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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj legt gegen die USA nach

Wolodymyr Selenskyj in Brüssel: Er geht einen Verdacht gegen die USA. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)
Verzögerte Lieferungen von Patriot-Raketen verschärfen die Spannungen zwischen der Ukraine und den USA. Selenskyj spricht von Drosselung. Alle Nachrichten im Newsblog.
Dienstag, 20. Oktober
US-Gesandte reisen nach Norwegen
Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der Nahost-Gesandte Steve Witkoff reisen Insidern zufolge in dieser Woche zu einer neuen Verhandlungsrunde über ein Ende des Krieges in der Ukraine nach Norwegen. Zwei der drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen sagten, sie erwarteten auch die Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Zeitplan sei jedoch vorläufig und könne sich noch ändern. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Trump offen für Treffen mit Xi und Putin
US-Präsident Donald Trump hat sich offen für einen Dreiergipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gezeigt. "Ich würde es tun", sagte Trump am Montag vor Journalisten in Washington. Vereinbart sei das Treffen aber noch nicht. Nach Trumps Angaben würden bei einem solchen Gipfel Atomwaffen und die Denuklearisierung im Mittelpunkt stehen, der Ukraine-Krieg könne aber auch zur Sprache kommen.
"Ich würde es tun, aber nicht so sehr wegen der Ukraine, denn Russland hat sich, ehrlich gesagt, in Bezug auf die Ukraine gut verhalten. Sie haben nicht viel gemacht", sagte Trump ungeachtet der anhaltenden russischen Luftangriffe auf die Ukraine.
Montag, 19. Oktober
Klitschko: Werden niemals kapitulieren
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat mit eindringlichen Worten an die Solidarität in Europa im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine appelliert. "Wir wollen nie wieder Krieg in Europa. Frieden braucht unsere gemeinsame Verantwortung. Freiheit braucht Menschen, die füreinander einstehen", sagte Klitschko (55) in einer Videobotschaft bei einer Preisverleihung in Berlin.
Er wolle "für Millionen Flüchtlinge in Europa sorgen" und dass "Europa uns deshalb im Stich lässt und wir kapitulieren. Aber das wird nie passieren". Eine zentrale Frage laute: "Warum soll unser Traum einer europäischen Zukunft mit einem so hohen Preis bezahlt werden?", so Klitschko. Die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft in Europa gebe vielen Menschen in der Ukraine die Kraft durchzuhalten.
Ursprünglich hatte er vor, seine Auszeichnung, den European Future Award, in Berlin persönlich entgegenzunehmen, wie er weiter sagte. Doch die Situation in Kiew habe sich dramatisch zugespitzt, so dass er vor Ort bleiben müsse. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion.
Selenskyj legt gegen USA nach
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert Entscheidungen der USA im Krieg gegen Russland. Verzögerungen bei Waffenlieferungen und Einschränkungen beim Austausch von Geheimdienstinformationen seien "unter Freunden schwer zu erklären", sagt er bei einem Treffen mit einer US-Kongressdelegation.
In einem Video auf Telegram beklagt er zudem fehlende Erklärungen für die eingeschränkte Nutzung des Satellitennetzwerks Starshield. Darüber hinaus habe die Ukraine zuletzt dreimal keine Warnungen vor russischen Angriffen von ihren Partnern erhalten. Das Pentagon verzögere außerdem die Lieferung bereits bezahlter Raketen. "All dies deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zu drosseln", sagt Selenskyj.
Trump: Selenskyj soll andere verhandeln lassen
Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump sollte anstelle des ukrainischen Staatsoberhaupts Wolodymyr Selenskyj jemand anderes die Friedensverhandlungen mit Russland führen. "Vielleicht ist es für Selenskyj an der Zeit, jemand anderen verhandeln zu lassen", sagt Trump vor Journalisten. Er hatte im Oktober eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs gefordert. Russland verhalte sich mit Blick auf die Ukraine "in Ordnung" und mache "nicht viel", fügt Trump hinzu. Die USA stellten der Regierung in Kiew weiterhin Geheimdienstinformationen zur Verfügung.
Rubio widerspricht der Ukraine
US-Außenminister Marco Rubio hat Anschuldigungen aus der Ukraine über zurückgehaltene Informationen zurückgewiesen. "Es gab keine Unterbrechung", sagte er vor Reportern in Usbekistan. Er zeigte sich vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj irritiert.
Selenskyj hatte heute beklagt, abermals nicht von den Partnern seines Landes vor russischen Angriffen vorgewarnt worden zu sein. Rubio zeigte sich darüber unwissend. Zugleich sagte er, es habe "vor einigen Nächten ein Softwareproblem" beim ukrainischen Frühwarnsystem gegeben. Daraufhin habe das für Europa zuständige US-Militärkommando Eucom den Sachverhalt untersucht.
Allerdings schwächte die ukrainische Luftwaffe Selenskyjs Kritik wenig später ab. Luftwaffensprecher Jurij Ihnat erklärte im örtlichen Nachrichtenfernsehen, dass in der Nacht keine rechtzeitige Warnung vor der ersten Welle ballistischer Raketen erfolgt sei. Demnach gab es jedoch vor der zweiten Angriffswelle eine Information von den Verbündeten. Dies sei bereits mehrfach der Fall gewesen. Zur möglichen Ursache machte Ihnat keine Angaben.
Selenskyj: 16 russische Raketen auf Kiew – ohne Vorwarnung
Russland hat in der Nacht Kiew und die umliegende Region mit 16 ballistischen Raketen angegriffen. Dabei seien auch eine Klinik, eine Schule, eine U-Bahn-Station und Wohngebäude beschädigt worden. Zudem habe Russland mehr als 200 Drohnen eingesetzt. Das schreibt Präsident Selenskyj auf der Plattform X und kritisiert, dass die Ukraine erneut keine frühzeitige Warnung von ihren Partnern erhalten habe.
Nach russischen Angriffen in der Nacht und am Morgen in mehreren ukrainischen Regionen wurden mehr als zehn Energieinfrastrukturanlagen beschädigt. Als Folge waren wohl mindestens 550.000 Familien ohne Strom. Selenskyj warf Russland vor, den Krieg durch weitere Angriffe in die Länge zu ziehen, und forderte die Partner auf, die Ukraine bei der Luftverteidigung weiter zu unterstützen.


3 days ago
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