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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland entlässt US-Amerikaner aus Haft

Stephen Hubbard in einem russischen Gerichtssaal (Archivbild): Der US-Amerikaner soll nach einem Treffen des Sondergesandten Witkoff mit Wladimir Putin freigelassen worden sein. (Quelle: Screenshot / Telegram)
US-Sondergesandter Witkoff verbucht einen Erfolg. Der Streit mit den USA lässt Selenskyjs Beliebtheit steigen. Alle Nachrichten im Newsblog.
Mittwoch, 21. Oktober
Russland entlässt US-Amerikaner aus Gefängnis
Nach dem Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Russlands Präsidenten Wladimir Putin können die USA wohl einen Erfolg verbuchen. Der 2022 inhaftierte US-Staatsbürger Stephen Hubbard soll laut Meldungen der staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti aus dem Gefängnis freigelassen worden sein und sich bereits am Flughafen von Sankt Petersburg befinden.
Im Jahr 2024 war Hubbard in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
Streit mit USA: Selenskyj nun deutlich beliebter
Die Ukrainer stellen sich offenbar wieder stärker hinter Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des ukrainischen Meinungsforschungsinstituts Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) hervor. Demnach vertrauten unter den Befragten, die zu Beginn des Erhebungszeitraums am 8. und 9. Oktober interviewt wurden, 43 Prozent dem Staatschef. Unter jenen, die erst nach dem verstärkten Druck aus Washington zwischen dem 10. und 16. Oktober befragt wurden, waren es 57 Prozent – ein Plus von 14 Prozentpunkten.
Dazwischen lag die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mit Russland eine Vereinbarung über russischen Diesel getroffen zu haben. Zudem forderte Trump die Ukraine auf, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Mit diesen Attacken will Kiew Moskaus Möglichkeiten schwächen, den Krieg zu finanzieren.
Das Institut schränkt allerdings ein, methodische Faktoren könnten den Anstieg teilweise erklären. Ob das gestiegene Vertrauen anhalte, sei noch nicht absehbar. Über den gesamten Befragungszeitraum vom 8. bis 16. Oktober vertrauten 54 Prozent der Befragten Selenskyj, 41 Prozent misstrauten ihm. Zugeständnisse an Moskau lehnt eine klare Mehrheit ab: 73 Prozent sprachen sich gegen ein nachgiebigeres Vorgehen Kiews in Verhandlungen mit Russland aus, 20 Prozent dafür.
Dienstag, 20. Oktober
Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten
US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
Trump sagte, er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.
Trump fordert Ukraine zu Abkommen mit Russland auf
US-Präsident Donald Trump fordert die Ukraine auf, einem Abkommen zur Beilegung des Krieges mit Russland zuzustimmen. "Die Ukraine muss diesen Krieg beenden wollen", sagte Trump vor Journalisten im Oval Office. Russland sei im Vorteil, da das Land wie "eine große Maschine" unaufhaltsam vorrücke und bereits "ein sehr großes Stück Land" eingenommen habe, erklärte Trump weiter.
Nach Treffen mit Selenskyj: US-Gesandter reist nach Russland
Im Ringen um Frieden in der Ukraine reist US-Unterhändler Steve Witkoff nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern in Oslo weiter nach Russland. "Steve Witkoff wird morgen nach Sankt Petersburg fliegen, um dort Gespräche mit der russischen Führung zu führen", sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre, der mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb Gastgeber der Gespräche in Norwegen war, am Dienstagabend. Dabei sollen laut Støre "die Vorschläge, die europäische und amerikanische Kollegen erarbeitet haben", vorgelegt werden.
Bei den Gesprächen in Oslo hätten die Parteien etwa Sicherheitsgarantien für die Ukraine, territoriale Fragen, Sanktionen sowie die europäische Sicherheit nach dem Krieg diskutiert, hieß es. Zugeschaltet waren bei dem Treffen neben US-Unterhändler Jared Kushner nach Angaben norwegischer Medien auch Vertreter mehrerer europäischer Länder, darunter Deutschland sowie der EU und der Nato. "Wir sind bereit für Verhandlungen", betonte Selenskyj. "Wir verlieren den Krieg nicht, aber wir verlieren Menschenleben. Und weil Russland angreift, verlieren wir Menschenleben und Zeit."
Ukraine erhält wieder Geheimdienstdaten: Selenskyj dankt USA
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt den USA dafür, dass die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Frühwarnungen vor russischen Angriffen mit ballistischen Raketen wiederaufgenommen worden sei. Auf einer Pressekonferenz in Oslo nach Gesprächen mit US-Unterhändlern sagte Selenskyj, die Ukraine verliere den Krieg gegen Russland nicht. Kiew beklage jedoch den Verlust von Menschenleben und sei entschlossen, Wege zum Frieden zu finden. Er bekräftigt die Hoffnung der Ukraine, bei einem trilateralen Spitzentreffen Schlüsselfragen für ein Ende des Krieges zu erörtern.
Vizepräsidentin des EU-Parlaments geht wegen ukrainischer Stadt in Hungerstreik
Pina Picierno, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, geht in einen Hungerstreik. Sie will "internationale Aufmerksamkeit" auf die Situation in Oleschky, einer Stadt im besetzten Teil der ukrainischen Region Cherson, lenken.
"Wir müssen einen sofortigen humanitären Waffenstillstand, die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten sowie die Möglichkeit der sicheren Evakuierung von Zivilisten fordern, die die Stadt verlassen möchten", sagte sie.
Nato plant Entsendung "zusätzlicher Mittel" ans Schwarze Meer
Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens hat die Nato die Entsendung "zusätzlicher Mittel" in die Schwarzmeerregion angekündigt. Dazu gehörten "Unterstützung für Überwachung, Aufklärung und forensische Analyse", erklärte Nato-Sprecherin Allison Hart nach einem Treffen der Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüssel am Dienstag im Onlinedienst X. "Wir werden weiterhin geschlossen auftreten und dafür sorgen, dass wir bereit und in der Lage sind, jeder Bedrohung zu begegnen", fügte sie hinzu.


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