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Weitere Festnahme wegen Nord-Stream-Anschlägen
Aktualisiert am 19.08.2026 - 12:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Mehrere Sprengungen in der Nähe der dänischen Ostseeinsel Bornholm hatten die beiden Nord-Stream-Pipelines im September 2022 beschädigt. (Archivbild) (Quelle: -/Danish Defence Command/dpa/dpa-bilder)
Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 ist ein ausgebildeter Taucher gefasst worden. Er wurde in Kroatien festgenommen.
Die Bundesanwaltschaft hat im Kontext der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines am Mittwochmorgen nach eigenen Angaben einen ukrainischen Staatsbürger im kroatischen Pula festnehmen lassen. Der Beschuldigte Vladimir Z. sei wegen des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage und der Zerstörung von Bauwerken dringend tatverdächtig.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den Mann, der im Herbst 2025 bereits in Polen festgenommen worden war. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag damals ab, der Ukrainer kam frei.
Z. sei ausgebildeter Taucher und gehöre zu einer Gruppe von Personen, die im September 2022 nahe der dänischen Insel Bornholm Sprengsätze an den Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 platzierte. Die Ukraine soll an den dazu erforderlichen Tauchgängen beteiligt gewesen sein. Am 26. September detonierten die Sprengsätze und verursachten an beiden Pipelines schwere Schäden.
Die Gruppe soll für den Anschlag eine Segelyacht genutzt haben, die in Rostock gestartet und mithilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelmänner bei einem deutschen Unternehmen angemietet worden sei.
Erste Festnahme im August 2025
Eine erste Festnahme in dem Fall gab es im August 2025. Damals wurde Serhii K., ein früherer ukrainischer Offizier, im Urlaub in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Ende Juni klagte ihn die Bundesanwaltschaft als Mittäter eines Kriegsverbrechens des Angriffs gegen zivile Objekte an, außerdem wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken und der Störung öffentlicher Betriebe.
Bei den Anschlägen im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Sie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz zuvor gestoppt, mutmaßlich als Reaktion auf die westlichen Sanktionen angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.


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