PROTECT YOURSELF with Orgo-Life® QUANTUM TECHNOLOGY
Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayQuelle: dpa Hessen Aktualisiert am 1. Oktober 2026, 12:15 Uhr
Dass Kinder mit Schwierigkeiten beim Sprechen so früh wie möglich unterstützt werden müssen – darüber sind sich die Abgeordneten im hessischen Landtag einig. Uneinigkeit herrscht dagegen bei der Frage nach der besten Sprachförderung. Der Grünen-Abgeordnete Felix Martin forderte von der Landesregierung, das geplante Aus für die «Sprach-Kitas» zum Ende des Jahres zu stoppen und das Förderprogramm zwei Jahre weiter zu finanzieren. Damit gelinge ein nahtloser Übergang in ein neues, vom Bund unterstütztes Programm, sagte Martin.
In den «Sprach-Kitas» beraten und unterstützen Fachkräfte die Kita-Teams bei der sprachlichen Bildung. Bislang hat das Land diese zusätzlichen Sprachförderkräfte in rund zehn Prozent der Kitas in Hessen finanziert. Martin erklärte, ihn hätten etliche Zuschriften erreicht von besorgten Eltern, Kitas, Fachkräften und Gewerkschaften. Eine Kita-Leiterin aus Offenbach beispielsweise habe erklärt, das «Sprach-Kita»-Programm müsse «zwingend» weitergeführt werden für die Sprachentwicklung der Kinder.
FDP: Ressourcen dort einsetzen, wo sie gebraucht werden
Auch der FDP-Abgeordnete René Rock betonte: «Eine Förder- oder Personallücke darf es nicht geben.» Das bestehende Programm einfach für zwei Jahre zu verlängern, greife aber zu kurz. Rock forderte, die Sprachförderung in den Kitas dauerhaft so aufzustellen, «dass Kinder mit möglichst guten sprachlichen Voraussetzungen in die Schule starten».
In den ersten Lebensjahren falle das Lernen deutlich leichter, daher müsse die frühe Förderung von Kindern im Zentrum stehen. Rock forderte landesweit vergleichbare Maßstäbe für die frühzeitige Feststellung des Förderbedarfs. «Die Herausforderungen sind von Kita zu Kita unterschiedlich. Zusätzliche Ressourcen müssen deshalb dort eingesetzt werden, wo sie besonders gebraucht werden», sagte der FDP-Bildungsexperte.
AfD-Fraktion fordert Rechtsanspruch auf Sprachförderung
Gerhard Bärsch von der AfD-Fraktion erinnerte an einen Antrag seiner Fraktion im Juni, wonach das «Sprach-Kita»-Programm fortgesetzt und nach Bedarf ausgebaut werden sollte. Zudem sollte es einen Rechtsanspruch auf Sprachförderung ab einem Alter von drei Jahren geben sowie eine jährliche Sprachstandserhebung. Bärsch gab zu bedenken, dass die neue Förderung vom Bund für Sprachförderung in Kitas noch keine beschlossene Sache sei.
Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) erklärte, das Land entwickele die Sprachförderung für alle Kinder in allen Kitas mit einer eigenen Landesstrategie. Es werde nichts gekürzt; alle Mittel blieben erhalten. Es seien mit dem «Sprach-Kita»-Programm 337 halbe Stellen für Fachkräfte gefördert worden, die alle im System blieben. «Es fallen keine Stellen weg», betonte die Ministerin. Es wäre fatal, auf die Bundesgesetzgebung zu warten. Das Land handele jetzt.
Ministerin: Jedes Kind soll unterstützt werden
Hofmann erklärte, «Sprach-Kitas» hätten in einer Phase, in der die Weichen für die frühkindliche Bildung neu gestellt werden mussten, hervorragende Arbeit geleistet. Das Land sei mit Millioneninvestitionen in die Bresche gesprungen, als der Bund sich schrittweise aus der Finanzierung zurückgezogen habe. Die Mittel seien aber nach dem Windhundprinzip verteilt und nur rund zehn Prozent aller Kinder damit erreicht worden. Umso wichtiger sei deshalb, die Sprachförderung auf ganz Hessen auszudehnen. «Jedes Kind soll in der sprachlichen Entwicklung unterstützt werden», erklärte Hofmann.
© dpa-infocom, dpa:261001-930-772896/2


1 hour ago
7











English (US) ·
French (CA) ·
French (FR) ·