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Russland zu neuem Dreiertreffen mit USA und Ukraine bereit

9 hours ago 1

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Aktualisiert am 21.10.2026 - 19:48 UhrLesedauer: 4 Min.

 Putin beginnt Gespräche mit US-UnterhändlernVergrößern des Bildes

In St. Petersburg gab es etwa dreistündige Gespräche über mögliche Auswege aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (Quelle: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa/dpa-bilder)

Rund drei Stunden sprechen US-Unterhändler Witkoff und Kremlchef Putin über neue Vorschläge für eine Lösung im Ukraine-Krieg. Ein bewährtes Gesprächsformat soll wieder aufleben.

Russland ist nach Kreml-Angaben bereit zu einer Fortsetzung dreiseitiger Gespräche mit den USA und der Ukraine im November. Das habe Präsident Wladimir Putin dem US-Sondergesandten Steve Witkoff bei ihrem Treffen in St. Petersburg signalisiert, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Angesichts des seit viereinhalb Jahren dauernden Ukraine-Kriegs solle es um "das Hauptthema" gehen: "Das Thema betrifft den Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine", wurde Uschakow zitiert. Als möglichen Termin nannte er die Zeit nach dem 10. November, ein möglicher Ort könne Abu Dhabi sein.

In dem Dreierformat USA, Russland und Ukraine hatte es zuletzt im Februar in Genf Gespräche gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Weiße Haus bestätigte, Kiew und Moskau hätten den Vorschlag für ein weiteres Treffen auf technischer Ebene in diesem Format akzeptiert.

Neue Vorschläge - Bewegung bei den Europäern?

Nach seinen Treffen mit Ukrainern und Europäern am Dienstag in Oslo überbrachte Witkoff Putin neue Vorschläge zur Beendigung des Krieges. Das Treffen im Konstantinpalast in St. Petersburg dauerte drei Stunden, wie der Kreml mitteilte. Witkoff habe berichtet, dass es "einige neue Ansätze bei den Europäern und bei Kiew" gebe, sagte der Putin-Berater Uschakow. "Aber uns stellen diese Nuancen, um es so zu sagen, nicht völlig zufrieden."

Details zu den veränderten Positionen nannte er indes nicht. Auf die Frage nach einem möglichen Ende des Krieges antwortete er: "Ich weiß nicht, wie weit wir dem näherkommen, aber es läuft darauf zu."

Trump lobt Freilassung von US-Amerikaner

Zum Auftakt gab Putin die Freilassung eines US-Amerikaners bekannt, der 2024 zu langer Haft verurteilt worden war, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen gekämpft haben soll. Stephen Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, sagte der Präsident. Witkoff dankte Putin für die Freilassung des über 70-Jährigen. Hubbards Familie und die Amerikaner seien froh darüber.

US-Präsident Donald Trump lobte die Freilassung durch Putin. "Für diese Freilassung war kein "Austausch" erforderlich", teilte er in seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit. Die USA hätten keine Gegenleistung erbringen müssen. Trump sprach von "einer für Russland beispiellosen Situation". Hubbard sei aus humanitären Erwägungen freigelassen worden, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Hoffnung auf neue Ukraine-Verhandlungen

Putin selbst dankte Trump erneut, dass er sich um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs bemühe. Er machte deutlich, dass er sich ein Treffen mit Trump und Pekings Partei- und Staatschef Xi Jinping im November am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen Shenzhen im November wünscht.

Peskow sagte im Interview des russischen Staatsfernsehens erneut, dass es Sache der ukrainischen Seite sei, die notwendigen Schritte für einen Frieden zu ergreifen. Russland fordert seit langem als Bedingung für einen Waffenstillstand, dass sich die Ukraine komplett aus dem Gebiet Donezk zurückzieht. Kiew kontrolliert dort noch strategisch wichtige Städte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt ein solches Geschenk an Putin kategorisch ab, weil es für Kiew einer Kapitulation gleichkäme.

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