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Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Angriffe auf russische Ölraffinerien an

1 week ago 11

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj kündigt neue Angriffe auf Russlands Ölraffinerien an


Aktualisiert am 15.10.2026 - 10:56 UhrLesedauer: 14 Min.

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Brennende Ölraffinerie in Moskau (Archivbild): Selenskyj küdigt an, die von US-Präsident Trump verhängte Energie-Waffenruhe vom 11. Oktober zu beenden. (Quelle: IMAGO/EyePress News)

Selenskyj wirft US-Präsident Donald Trump bewusste Täuschung vor und kündigt an, die Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufzunehmen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 15. Oktober

Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Ölinfrastruktur an

Die Ukraine will ihre großangelegten Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufnehmen. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Das Verbot, Raffinerien anzugreifen, ist aufgehoben. Damit ist Schluss", erklärte der ukrainische Präsident.

Als Grund nannte Selenskyj das für ihn schwindende Vertrauen in US-Präsident Donald Trump. Dieser habe den Zugang zu Starlink bewusst blockiert, die Maßnahme gegenüber Kiew jedoch als technische Störung dargestellt. Dies erschwerte sowohl Operationen an der Front als auch Angriffe auf russische Militärstellungen. Auch die ausgebliebenen Warnungen vor ballistischen Raketen, durch die Anfang der Woche sechs Menschen ums Leben kamen, habe Trump auf schlechtes Wetter zurückgeführt. Selenskyj widerspricht dieser Erklärung: "Es war kein technisches Problem, es war sein Wille", so Selenskyj.

Darüber hinaus kritisierte er Trumps Bestrebungen, ein Diesel-Abkommen mit Russland abzuschließen, sowie dessen positive Haltung gegenüber Wladimir Putin. Trump hege eine besondere Zuneigung gegenüber Autokraten und Superreichen, warf Selenskyj dem US-Präsidenten vor. Ein Ende der Angriffe auf die Energieinfrastruktur komme laut Selenskyj nur in Frage, wenn die Ukraine im Gegenzug weitere Patriot-Abfangraketen von den USA erhalte.

Ukraine soll russischen Militärflugplatz angegriffen haben

Die Ukraine soll in der Nacht zum Donnerstag einen russischen Militärflugplatz in der Region Woronesch mit Raketen angegriffen haben. Das berichtet die ukrainische Zeitung "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Militärbeobachter. Demnach kam es auf dem Flugplatz Borisoglebsk zu mindestens einer heftigen Explosion und einem großen Brand. Videos in sozialen Netzwerken zeigen einen gewaltigen Feuerball.

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Auf dem Militärflugplatz werden unter anderem russische Kampfjets und Bomber der Typen Su-34 und Su-35 eingesetzt. Diese Flugzeuge nutzt Russland auch für Angriffe mit gelenkten Fliegerbomben auf die Ukraine. Zudem befinden sich dort Berichten zufolge Munitions- und Treibstofflager.

Der Gouverneur der Region Woronesch, Alexander Gussew, hatte zuvor vor Raketenangriffen gewarnt. Ob der Flugplatz tatsächlich getroffen wurde und welche Schäden entstanden sind, ist bislang nicht unabhängig bestätigt.

USA wollen beschlagnahmtes russisches Geld verwalten

Die USA haben vorgeschlagen, dass europäische Staaten einen Teil der nach Moskaus Angriff auf die Ukraine blockierten russischen Staatsvermögen freigeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument übertragen. Damit sollten Friedensgespräche wiederbelebt werden, berichtete die Zeitung "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Europäische Delegierte hätten den Plan zurückgewiesen, der von den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vorgelegt worden sei. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Mittwoch, 14. Oktober

Explosion auf Schiff in Rumänien – Drohnentreffer?

Nahe der Grenze zur Ukraine ist nach einer Explosion auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sei noch unklar, sagte Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender "Digi24". Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Das Schiff fahre nun zum rumänischen Schwarzmeer-Hafen Constanta, wo eine Untersuchung zur Feststellung der Brandursache geplant sei.

Wie mehrere rumänische Medien berichteten, habe die Crew des unbeladenen Schiffs "Yara J" unter der Flagge der Komoren-Insel etwa 10 Seemeilen südöstlich der Hafenstadt Sulina an der Donaumündung einen Notruf abgesetzt. Wie Minister Miruta bestätigte, gelang es der Crew, vor Eintreffen der rumänischen Seeretter das Feuer selbst zu löschen. Von den 17 Seeleuten - Syrer, Inder und Iraner - sei niemand verletzt worden.

Musk weist Kritik aus der Ukraine zurück

Nach Kritik aus der Ukraine hat der US-Unternehmer Elon Musk darauf verwiesen, dass das Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärte Musk auf X. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm Starlink heißt. Zu Starlink sagte Musk, dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden.

Die Ukraine hatte zuvor Musks Unternehmen SpaceX, zu dem Starshield und Starlink gehören, vorgeworfen, die Satelliten-Nutzung für die Ukraine eingeschränkt und dadurch die ukrainische Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Kampf gegen Russland geschwächt zu haben. Das hatte Sorgen geschürt, US-Präsident Donald Trump könne die Unterstützung der Ukraine auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen an Russland oder die USA zu zwingen.

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Selenskyj: "Schande, dass wir einen starken Partner verlieren"

Die Starlink-Sperre, eine nur einseitige Waffenruhe und eine Ablöse-Forderung – in Kiew steigt die Wut auf die USA. Selenskyj sagt, man fühle sich verraten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments in Sofia den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland. Der Brand war zuvor vom Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB) öffentlich gemacht worden. Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen.

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