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Wie die USA am milliardenschweren Öldeal mit Venezuela mitverdienen

5 days ago 2

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Deal mit Venezuela

Jetzt könnte Hegseth Milliarden einstreichen


01.09.2026 - 11:13 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0864025771Vergrößern des Bildes

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Rande einer Militärübung mit Panama. (Quelle: IMAGO/Daniel Gonzalez)

Der Öldeal zwischen den USA und Venezuela soll die US-Steuerzahler nichts kosten, dem Pentagon aber Milliardensummen einspielen. Wie das funktionieren soll.

Mit einem milliardenschweren Deal zwischen Venezuela und den USA sichert sich Washington die Kontrolle über ein Fünftel der venezolanischen Rohölreserven und verdient an dessen Abbau kräftig mit. Das jüngste Abkommen löst bei Energieexperten und Juristen jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich seiner Rechtmäßigkeit und Transparenz aus. US-Präsident Donald Trump hatte den Deal am Freitag verkündet und die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte ihn bestätigt.

Laut einem am späten Montag (Ortszeit) veröffentlichen Informationsblatt des Weißen Hauses erteilte die venezolanische Regierung dem privaten venezolanischen Unternehmen North American Blue Energy Partners (NABEP) 100-jährige Konzessionen zur Ölförderung in 17 Ölfeldern. Diese Ölfelder enthalten rund 65 Milliarden Barrel Öl – das entspricht laut der US-Energieinformationsbehörde etwa einem Fünftel der gesamten nachgewiesenen Ölreserven Venezuelas. Zum Vergleich: Derzeit verfügen die USA nach Angaben des Weißen Hauses über nachgewiesene Reserven von rund 46 Milliarden Barrel.

NABEP habe dem US-Verteidigungsministerium eine 35-prozentige Beteiligung an seiner Muttergesellschaft gewährt. Das könnte für das Pentagon einen Wert von Hunderten Milliarden Dollar haben und entsprechende Dividenden ermöglichen. Die USA verdienen also am Ölabbau in Venezuela deutlich mit.

Venezuela soll Deal hohe Milliardensummen bringen

Das US-Außenministerium hat zudem das Recht, 20 Prozent der Fördermenge aller aktuellen und zukünftigen Felder von NABEP zum Selbstkostenpreis zu erwerben. Das sichere eine stabile Versorgung mit preisgünstigem Öl und ermögliche damit die Wiederauffüllung der strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten. Für die verbleibenden 80 Prozent der Produktion habe NABEP dem Außenministerium ein Vorkaufsrecht eingeräumt.

Für Venezuela soll der Deal Investitionen von 100 Milliarden Dollar sowie voraussichtlich 200 Milliarden Dollar Lizenzgebühren und Steuern in den ersten 25 Jahren durch NABEP sichern. "Diese Einnahmen stellen eine wichtige finanzielle Unterstützung für die gegenwärtige und zukünftige venezolanische Regierung dar und dienen der Finanzierung des Wiederaufbaus und der sozialen Entwicklung", schreibt das Weiße Haus. Das Abkommen werde zudem "ohne Kosten für den amerikanischen Steuerzahler" umgesetzt.

Experten sind skeptisch

Für Trump kommt der Deal zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Angesichts steigender Benzinpreise infolge des Iran-Kriegs sollen die neuen Fässer aus Venezuela helfen, die strategische Ölreserve der USA wieder aufzufüllen. Diese war zuletzt auf den tiefsten Stand seit 44 Jahren gefallen.

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