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Ukraine-Krieg aktuell: EU-Land will Ukraine-Hilfen verweigern

1 day ago 2

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

EU-Land will Ukraine-Hilfen verweigern

Von dpa, afp, reuters, t-online, pa, jse


Aktualisiert am 20.10.2026 - 21:57 UhrLesedauer: 10 Min.

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Wolodymyr Selenskyj steht vor einem Flugabwehrsystem des Typs Patriot (Archivbild). (Quelle: Jens Büttner/dpa)

Bulgarien will sich nicht an weiteren Hilfen für die Ukraine beteiligen. Polen kann derweil keine weiteren Patriots schicken. Alle Nachrichten im Newsblog.

Dienstag, 20. Oktober

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Trump sagte, er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.

Trump fordert Ukraine zu Abkommen mit Russland auf

US-Präsident Donald Trump fordert die Ukraine auf, einem Abkommen zur Beilegung des Krieges mit Russland zuzustimmen. "Die Ukraine muss diesen Krieg beenden wollen", sagte Trump vor Journalisten im Oval Office. Russland sei im Vorteil, da das Land wie "eine große Maschine" unaufhaltsam vorrücke und bereits "ein sehr großes Stück Land" eingenommen habe, erklärte Trump weiter.

Nach Treffen mit Selenskyj: US-Gesandter reist nach Russland

Im Ringen um Frieden in der Ukraine reist US-Unterhändler Steve Witkoff nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern in Oslo weiter nach Russland. "Steve Witkoff wird morgen nach Sankt Petersburg fliegen, um dort Gespräche mit der russischen Führung zu führen", sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre, der mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb Gastgeber der Gespräche in Norwegen war, am Dienstagabend. Dabei sollen laut Støre "die Vorschläge, die europäische und amerikanische Kollegen erarbeitet haben", vorgelegt werden.

Bei den Gesprächen in Oslo hätten die Parteien etwa Sicherheitsgarantien für die Ukraine, territoriale Fragen, Sanktionen sowie die europäische Sicherheit nach dem Krieg diskutiert, hieß es. Zugeschaltet waren bei dem Treffen neben US-Unterhändler Jared Kushner nach Angaben norwegischer Medien auch Vertreter mehrerer europäischer Länder, darunter Deutschland sowie der EU und der Nato. "Wir sind bereit für Verhandlungen", betonte Selenskyj. "Wir verlieren den Krieg nicht, aber wir verlieren Menschenleben. Und weil Russland angreift, verlieren wir Menschenleben und Zeit."

Selenskyj dankt den USA für neue Geheimdienstinformationen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt den USA dafür, dass die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Frühwarnungen vor russischen Angriffen mit ballistischen Raketen wiederaufgenommen worden sei. Auf einer Pressekonferenz in Oslo nach Gesprächen mit US-Unterhändlern sagte Selenskyj, die Ukraine verliere den Krieg gegen Russland nicht. Kiew beklage jedoch den Verlust von Menschenleben und sei entschlossen, Wege zum Frieden zu finden. Er bekräftigt die Hoffnung der Ukraine, bei einem trilateralen Spitzentreffen Schlüsselfragen für ein Ende des Krieges zu erörtern.

Vizepräsidentin von EU-Parlament geht wegen ukrainischer Stadt in Hungerstreik

Pina Picierno, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, geht in einen Hungerstreik. Sie will "internationale Aufmerksamkeit" auf die Situation in Oleshky, einer Stadt im besetzten Teil der ukrainischen Region Cherson, zu lenken.

"Wir müssen einen sofortigen humanitären Waffenstillstand, die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten sowie die Möglichkeit der sicheren Evakuierung von Zivilisten fordern, die die Stadt verlassen möchten", sagte sie.

Nato plant Entsendung "zusätzlicher Mittel" ans Schwarze Meer

Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens hat die Nato die Entsendung "zusätzlicher Mittel" in die Schwarzmeerregion angekündigt. Dazu gehörten "Unterstützung für Überwachung, Aufklärung und forensische Analyse", erklärte Nato-Sprecherin Allison Hart nach einem Treffen der Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüssel am Dienstag im Onlinedienst X. "Wir werden weiterhin geschlossen auftreten und dafür sorgen, dass wir bereit und in der Lage sind, jeder Bedrohung zu begegnen", fügte sie hinzu.

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Bulgarien lehnt Beteiligung an neuer EU-Finanzhilfe für Kiew ab

Bulgarien wird sich nach den Worten von Regierungschef Rumen Radew nicht mehr an einer neuen Finanzhilfe der Europäischen Union (EU) für die Ukraine beteiligen. Beim jüngsten EU-Gipfel forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von der EU weitere 70 Milliarden Euro für das kommende Jahr, um im Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg bestehen zu können.

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"Wie kommt euch das vor dem Hintergrund von all dem, das in Europa geschieht, vor? Bulgarien kann auf keiner Weise an diesen 70 Milliarden (Euro) beteiligt sein", sagte Radew vor Journalisten in der Kleinstadt Twardiza, wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtete.

Der bulgarische Regierungschef erinnerte daran, dass die EU der Ukraine im vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt hatte. Für dieses Darlehen hatten drei EU-Staaten – Ungarn, Tschechien und die Slowakei – ausgehandelt, nicht an den Kosten beteiligt zu werden. Bulgarien war allerdings daran noch beteiligt.

Polen stellt Ukraine keine Patriots zur Verfügung

Polen kann der Ukraine nach eigenen Angaben keine Patriot-Raketen mehr zur Verfügung stellen. Außenminister Radosław Sikorski sagt in einem Interview mit "pap.pl.", innerhalb der Nato gebe es aber noch Staaten, die die Ukraine unterstützen könnten. "Russland produziert mehr Raketen, als uns Abfangflugkörper zur Verfügung stehen, um sie abzuwehren", sagte Sikorski über die Nato. Er appellierte andere Nato-Staaten, Patriot-Systeme mit der Ukraine zu teilen.

Ukraine-Gipfel mit Trump, Putin und Xi: Der Albtraum wird wahr

Donald Trump wendet sich Wladimir Putin zu und setzt die Ukraine unter Druck. Vor einem schweren Kriegswinter droht Kiew ein gefährlicher Machtpoker – bei dem China zum Gewinner werden könnte. Lesen Sie hier mehr dazu.

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