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Wahlumfrage zeigt deutlichen Prognose-Trend

Das Schweriner Schloss am Schweriner See ist Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Rupert Oberhäuser/imago)
Im September findet in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahl statt. Die Umfragen vor der MV-Wahl sehen die AfD vor den anderen Parteien.
Die neunte Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern (kurz: MV-Wahl oder MV-Landtagswahl) findet am 20. September 2026 statt. 19 Parteien stehen am Wahlsonntag auf dem Stimmzettel. Insgesamt stellen sich 313 Kandidatinnen und Kandidaten für einen Sitz im Schweriner Landesparlament zur Wahl.
Wahlberechtigt sind bei der MV-Landtagswahl 2026 alle Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die zum Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Darüber hinaus müssen sie nach dem Melderegister seit mindestens 37 Tagen ihren Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben und dürfen nicht durch einen Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.
Wahlumfragen in Mecklenburg-Vorpommern bilden Trend ab
Die Umfragen vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern geben zum Zeitpunkt der Erhebung nur Aufschluss darüber, welche Tendenz sich für die MV-Wahl 2026 abzeichnet. Eine genaue Prognose im Hinblick auf die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern lässt sich durch die Wahlumfragen allerdings nicht abbilden.
Vielmehr sind die Umfragen vor der MV-Wahl 2026 eine Momentaufnahme, die zum großen Teil den aktuellen Stand zeigen, wie die Parteien bei aktuellen Themen punkten, die zu dem Zeitpunkt die politische Debatte bestimmten.
Umfragen für die MV-Wahl 2026 im Überblick
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt es zu zahlreichen Veröffentlichungen von Umfrageergebnissen. Die aktuelle Wahlumfrage wurde im Auftrag des NDR von Infratest dimap für den 9. Juli 2026 erhoben.
In der Umfrage zur MV-Wahl 2026 kam die AfD auf 36 Prozent, während die SPD mit der aktuellen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 29 Prozent erreichte. Als drittstärkste Kraft kann sich die Linke mit zwölf Prozent etablieren. Die CDU kommt auf neun Prozent und die Grünen bangen mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag. Nach den aktuellen Zahlen aus der Umfrage würden das BSW (vier Prozent) und die FDP an der Fünfprozenthürde bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern scheitern. Die Liberalen mit unter drei Prozent zählen nur zu den Sonstigen, die insgesamt fünf Prozent auf sich vereinen.
Insa-Wahlumfrage sieht AfD in Mecklenburg-Vorpommern vorn
Auch andere Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sehen die AfD mit klarem Vorsprung an der Spitze. Die Insa-Wahlumfrage im Auftrag des "Nordkuriers" für den 22. Juni 2026 weist die Partei um Spitzenkandidat Leif-Erik Holm bei 35 Prozent aus.
Die SPD hingegen kommt auf 28 Prozent, während die Linke mit elf Prozent und die CDU mit zehn Prozent darum ringen, wer sich bei den Umfrageergebnissen für die MV-Landtagswahl als drittstärkste Kraft etabliert.
Das BSW schafft in dieser Umfrage mit sechs Prozent knapp die Fünfprozenthürde. Die Grünen mit vier Prozent und die FDP mit drei Prozent hingegen müssen bei der MV-Wahl 2026 bangen, ob sie den Sprung in den Landtag überhaupt schaffen, während die sonstigen Parteien in der Wahlumfrage die restlichen drei Prozent auf sich vereinen.
AfD führt vor der SPD in Umfrage zur MV-Landtagswahl
Bei der Umfrage zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag des NDR für den 13. Mai 2026 erhielt die AfD 36 Prozent der Stimmen. Die SPD lag mit 27 Prozent auf dem zweiten Platz, während sich die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Simone Oldenburg und 13 Prozent etwas von der CDU absetzen konnte, die zehn Prozent auf sich vereinte.
Derweil müssen drei Parteien um den Einzug ins Parlament bangen. Das BSW, das fünf Prozent erhielt, übersprang die Fünfprozenthürde nur knapp, während die Grünen nur vier Prozent bekamen. Bei der FDP standen die Chancen auf einen Einzug in den Schweriner Landtag bereits im Mai äußerst schlecht. Die Liberalen wurden zusammen mit den restlichen Parteien unter den Sonstigen geführt, die zusammen nur drei Prozent erreichten.
Grüne könnten Schwesigs Hoffnung stützen
Laut der aktuellen Umfrage zur MV-Wahl 2026 hätte Schwesigs rot-rote Koalition die Mehrheit verloren. Sollten die Grünen bei der Landtagswahl den Sprung über die Fünfprozenthürde schaffen, wäre aber knapp ein rot-rot-grünes Bündnis möglich.
Abseits der AfD reicht es für andere Koalitionen jedoch nicht, weil die CDU gleichzeitig auch Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt.
Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Wie verlässlich sind Umfragen?
Die Forschungsgruppe Wahlen hat sich mit der Aussagekraft und dem möglichen Einfluss von Wahlumfragen befasst. Das Institut weist darauf hin, dass die sogenannte Sonntagsfrage lediglich die aktuelle politische Stimmung abbildet, aber nicht zwingend vorhersagt, wo die Menschen später tatsächlich ihr Kreuz auf dem Stimmzettel für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern setzen werden.
Umfragen können die Wahlentscheidung dennoch maßgeblich beeinflussen. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Universitäten Potsdam und Wien: Parteien, die in Umfragen nahe der Fünfprozenthürde liegen, scheitern am Wahltag tatsächlich deutlich häufiger am Einzug ins Parlament.
Eine präzise Prognose wird zudem dadurch erschwert, dass Befragte ihre tatsächlichen Einstellungen in Umfragen nicht immer unverfälscht wiedergeben. Darüber hinaus entscheiden sich immer mehr Wählerinnen und Wähler erst kurz vor dem Wahltag, welche Partei sie auf dem Stimmzettel ankreuzen.


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