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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDie Gazadokumentation »Naza« wurde beim Filmfestival von Venedig ausgezeichnet. Der israelische Kulturminister Zohar wirft den Regisseuren »Verrat am Staat« Israel vor.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, sbo 14. September 2026, 1:50 Uhr
Der israelische Kulturminister Miki Zohar will den beiden preisgekrönten Regisseuren der Gazadokumentation Naza die Staatsbürgerschaft entziehen. Zohar warf der Filmemacherin Rachel Szor und ihrem Kollegen Yuval Abraham auf X »Verrat am Staat« Israel vor. Sie seien bereit, »ihrem Heimatland zu schaden, um Beifall von Antisemiten auf der ganzen Welt zu erhalten«. Er werde daher »unverzüglich Maßnahmen ergreifen«, um Szor und Abraham die israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen.
Naza war beim Filmfestival von Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet worden. Die Dokumentation war bei ihrer Premiere in Venedig mit 25 Minuten andauernden stehenden Ovationen gefeiert worden und wurde auch von Kritikern hochgelobt. In Naza berichten israelische Militärvertreter und Geheimdienstler anonym, wie die israelische Armee im Gazastreifen palästinensische Zivilisten tötete.
Israelische Armee weist vom Dokumentarfilm erhobene Vorwürfe zurück
Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir griff die beiden Filmemacher ebenfalls scharf an. »Ihr seid eine Schande und eine Blamage für das gesamte israelische Volk. Verschwindet!«, schrieb er auf X.
Der Entzug der Staatsangehörigkeit ist in Israel rechtlich möglich, wird jedoch selten angewendet. Der Oberste Gerichtshof bestätigte 2022, dass ein solcher Schritt möglich sei, wenn die Beschuldigten durch Spionage oder Verrat ihre »Loyalität« gegenüber dem Staat gebrochen haben. 2023 wurde das entsprechende Gesetz auf »Terror«-Delikte ausgeweitet. Ein Entzug der Staatsbürgerschaft muss demnach vom Innenminister beantragt, vom Justizminister genehmigt und schließlich von einem Richter bestätigt werden.
Die israelische Armee hatte die in dem Dokumentarfilm erhobenen Vorwürfe über die Massentötung von mutmaßlichen Hamas-Anhängern mithilfe von KI am Freitag zurückgewiesen. Die Dokumentation stütze sich auf Whistleblower, deren Identität »nicht verifiziert« werden könne, teilte die Armee mit.


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