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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayAktualisiert am 21.10.2026 - 19:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Russlands Staatschef Wladimir Putin: Er sei grundsätzlich zu Gesprächen bereit, heißt es aus dem Kreml. (Quelle: Sergei Bobylev/imago)
Eine diplomatische Initiative der US-Regierung weckt Hoffnungen auf neue Ukraine-Gespräche. Doch das Misstrauen gegenüber Moskau ist groß.
Der russische Staatschef Wladimir Putin ist nach Angaben des Kremls grundsätzlich bereit, im kommenden Monat die Gespräche mit der Ukraine und den USA zur Beendigung des Krieges wieder aufzunehmen. Dies erklärte Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch nach einem fast dreistündigen Treffen Putins mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff im Konstantinpalast in St. Petersburg. Solche Verhandlungen gab es zuletzt im Februar.
Die vorgeschlagene neue Verhandlungsrunde solle sich auf den "Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach dem Ende des Konflikts" konzentrieren, sagte Uschakow weiter. Witkoff habe Putin zudem über seine Beratungen am Dienstag in Oslo berichtet.
Dort war der US-Gesandte mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Store und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb zusammengetroffen. Witkoff habe dabei "einige neue Ansätze, neue Punkte in der Herangehensweise der Europäer und Kiews festgestellt", erklärte Uschakow. Diese hätten jedoch "nicht viel Nützliches im Kontext der Lösung der Ukraine-Krise" enthalten.
Merz: Kapitulation der Ukraine keine Option
Bei dem Gespräch anwesend war auch der außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wie Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin bestätigte. Für die Bundesregierung sei klar, dass es keine Vereinbarung über die Köpfe der Ukraine und der Europäer hinweg geben könne. Merz stellte zudem klar, dass eine Kapitulation der Ukraine keine Option sei. Deutschland und die Europäer seien aber jederzeit zu Gesprächen bereit.
"Wir leisten der Ukraine keine Unterstützung, um diesen Krieg in die Länge zu ziehen", betonte der Kanzler. "Aber eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage. Denn das wäre eine Kapitulation von uns allen." Deshalb werde man die Ukraine im eigenen Interesse weiter unterstützen.
Witkoff hatte Putin bei dem Treffen zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche gedrängt und neue Vorschläge für eine Beilegung des Konflikts vorgelegt. Es war die neunte persönliche Begegnung der beiden Männer. Als Geste des guten Willens ließ Russland zu Beginn der Gespräche den inhaftierten US-Bürger Stephen Hubbard frei.
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"Ich hoffe, dass wir uns heute konstruktiv über eine mögliche Wiederaufnahme dreiseitiger Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA austauschen können", sagte Witkoff zu Putin. "Selbst wenn wir heute keine Einigung erzielen: Wenn wir darüber beraten und ausloten, wie der nächste Schritt aussehen könnte, wäre das wichtig. Die Welt wartet darauf."


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