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USA | Waldbrände – Trump will Kanada zur Kasse bitten

3 hours ago 6

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Newsblog zur US-Politik

Trump will Kanada zur Kasse bitten


Aktualisiert am 18.07.2026 - 01:52 UhrLesedauer: 14 Min.

 Der US-Präsident legt sich immer wieder mit Spanien an.Vergrößern des Bildes

US-Präsident Donald Trump: Mit seinen Posts auf Truth Social beeinflusst er Aktienmärkte – und könnte dafür Händlern bald Geld abknöpfen. (Quelle: Andrew Harnik/getty-images-bilder)

Trump könnte bald Geld für seine Äußerungen auf Truth Social verlangen. Kanada soll wegen Luftverschmutzung zahlen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 18. Juli

Waldbrände: Trump will Geld von Kanada

US-Präsident Donald Trump hat Kanada für die durch Waldbrände verursachte Luftverschmutzung verantwortlich gemacht und mit Konsequenzen gedroht. Die den USA entstehenden Kosten müssten "zwangsläufig" den bestehenden Zöllen auf kanadische Importe hinzugerechnet werden, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Er werde Premierminister Mark Carney anrufen, um zu erfahren, was dieser gegen die Luftverschmutzung tue.

Die Rauchschwaden stammen vor allem von Dutzenden Waldbränden in der kanadischen Provinz Ontario und dem nördlichen US-Bundesstaat Minnesota. Auswirkungen waren in großen Teilen des Nordostens der USA und Kanada zu spüren, auch in Metropolen wie Toronto, Chicago, Detroit oder Washington. Die Sicht etwa auf die Skyline in New York war erheblich beeinträchtigt, zudem lag ein Brandgeruch in der Luft.

Freitag, 17. Juli

Trump erwägt Exklusiv-Zugang zu seinen Posts – für 100.000 Dollar im Monat

Donald Trumps Plattform Truth Social erwägt einem Medienbericht zufolge einen Abopreis von bis zu 100.000 Dollar pro Monat für eine beschleunigte Zustellung seiner oft börsenrelevanten Social-Media-Posts. Der Plattformbetreiber Trump Media & Technology Group (TMTG) prüfe ein solches Angebot für Börsenhändler und Investoren, berichtete die "Financial Times" ("FT") am Freitag unter Berufung auf Insider. Eine Stellungnahme der TMTG zu dem Bericht lag zunächst nicht vor. Das Unternehmen hatte am Donnerstag einen kostenpflichtigen Daten-Feed namens "Truth API" angekündigt. Damit sollen Banken und Handelsfirmen über Beiträge der zehn einflussreichsten Nutzer rascher informiert werden als andere Leser.

Ankündigungen Trumps auf Truth Social haben in der Vergangenheit die globalen Märkte erheblich beeinflusst, was seine Beiträge zu einer wichtigen Informationsquelle für Händler macht. Für sie sind Zeitvorteile bares Geld wert. So stiegen die wichtigsten Indizes an der Wall Street am 9. April 2025 deutlich, nachdem Trump in einem Beitrag eine 90-tägige Aussetzung vieler seiner neuen Zölle angekündigt hatte.

Die TMTG-Aktie machte nach dem "FT"-Bericht ihre Tagesverluste größtenteils wett und notierte zuletzt 0,4 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Der Donald J. Trump Revocable Trust, der Trumps Investments verwaltet, hält Börsenunterlagen zufolge etwa 41 Prozent der TMTG-Aktien. TMTG steht in scharfem Wettbewerb mit anderen Social-Media-Plattformen.

Trump beschuldigt China der Wahlbeeinflussung

Donald Trump hat in einer Ansprache vor ausländischer Einflussnahme auf US-Wahlen gewarnt und auf neu freigegebene Dokumente verwiesen, die seit Jahren bekannte Sicherheitslücken der Wahlsysteme beschreiben und insbesondere China betreffen sollten. Trump kündigte die Freigabe von Dokumenten an, die massiven Wahlbetrug nachweisen sollen.

Wahlbeobachter haben darin den Versuch gesehen, Misstrauen in das US-Wahlsystem zu schüren und seine Niederlage 2020 nachträglich zu untergraben – zumal Trump seit Jahren falsche Behauptungen über die Wahl von 2020 verbreitet hat.

Trump will mit Online-Botschaften Geld machen

US-Präsident Donald Trump will seine Online-Botschaften zu Geld machen. Sein Medienunternehmen Trump Media kündigte am Donnerstag an, dass es gegen Bezahlung einen schnelleren Zugang zu Online-Beiträgen des Präsidenten anbieten wolle. Der Dienst "Truth API" solle einen "lizenzierten Echtzeitzugriff auf Beiträge der reichweitenstärksten Truth-Social-Konten" ermöglichen.

Trump veröffentlicht fast täglich mehrere Beiträge auf seiner Onlineplattform Truth Social, mit denen er weltweit zu den unterschiedlichsten Themen Schlagzeilen macht. Mit dem nun angekündigten Extra-Angebot eines schnelleren Zugriffs auf die Posts würde der Präsident seine Online-Beiträge effektiv zu Geld machen. Kritiker werfen dem 80-Jährigen immer wieder vor, seine Präsidentschaft zum privaten Geldmachen auszunutzen.

Trumps Teleprompter-Bediener in Wett-Affäre suspendiert

Das Weiße Haus wird von einer skurrilen Wett-Affäre erschüttert. Der langjährige Teleprompter-Bediener von Präsident Donald Trump soll nach Angaben des Senders ABC News vom Donnerstag mehr als 100.000 Dollar mit Wetten auf Trumps Redetexte verdient haben, die er vorab kannte. Trump ließ den Mann deshalb suspendieren, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, mitteilte.

Trump halte den Vorgang für "äußerst bedauerlich und, offen gesagt, eine Schande", sagte Leavitt weiter. Der Verdächtige sei ohne Bezahlung beurlaubt worden und werde "nicht länger im Weißen Haus arbeiten", fügte die Sprecherin hinzu.

ABC zufolge bediente Trumps Mitarbeiter bereits seit 2016 dessen Teleprompter bei Reden. Er soll demnach Wetten auf bestimmte Wörter, Sätze oder Themen in dessen Reden bei der Vorhersage-Plattform Kalshi abgeschlossen haben. Er wettete demnach etwa auf Trumps Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar und seine Rede zur Lage der Nation im Februar.

Donnerstag, 16. Juli

US-Armee bestätigt neue Angriffe auf Ziele im Iran

Die US-Armee hat neue Angriffe auf Ziele im Iran bestätigt. Die "neue Welle von Angriffen gegen den Iran" habe am Donnerstagnachmittag um 14 Uhr (US-Ostküstenzeit, 20 Uhr MESZ) begonnen, erklärte das Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Ziel sei es, "die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen". Details nannte Centcom nicht. Iranische Medien hatten zuvor über US-Angriffe rund um die iranische Golfinsel Keschm nahe der Straße von Hormus berichtet. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas an der Meerenge Ziel der "Aggression des amerikanischen Feindes" geworden sei.

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