aus Serbien, Kasachstan, Belarus und Armenien gemeldet.
Die Organisation NetBlocks, die Störungen von Internetverbindungen dokumentiert, meldete am Sonntag einen erneuten Zusammenbruch der Yandex-Netzwerke. Messdaten belegten einen zweiten größeren Ausfall, teilte NetBlocks auf X mit. Ob sämtliche gemeldeten Probleme auf die Drohnenangriffe zurückzuführen sind, lässt sich bislang nicht unabhängig bestätigen.
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20 Tote nach russischem Angriff auf Wohngebiet in Saporischschja
Nach dem russischen Luftangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 20 gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am Samstagabend mit. Nach jüngsten Angaben der regionalen Behörden wurden zudem 32 Menschen verletzt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet.
Russische Streitkräfte hatten die Stadt am frühen Samstagmorgen mit fünf gelenkten Fliegerbomben angegriffen. Zwei davon trafen Mehrfamilienhäuser. An einem fünfstöckigen Wohngebäude stürzten Teile eines Hauseingangs ein. Mehrere Bewohner wurden unter den Trümmern verschüttet.
Republikaner will Diesel-Deal von Trump kippen
Der republikanische Abgeordnete Brian Fitzpatrick hat einen Gesetzesentwurf angekündigt, mit dem der Kauf von russischem Öl durch die USA unterbunden werden soll. Der Name des Gesetzes soll "Ronald Reagan Peace Through Strength Act" (Ronald Reagan Gesetz für Kraft durch Frieden) heißen, schrieber er auf X. Er wolle es beschleunigt zur Abstimmung bringen. Fitzpatrick geht davon aus, dass es mit großer Mehrheit angenommen wird. Zuvor hatte er die Solidarität der USA mit der Ukraine betont.
Samstag, 10. Oktober
Wegen Selenskyj: Republikaner widerspricht Trump
Der republikanische Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick hat US-Präsident Donald Trump widersprochen. "Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die überwältigende Unterstützung des Kongresses, Amerikas und des ukrainischen Volkes. (...) Russland trägt die Schuld für allen Schaden und all die Zerstörung, sowohl menschlich als auch finanziell, die aus Putins unprovoziertem Angriff entstanden sind." Amerika stehe hinter Selenskyj "bis der ukrainische Sieg erreicht ist".
Streit mit Selenskyj: Trump fordert "neuen Präsidenten" in der Ukraine
US-Präsident hat das Aus für Wolodymyr Selenskyj als Präsident der Ukraine gefordert. Reportern vor dem Weißen Haus sagte er: "Ich schlage vor, sie besorgen sich einen neuen Anführer, der einen Deal machen kann. Er hätte viele Deals machen können und tut es aus irgendeinem Grund nie. Es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt."
Zuvor hatte Selenskyj Trumps Diesel-Abkommen mit Putin als "schwach" bezeichnet. In der Vergangenheit hatte Trump gefordert, die Ukraine solle russische Treibstoff-Infrastruktur nicht beschießen – das treibe die Treibstoffpreise in den USA nach oben.
Trumps Diesel-Bestellung in Moskau: Bundesregierung will an Sanktionen festhalten
Die Bundesregierung hat betont, trotz der Diesel-Bestellung von US-Präsident Donald Trump in Russland an den Sanktionen gegen Moskau festzuhalten. "Ihre Haltung und die der europäischen Partner ist eindeutig: Die Bundesregierung hält an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen", erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Samstag in Berlin. Die Bundesregierung nehme Trumps Entscheidung in Bezug auf russische Diesel-Lieferungen "zur Kenntnis".
"Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen", erklärte Kornelius weiter. Auch die "diplomatische Arbeit an einer Friedenslösung" werde fortgesetzt.
Schwere Angriffe in Ukraine und Russland – mehrere Tote
Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet worden. Die Gebietshauptstadt Saporischschja sei an mehreren Stellen getroffen worden, schrieb der Militärgouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semikin, auf der Plattform Telegram. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, außerdem gebe es zehn Verletzte, schrieb er. Such- und Rettungsarbeiten dauern demnach an.
Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Webseite Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.


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