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Ukraine-Krieg: Drohnen attackieren Sankt Petersburg – Ölhafen getroffen

1 week ago 5

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Ukraine greift Sankt Petersburg an – Ölhafen getroffen


Aktualisiert am 18.10.2026 - 08:54 UhrLesedauer: 25 Min.

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Im Video: Sankt Petersburg wird Schauplatz massiver Angriffe.

In Sankt Petersburg ist nach einem Drohnenangriff am Ölhafen ein Brand ausgebrochen. Die ukrainische Armee kämpft weiter ohne Satelliteninternet. Alle Nachrichten im Newsblog.

Sonntag, 18. Oktober

Tote in Saporischschja und Poltawa bei russischen Angriffen

Bei russischen Luftangriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei Attacken auf die Stadt Saporischschja im Südosten des Landes wurde der Militärverwaltung zufolge eine Frau getötet und eine weitere Frau sowie ein kleines Mädchen verletzt. Den Angaben nach wurden zwei Mehrfamilienhäuser, 18 Autos und eine Bildungseinrichtung beschädigt. Zum eingesetzten Waffentyp machten die Behörden keine Angaben.

In der zentralukrainischen Großstadt Poltawa gab es nach Behördenangaben Drohnenangriffe. Eine Frau sei getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, teilte Militärverwaltungschef Witalij Djakiwnytsch bei Telegram mit. Demnach wurden in der Stadt neun Wohnhäuser beschädigt, teils durch abgestürzte Drohnentrümmer.

In der westukrainischen Region Winnyzja führten russische Drohnenangriffe auf die kritische Infrastruktur zudem der Militärverwaltung zufolge zu Stromausfällen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte das russische Militär insgesamt bei seinen Angriffen 180 Kampfdrohnen ein, von denen 152 abgefangen werden konnten. Einschläge habe es an 20 Orten gegeben.

Alarm wegen unbekannten Flugobjekts in Litauen und Lettland

Litauen hat die Bewohner im Zentrum und Norden des Landes wegen eines unbekannten Flugobjekts vorübergehend in die Schutzräume gerufen. Während der Luftwarnung seien Nato-Abfangjäger aufgestiegen und der Flughafen Kaunas geschlossen worden, wie die Armee und das nationale Krisenzentrum mitteilen. Das nördliche Nachbarland Lettland gab für einige Grenzregionen wegen einer "möglichen Bedrohung" vorübergehend ebenfalls eine Warnung heraus. In den vergangenen Monaten sind wiederholt ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Nato-Staaten eingedrungen. Der Regierung in Kiew zufolge werden sie durch russische Störsender vom Kurs abgebracht. Dies schürt Sorgen vor einer Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine auf das Nato-Gebiet.

Ukraine greift Ölhafen in Sankt Petersburg an

Die russischen Behörden haben einen massiven ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Sankt Petersburg gemeldet. Der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, schrieb im Onlinedienst Telegram, 126 Drohnen seien abgeschossen worden. Trümmer seien auf Wohnhäuser, Autos und Stromleitungen gestürzt und hätten Stromausfälle verursacht. "Ein großangelegter Angriff mit UAVs (unbemannten Luftfahrzeugen) wird weiterhin abgewehrt", schrieb Drosdenko.

Der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, teilte mit, der ukrainische Angriff habe ein Feuer im Sankt Petersburger Öllager ausgelöst, das bereits im Juni getroffen worden war. "Die Luftverteidigungssysteme sind im Einsatz", schrieb Beglow auf Telegram. "Aus Sicherheitsgründen" sei der Betrieb am Petersburger Flughafen Pulkowo eingeschränkt worden. Passagiere und Mitarbeiter wurden an sichere Orte gebracht. Auch ein Rechenzentrum sei Ziel von Angriffen geworden.

Ukrainische Medienberichte, wonach Videos einen Treffer auf einer achtspurigen Brücke in Sankt Petersburg zeigten, bestätigte die russische Seite zunächst nicht. Russland hatte jüngst eine Brücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen. Das getroffene Rechenzentrum gehört dem Tass-Bericht zufolge der Internetfirma VK, die ein in Russland beliebtes soziales Netzwerk betreibt.

USA: Ausgesetzte Russland-Sanktionen werden 60 Tage lang geprüft

US-Präsident Donald Trump wird die ausgesetzten Sanktionen gegen Russland bis zu 60 Tage lang prüfen. In dieser Zeit sollten die wirtschaftlichen Auswirkungen bewertet werden, sagt Außenminister Marco Rubio. Trump selbst erklärt, er habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Er hatte die Sanktionen und Zölle am Freitag angesichts hoher Energiepreise ausgesetzt.

Samstag, 17. Oktober

Das militärisch wichtige Satelliteninternet Starlink funktioniert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj über der Ukraine weiterhin nur gedrosselt. Tests in europäischen Ländern hätten überdies ergeben, dass die Drosselung nur sein Land betreffe, sagte Selenskyj in Kiew. "Das heißt, es handelt sich um eine geplante Operation", folgerte er. Drohnen, die schneller als 161 Kilometer in der Stunde fliegen, würden weiterhin den Kontakt zu den Starlink-Satelliten verlieren und dann verloren gehen, sagte der Präsident. Dies behindert ukrainische Drohnen sowohl bei der Abwehr russischer Jetdrohnen als auch bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen.

In einer Phase eskalierender russischer Luftangriffe klagt das ukrainische Militär seit Mitte der Woche über die Geschwindigkeitsbegrenzung. Starlink gehört zum Firmenreich von Elon Musk, die militärisch genutzte Sonderfunktion Starshield wird nach Musks Angaben aber vom Pentagon kontrolliert. Aussagen von Musk und aus dem Weißen Haus gaben kein klares Bild des Vorgangs. Zwischenzeitlich berichteten Medien in Kiew unter Berufung auf das ukrainische Militär, Starlink funktioniere wieder ohne Begrenzung. Zu den Tests sagte Selenskyj, man habe Autos in EU-Ländern mit einem Tempo von 180 Kilometern pro Stunde fahren lassen. Deren Satellitenverbindung sei nicht abgerissen. "Wir verfügen über entsprechende Aufzeichnungen und Beweise", sagte Selenskyj.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Die US-Führung von Präsident Donald Trump versteht sich nicht mehr als Unterstützer der Ukraine, sondern als Vermittler. In mehreren Schritten der vergangenen Woche ist Trump aber Moskau entgegengekommen und hat den Druck auf Kiew verstärkt.

Besetzte Gebiete in der Ukraine: Das Schicksal Tausender Menschen ist ungewiss – ein Gastbeitrag

Russland hält Tausende ukrainische Zivilisten in Gefangenschaft. Einen Weg nach Hause gibt es kaum. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Deutscher in der ukrainischen Armee: "Dort hat es angefangen, dort wird es enden"

Alexander Gertz dient seit 2023 als Sanitäter in der ukrainischen Armee. Sein Fronttagebuch zeigt den Kriegsalltag im Donbass. Ein Gespräch über das Vergessen, die Angst zu sterben und skurrile Szenen zwischen Ukrainern und Russen. Lesen Sie das ganze Interview hier.

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Selenskyj kritisiert Aussetzung von US-Sanktionen

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat die Aussetzung der neuen US-Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump kritisiert. Eine Lockerung des Drucks auf Russland und finanzielle Belohnungen seien für Kremlchef Wladimir Putin nur Ansporn, weiter zuzuschlagen, teilte Selenskyj in einem Beitrag bei Telegram mit. Er beklagte dabei, dass Trump sich zu dem Schritt entschlossen habe, einen Tag nachdem Moskau einen der massivsten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ausgeführt habe.

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