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USA: Trump verstärkt Vorgehen gegen Impfungen

1 day ago 12

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Neues Dekret

Trump schränkt Impfungen ein – Er habe da "was gehört"


11.08.2026 - 01:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Präsident Trump im Oval Office.Vergrößern des Bildes

Präsident Trump im Oval Office: Er hat eine Exekutivanordnung zu Impfstoffen unterschrieben. (Quelle: IMAGO/BONNIE CASH)

Trump unterzeichnet ein Dekret zu Impfempfehlungen für Kinder. Darin fordert er unter anderem, Kombi-Impfstoffe aufzuteilen – ohne wissenschaftliche Belege.

US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Impfungen: Er unterzeichnete am Montag im Weißen Haus ein Dekret mit neuen Impfempfehlungen. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen Kindern verabreichten Impfungen zu vergrößern.

Bisherige Kombi-Impfungen sollen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilt werden. Mit der neuen Anordnung erklärte Trump, seine Regierung erkenne nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder an.

Kombi-Impfungen könnten "ziemlich tödlich" sein

Trump forderte zudem, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Zusammen könnten die Impfstoffe möglicherweise "ziemlich tödlich" sein, sagte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: "Nein." Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten.

Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung suggerierte Trump bei der Präsentation seines Dekrets zudem erneut mehrmals einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Weniger und zeitlich getrennte Impfungen könnten die Zahl der Autismus-Diagnosen möglicherweise senken, behauptete er.

Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus belegen große wissenschaftliche Untersuchungen nicht.

Bundesgericht stoppte zuvor eine ähnliche Anordnung

Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Impfregeln bei den Bundesstaaten.

Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sollten demnach nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung der Anordnung im Weißen Haus. Die Impfungen sollten nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden.

Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen.

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