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Trump-Schwiegersohn plant wohl Milliardendeal mit Putin
03.10.2026 - 23:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Wladimir Putin mit Steve Witkoff und Jared Kushner: Haben die drei einen Milliardendeal besprochen? (Quelle: Russia President Office/imago-images-bilder)
Die Trump-Regierung will offenbar bei einem Milliardendeal mit dem russischen Konzern Lukoil helfen. Ein entsprechender Vertrag sei mit Putin besprochen, berichtet die "New York Times".
Die US-Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen sich auf ein milliardenschweres Geschäft mit dem russischen Ölkonzern Lukoil ausgeweitet haben. Wie die "New York Times" berichtet, sollen US-Unterhändler Präsident Wladimir Putin den Verkauf von Lukoil-Vermögenswerten im Wert von rund 20 Milliarden Dollar vorgeschlagen haben. Die Hoffnung der US-Regierung bestehe demnach darin, dass das Geschäft Putin zu Zugeständnissen bei Friedensverhandlungen bewegen könnte. Käufer soll eine Investorengruppe mit Verbindungen zu Trump werden. Die US-Regierung müsste den Kauf genehmigen, wenn US-Investoren beteiligt sind.
Putin soll das mögliche Geschäft bei einem Treffen mit den US-Unterhändlern Jared Kushner und Steve Witkoff Anfang September in Moskau selbst angesprochen haben. Lukoil steht unter US-Sanktionen, betreibt aber auch 200 Tankstellen in den Vereinigten Staaten. Vornehmlich geht es um das Auslandsgeschäft des russischen Konzerns. Dazu zählen Ölfelder, Raffinerien und ein großes Tankstellennetz. Der Konzern produziert in seinen Anlagen in Rumänien, den Niederlanden und Bulgarien Kerosin, das auf dem Weltmarkt knapp geworden ist. Die USA könnten damit Zugriff auf den Treibstoff bekommen.
USA hoffen auf sinkende Spritpreise
Die US-Regierung erwartet dem Bericht zufolge zudem, dass ein Deal die Energiepreise senken könnte, weil man günstig an Rohstoffe komme. Der russische Präsident hofft, dass ein Vertrag eine Signalwirkung im Westen habe und westliche Firmen wieder Geschäfte mit Russland machen – trotz des russischen Angriffskriegs.
In einer Stellungnahme bestätigte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der "New York Times", dass Witkoff und Kushner an den Verhandlungen mitgewirkt hätten. Sie sollten sicherstellen, dass diese "eine beträchtliche Vorauszahlung und eine Gewinnbeteiligung für die Vereinigten Staaten" beinhalten.
Trump will mit Russland Geschäfte machen
Seit Anfang letzten Jahres wirbt Trump mit dem Versprechen von Geschäftsabschlüssen mit Russland und bezeichnet das Land als "enorme Chance".
Nach Recherchen des "Wall Street Journal" hatte zunächst die amerikanische Investmentfirma Carlyle ein Angebot abgegeben. Doch dann sei eine neue Investorengruppe auftrat, die von Todd Boehly, einem Unterstützer von Donald Trump, geführt wird. Zwar sollen die USA den Informationen zufolge einen großen Anteil an den Lukoil-Vermögenswerte bekommen, die Mehrheit wird aber ein Konglomerat aus Katar haben. Die beiden Geschäftsleute Moutaz Al-Khayyat und Ramez Al-Khayyat haben ebenfalls gute Beziehungen zu Trump: Sie sind Geschäftspartner mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Ivanka Trump bei einem Ressort-Projekt in Südalbanien.


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