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Irankrieg: Donald Trump hält Krieg gegen Iran für "so gut wie beendet"

2 months ago 19

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Mathis Gann

Irankrieg nähert sich laut US-Präsident Trump dem Ende

US-Präsident Donald Trump zufolge befinden sich Israel und die USA in ihrem Krieg gegen den Iran "weit vor dem Zeitplan". Dem US-Sender CBS sagte Trump:

"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet."

Donald Trump

Dabei wiederholte der US-Präsident die Behauptung, die Marine, Luftwaffe und Kommunikation der iranischen Streitkräfte seien vollständig zerstört worden. Auch Raketen und Drohnen würden zerstört und seien kaum noch einsetzbar. Gleiches gelte für entsprechende Produktionsstätten. "Wenn man sich das so ansieht, haben sie in militärischer Hinsicht nichts mehr übrig", sagte Trump.

Susanne Ködel

Huthi-Miliz gratuliert Iran zur Wahl von Oberstem Führer

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als Obersten Führer begrüßt. "Wir gratulieren der Islamischen Republik Iran, ihren Anführern und ihrem Volk, zur Wahl von (...) Modschtaba Chamenei als Obersten Anführer der Islamischen Revolution in dieser wichtigen und entscheidenden Phase", teilte die jemenitische Miliz über Telegram mit. Allein dass die Wahl unter diesen außergewöhnlichen Umständen stattfinden konnte, stelle einen bedeutenden Erfolg dar, sagte der Chef der Miliz, Abdul-Malik al-Huthi.

Die Huthi unterstützen den Iran "gegen Aggression und Tyrannei", hieß es weiter. Ob er mit dieser Äußerung einen Kriegseintritt der Miliz meint, führte al-Huthi nicht näher aus.

Mathis Gann

Iran kündigt an, Raketenangriffe auszuweiten

Irans Revolutionsgarde hat angekündigt, die Schlagkraft und Häufigkeit ihrer Raketenstarts zu erhöhen. Auch die Reichweite werde vergrößert, zitiert das iranische Staatsfernsehen den Kommandeur der Luft- und Raumfahrttruppe der Garde, Madschid Mussawi. Künftig würden keine Raketen mit Sprengköpfen von weniger als einer ​Tonne Gewicht mehr abgefeuert.

Mathis Gann

IAEA sieht keine Hinweise auf Abtransport von Uran aus iranischer Atomanlage

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sieht keine Anzeichen dafür, dass Uran aus der iranischen Atomanlage Isfahan abtransportiert worden ist. Die IAEA und andere Beobachter hätten anhand von Satellitenaufnahmen sowie anderer Mittel keine Bewegungen erkennen können, die auf einen Transfer des Materials hindeuten würden, sagte IAEA-Direktor Rafael Mariano Grossi. In der Anlage seien mehr als 200 Kilogramm auf bis zu 60 Prozent angereichertes Uran gelagert gewesen. Ein solcher Anreicherungsgrad ist technisch gesehen nur einen kleinen Schritt von waffenfähigem Uran mit einem Grad von 90 Prozent entfernt. 

Mathis Gann

Kuwait und Vereinigte Arabische Emirate verurteilen iranische Angriffe

Nach erneuten iranischen Angriffen auf Kuwait hat der Emir des Golfstaates deutliche Kritik an dem Nachbarland geübt. Kuwait sei von "einem brutalen Angriff durch ein benachbartes muslimisches Land" getroffen worden, sagte Scheich Meschal al-Ahmad al-Dschaber al-Sabah in einer Fernsehansprache. Sein Land habe ein "Recht auf Selbstverteidigung".

Kuwait betrachte den benachbarten Iran "als Freund", sagte der Emir. Dennoch sei Kuwait angegriffen worden, "obwohl wir die Nutzung unseres Landes, unseres Luftraums oder unserer Küsten für militärische Aktionen gegen dieses Land nicht gestattet haben und wir dies wiederholt über unsere diplomatischen Kanäle mitgeteilt haben", sagte Al-Sabah. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurden bei Angriffen auf Kuwait zwölf Menschen getötet.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate kritisierten, dass sie "auf völlig ungerechtfertigte Weise" zum Ziel von Angriffen geworden seien. Dennoch würden sich die Emirate "an keinen Angriffen gegen den Iran beteiligen", sagte der Botschafter der Emirate bei den Vereinten Nationen in Genf, Dschamal Al-Muscharach. Man wolle "nicht in einen Konflikt oder eine Eskalation hineingezogen werden", sagte er.

Mathis Gann

Sultan von Oman und irakischer Premier gratulieren Irans neuem Oberhaupt

Der Sultan von Oman, Haitham bin Tariq al-Said, hat dem neuen obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, zu dessen Wahl durch den Expertenrat gratuliert. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Omans. Auch der irakische Premierminister Mohammed Schia al-Sudani gratulierte dem neuen iranischen Oberhaupt in einem Post auf X.

Mathis Gann

Israels Militär gibt an, ein Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarde zerstört zu haben

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarde zerstört. Die Anlage sei im Rahmen einer Serie von Angriffen gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet. Zudem seien dort Drohnen gelagert worden. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Weiter teilte das Militär mit, mehrere iranische Raketenwerfer angegriffen zu haben.

Die staatliche iranische Rundfunkagentur IRIB berichtete von Angriffen auf diverse Militäranlagen im Westen Teherans

Susanne Ködel

Trump erwähnt Gespräche über Nutzung iranischer Ölreserven

Der Zugriff der USA auf die Ölreserven des Iran ist laut US-Präsident Donald Trump derzeit Gegenstand von Gesprächen. "Sicherlich hat man darüber gesprochen", sagt Trump dem Sender NBC News. Er verwies dabei auf das Vorgehen ​in Venezuela, wo US-Spezialeinheiten im Januar den Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen und Maßnahmen zur Kontrolle über die Ölexporte des Landes eingeleitet hatten. Für derartige Überlegungen sei es beim Iran allerdings noch zu früh, sagte der US-Präsident. Ein Großteil des iranischen Öls wird an China geliefert.

Leon Ginzel

Libanon meldet fast 500 Tote durch israelische Angriffe 

Seit Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon nach Behördenangaben fast 500 Menschen getötet worden. 486 Menschen seien seit vergangenem Montag getötet worden und 1.313 weitere verletzt, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. 

Nach erneutem Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel greift das israelische Militär wieder massiv in den Einflussgebieten der schiitischen Miliz im Libanon an. Unter Beschuss stehen vor allem die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut, große Teile im Südlibanon und weitere Gebiete im Osten des Landes. Unter den Toten sind nach Behördenangaben auch viele Kinder.

Leon Ginzel

Türkei bestellt Irans Botschafter ein

Die Türkei hat einem Insider zufolge den iranischen Botschafter wegen des erneuten Raketenbeschusses einbestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Kreise aus dem türkischen Außenministerium.

Die Nato-Luftabwehr hatte zuvor eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete über türkischem Gebiet abgefangen. Es ist bereits ​der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche, bei dem ein iranisches Geschoss den Luftraum des Nato-Mitglieds Türkei verletzte.

Mathis Gann

Atomanlage in Isfahan laut Atomenergiebehörde leicht beschädigt

Bei den Angriffen auf den Iran ist laut dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, die Atomanlage in Isfahan getroffen worden. Die Schäden an der Anlage schienen aber gering zu sein, sagte Grossi.

Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe habe es mehrere Einschläge an der Atomanlage in Natans gegeben sowie einen in Isfahan. All diese Einschläge seien jedoch "nicht sehr groß" gewesen, sagte Grossi. Satellitenbilder der Anlage in Natans zeigen Schäden an Gebäuden und im gesamten Komplex.

Mathis Gann

Israel gibt Tötung Hisbollah-Kommandeurs im Südlibanon bekannt

Im Zuge ihrer Offensive gegen die Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee eigenen Angaben zufolge den Kommandeur einer im Südlibanon agierenden Hisbollah-Einheit getötet. Das israelische Verteidigungsministerium teilte mit, Minister Israel Katz sei bei einem Besuch an der Grenze zum Libanon darüber informiert worden, dass Abu Hussein Ragheb bei einem Angriff in der Nacht getötet wurde. Er war demnach Kommandeur der Nasser-Einheit, einer von drei Hisbollah-Einheiten im Südlibanon.

Mathis Gann

Kaja Kallas fordert Israel auf, Angriffe im Libanon zu beenden

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Zwar habe Israel nach den Angriffen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, sagte Kallas. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere die ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei – mit schwerwiegenden humanitären Folgen.

"Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren."

Kaja Kallas

Nun gelte es, den Tod weiterer Menschen sowie Vertreibungen und eine regionale Eskalation zu verhindern. Zudem müssten die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanons geachtet werden.

Mathis Gann

Was sagt die Wahl Modschtaba Chameneis über den Kurs der iranischen Führung?

Die Öffentlichkeit im Iran weiß kaum etwas über Modschtaba Chamenei, den neuen obersten Führer des Iran. Staatsmedien zeigen kaum Bewegtbilder von ihm, eine "Dokumentation" über das neue geistliche und politische Oberhaupt des Landes dauert nicht einmal fünf Minuten. Zwar galt der Sohn von Ajatollah Ali Chamenei im inneren Machtzirkel der Islamischen Republik seit Jahren als einer der einflussreichsten Akteure, doch selbst unter regimetreuen Stimmen regt sich Kritik an der Entscheidung des Expertenrats.

Vor diesem Hintergrund schreibt mein Kollege Omid Rezaee, dass sich aus der Wahl Modschtaba Chameneis zum Nachfolger seines getöteten Vaters etwas ablesen lässt über den Zustand des iranischen Regimes.

Lesen Sie hier seinen Text über den neuen Führer in Teheran:

Mathis Gann

US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung nach Angriff auf Schule im Iran

Nach dem Angriff auf eine Schule im Iran mit zahlreichen Toten zu Beginn des Irankriegs haben Politikerinnen und Politiker der Demokraten in den USA eine unabhängige Untersuchung gefordert. Die US-Senatorin Jeanne Shaheen und weitere Vertreter der Partei riefen Verteidigungsminister Pete Hegseth auf, den Vorfall "vollständig und unparteiisch" zu untersuchen.

"Unabhängige Analysen deuten glaubwürdig darauf hin, dass der Angriff möglicherweise von US-Streitkräften durchgeführt wurde", hieß es in der Erklärung. Falls dies zutreffe, sei es einer der "gravierendsten Fälle mit zivilen Opfern" in Jahrzehnten von US-Militäreinsätzen im Nahen Osten. Nach iranischen Angaben wurden bei dem Angriff mehr als 150 Menschen getötet, darunter viele Schülerinnen.

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