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Orgo-Life the new way to the future Advertising by Adpathway"Botschaft an die USA"
Rebellen: Haben US-Pilot getötet und Flugzeug verbrannt
03.07.2026 - 11:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Flugzeug in Wamena (Symbolbild): Von dort war die Maschine losgeflogen. (Quelle: Kai Horstmann/imago-images-bilder)
Ein jahrzehntelanger Streit im Indopazifik eskaliert zunehmend. Nun haben Rebellen einen US-amerikanischen Piloten getötet – als Botschaft an die USA.
Separatistische Rebellen in Papua in Westneuguinea haben offenbar einen US-Piloten getötet und sein Kleinflugzeug mit sieben Insassen in Brand gesetzt. Das berichten unter anderem BBC und "Washington Post". Hintergrund ist ein seit Jahrzehnten bestehender Konflikt zwischen indigenen Papua und indonesischen Sicherheitskräften, der sich im vergangenen Jahr deutlich verschärft hat.
Den Berichten zufolge wurde Nicholas F. Goselin, der als Pilot für die indonesische Fluggesellschaft PT AMA arbeitete, am Donnerstag kurz nach seiner Landung auf dem Flugfeld Ipdeheik im Dorf Balinggama im Regierungsbezirk Yahukimo in der gebirgigen Provinz Papua Highlands erschossen. Am Freitag sei die Leiche des Piloten durch zehn Personen des Habema Operational Commands geborgen, einer Untereinheit des indonesischen Militärs, das explizit gegen die Nationale Befreiungsarmee Westpapuas (TPNPB) im Einsatz ist.
Kurz nach der Landung des Flugzeugs sei der Kontakt zu Goselin abgebrochen, schreibt die "Washington Post". An Bord des Flugzeugs befanden sich neben dem Piloten sieben einheimische Passagiere, die unverletzt blieben, teilte Indonesien mit. Goselin hatte sie von Wamena, der größten Stadt im Hochland von Papua, nach Yahukimo geflogen, schreibt Radio New Zealand.
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Der Sprecher der Rebellen, Sebby Sambom erklärte, das Flugzeug habe gegen das Verbot ziviler Flüge in den Gebieten verstoßen. Diese betrachtet die Separatistengruppe als ihre Operationszone. Sambom behauptete, zivile Flugzeuge seien eingesetzt worden, um indonesisches Militärpersonal und Nachschub in das abgelegene Landesinnere von Papua zu transportieren. Er sagte, der amerikanische Pilot sei getötet worden, weil das Flugzeug trotz der Warnung der Gruppe weitergeflogen sei. Das indonesische Militär dementierte, dass das Flugzeug zum Truppentransport genutzt wurde. Die Behauptungen konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Rebellen sprechen von "Botschaft" an die USA
Zudem erklärte Sambom, die Tötung sei eine Botschaft an die Vereinigten Staaten, die in den 1960er-Jahren das New Yorker Abkommen vermittelt hatten, mit dem der Weg dafür geebnet wurde, dass das die ehemalige Kolonie Niederländisch-Neuguinea unter indonesische Kontrolle geriet – ohne die Papuaer wirklich einzubeziehen.
"Wir übermitteln der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika über ihre Botschaft in Indonesien und den UN-Mitgliedstaaten, dass die Erschießung des amerikanischen Piloten die Quittung für einen Fehler der indonesischen, der Vereinigten Staaten von Amerika und der niederländischen Regierung ist", zitiert Radio New Zealand Sambom. Die Vereinten Nationen hätten es zudem versäumt, "die eigentlichen Ursachen des seit 64 Jahren andauernden Konflikts in Papua zwischen dem indonesischen Militär und der Westpapua Nationalen Befreiungsarmee anzugehen".
Ein Sprecher des US-Außenministeriums teilte Radio New Zealand lediglich mit, dass sie mit den ermittelnden indonesischen Behörden und der Familie des Piloten in Kontakt stehe und die Entwicklungen aufmerksam verfolge. Einen weiteren Kommentar dazu habe man aber nicht abzugeben.
Sorge vor einem Konflikt wächst
Eneko Bahabol, Menschenrechtsaktivist beim Papuanischen Kirchenrat, erklärte Radio New Zealand, dass Zivilisten in dem Dorf bereits in benachbarte Bezirke geflohen seien, weil sie befürchteten, dass es als Reaktion auf den Angriff eine Militäroperation geben werde. Indonesien habe seine Truppenpräsenz in der Region Papua so weit ausgebaut, dass dort im Verhältnis zur Bevölkerung mindestens sechsmal so viele Soldaten stationiert sind wie in jeder anderen Region Indonesiens.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Im Jahr 2024 wurde ein neuseeländischer Pilot von den T nach 19 Monaten Gefangenschaft durch dieselbe Gruppe freigelassen, nach langwierigen Verhandlungen von Beamten in Jakarta und Wellington.


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