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Jetzt schießt Barack Obama gegen Donald Trump
Aktualisiert am 19.10.2026 - 09:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Barack Obama (Archivbild): Der demokratische Politiker war von 2009 bis 2017 der erste schwarze Präsident der USA. (Quelle: IMAGO/Chicago Tribune/TNS/ABACA/imago)
Nach einer Durchsuchung bei der demokratischen US-Abgeordneten Ilhan Omar erhebt Ex-Präsident Barack Obama schwere Vorwürfe gegen die Trump-Regierung. Er sieht demokratische Grundprinzipien gefährdet.
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Trump-Regierung nach einer Razzia bei der demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar scharf kritisiert. Auf der Plattform X warnte er kurz vor den US-Midterms davor, staatliche Behörden gegen Menschen einzusetzen, nur weil diese andere politische Ansichten vertreten.
Ein solches Vorgehen widerspreche grundlegenden demokratischen Prinzipien. Obama zufolge werde Omar, Kongressabgeordnete aus Minnesota, gezielt ins Visier genommen.
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Vor den Midterms 2026: Ermittlungen zu Omars Einbürgerung
Hintergrund ist eine Durchsuchung von Omars Wohnhaus im Großraum Washington durch Bundesbeamte rund drei Wochen vor den Midterms 2026. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" geht es bei den Ermittlungen unter anderem um ihre Einbürgerung und die Frage, ob sie zum damaligen Zeitpunkt 17 oder bereits 18 Jahre alt war. Davon hängt ab, ob sie die US-Staatsbürgerschaft im Rahmen der Einbürgerung ihres Vaters automatisch erhalten konnte oder einen eigenen Antrag hätte stellen müssen. Laut mit den Ermittlungen vertrauten Personen könnte die Untersuchung darauf abzielen, Omar die US-Staatsbürgerschaft zu entziehen.
Omar wurde in Somalia geboren und kam mit zwölf Jahren in die USA. Sie ist die erste somalisch-amerikanische Abgeordnete und gilt als eine der schärfsten Kritikerinnen von Präsident Trump und seiner Regierung. Sie selbst kritisierte die Durchsuchung ebenfalls und warf der Regierung vor, Strafverfolgungsbehörden gegen politische Gegner einzusetzen.
Obama: "Sollte alle Amerikaner empören"
Obama sieht in der Durchsuchung einen Versuch, eine politische Gegnerin einzuschüchtern. "Die Tatsache, dass irgendein Präsident oder irgendeine Regierung zu derart offenkundigen Einschüchterungsversuchen bereit ist, sollte alle Amerikaner empören", schrieb der frühere Präsident auf X. Er betonte zudem, dass ein solches Vorgehen künftig auch andere Politiker treffen könnte, sollte es zur Normalität werden.
Der frühere US-Präsident äußert sich nur selten zu aktuellen politischen Entwicklungen. Mit seiner Stellungnahme stellt er sich nun deutlich hinter Omar und weist die Vorwürfe der Trump-Regierung zurück.


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