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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayMilitärischer Zwischenfall an Nato-Grenze
Schickt Putin wieder "grüne Männchen" los?
Aktualisiert am 16.10.2026 - 09:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Wladimir Putin bei einem Truppenbesuch in Kursk: Steckt er hinter Provokationen an der Grenze zu Lettland? (Quelle: IMAGO/Kremlin Press Office/imago)
Bewaffnete Männer sind auf Nato-Gebiet in Lettland eingedrungen. Die Armee spricht von einer hybriden Bedrohung.
An der lettischen Grenze hat es einen Zwischenfall gegeben, der an die Vorbereitungen zur russischen Eroberung der Krim erinnert. Mehrere schwarz gekleidete und bewaffnete Männer überschritten von Belarus kommend die Grenze, wie der lettische Innenminister Jānis Dombrava berichtet.
Der Vorfall weckt Erinnerungen an das Jahr 2014, als Putin beschloss, sich die Krim einzuverleiben. Damals tauchten Anfang Oktober zunächst Soldaten ohne Hoheitsabzeichen in grünen Uniformen auf. Der Kremlherrscher nannte sie "lokale Selbstverteidigungskräfte", die Medien sprachen von "grünen Männchen". Erst später räumte er ein, dass es sich tatsächlich um russische Soldaten gehandelt hatte.
Der Vorfall an der Grenze zwischen Lettland und Belarus geht über das übliche Schmuggeln von Migranten hinaus. Dieses Mal gab es eine militärische Konfrontation. Wie das russische Investigativmagazin "istories" berichtet, hätten die Unbekannten zunächst versucht, etwa 20 Migranten über die Grenze zu bringen. Sie seien aber von lettischen Soldaten mit Waffengewalt zurückgedrängt worden. Doch Stunden später seien sie zurückgekommen.
Im Video | Animation zeigt: Das ist die Achillesferse der Nato
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Maskierte Männer hätten einen Verteilerkasten beschädigt und einige Überwachungskameras gestohlen. Dann seien sie über die Grenze nach Belarus zurückgekehrt.
"Die jüngsten Ereignisse bestätigen, dass gezielte Provokationen und hybride Bedrohungen an der lettisch-weißrussischen Grenze anhalten werden, wobei illegale Migration als Mittel eingesetzt wird, um Druck auf die Außengrenze Lettlands sowie auf die Europäische Union und die Nato auszuüben", erklärten die lettischen Streitkräfte in einer Stellungnahme.
"Schwarzrussen" bekennen sich zu Aktion
Belarus ist einer der wichtigsten Verbündeten Russlands. Das Land hat russischen Streitkräften die Stationierung von Truppen und Gerät im Angriffskrieg gegen die Ukraine erlaubt. Immer wieder werden von dort Angriffe auf die Ukraine durchgeführt.
Hinter der Aktion an der Grenze steckt nach eigenen Angaben die bislang unbekannte Gruppe "Chernyye Rusy" (Schwarzrussen). In sozialen Medien tauchte am 12. Oktober ein Video auf, in dem sich die Gruppe zu der Aktion bekennt.
"Wir bekennen uns offiziell zu dem Vorfall an der lettisch-weißrussischen Grenze in der Gemeinde Kaplava im Bezirk Krāslava. Wir bestätigen, dass in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober eine Gruppe von drei Aktivisten der 'Schwarzrussen' die Grenze überquerte und mit lettischen Militärangehörigen zusammenstieß. Anschließend kehrten sie in der Nähe des Dorfes Matuliški nach Lettland zurück, stahlen Überwachungskameras, beschädigten Ausrüstung und blieben unentdeckt", hieß es in dem Video, das auf Telegram verbreitet wurde.


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