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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayEine der größten unabhängigen Medien der Türkei ist blockiert. Die Regierung wirft der Seite »LGBT-Propaganda« vor. Die Opposition warnt vor einer Verleumdungskampagne.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, sbo 1. Oktober 2026, 0:38 Uhr
Die türkische Regierung hat das unabhängige Onlinemediums T24 gesperrt. Es handelt sich um eine der größten unabhängigen Nachrichtenseiten des Landes. Es sei festgestellt worden, dass die Website und ihre Onlinekonten im vergangenen Jahr 118 Inhalte mit »LGBT-Propaganda« produziert hätten, , teilte das Justizministerium mit.
Laut der türkischen Initiative zur Überwachung von Internetzensur Engelliweb wurden sowohl der Zugang zur Internetseite des Nachrichtenportals T24 blockiert, als auch der X-Account der Seite, dem rund zwei Millionen Menschen folgen. T24-Chefredakteur Gökçer Tahincioğlu schrieb auf X, die Sperre sei das Resultat einer Verleumdungskampagne gegen das Medium.
Die Seite T24 wurde 2009 gegründet und ist eines der größten Online-Medien in der Türkei, das auch regierungskritisch berichtet. Oppositionsführer und Vorsitzender der Yeni Parti, Özgür Özel, teilte auf X mit: »In einem Land, in dessen Verfassung steht: ›Die Presse ist frei und darf nicht zensiert werden‹, wird einem Medienunternehmen, das Millionen von Menschen mit Nachrichten versorgt, durch einen Beschluss des Strafgerichts aus nichtigen Gründen die Tür verschlossen.« Er forderte, die Sperre rückgängig zu machen.
Türkei auf Rangliste der Pressefreiheit weit hinten
In den vergangenen Wochen wurden in der Türkei zahlreiche X-Accounts gesperrt. Zunächst erfolgten die Sperrungen im Kontext der Operation »Meine Familie ist sicher«, bei der LGBTQ-Vereine durchsucht und Aktivisten festgenommen wurden, denen die Staatsanwaltschaft unter anderem Obszönität vorwirft. Auch Accounts von Journalisten und Finanzexperten wurden gesperrt, die sich zu dem neuerlichen Börsenskandal in der Türkei geäußert hatten. Allein am Mittwoch wurden laut »Engelliweb« mindestens 147 X-Accounts gesperrt.
Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen belegt die Türkei in diesem Jahr den 163. Platz von 180. Präsident Recep Tayyip Erdoğan beleidigt außerdem immer wieder queere Menschen und greift ihre Rechte an.


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