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Steinmeier gratuliert Trump zum 80. Geburtstag
Aktualisiert am 14.06.2026 - 11:39 UhrLesedauer: 17 Min.

Bundespräsident Steinmeier hat Donald Trump an die Einwanderung seiner Vorfahren in die USA erinnert. (Archivfoto) (Quelle: Maryam Majd/reuters)
Der US-Präsident kommt nach Europa. Beim Obama Center soll es Geldprobleme geben. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 14. Juni
Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt. Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.
Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.
Steinmeier gratuliert Trump zum 80. Geburtstag
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag gratuliert und dabei an die Einwanderung seiner deutschen Vorfahren in die USA erinnert. Der runde Geburtstag biete die Gelegenheit, "einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und dabei auch jener besonderen historischen Wurzeln zu gedenken, die Ihre Familie mit Deutschland verbinden", erklärte er laut einer Mitteilung des Bundespräsidialamts.
"Es waren Generationen mutiger Auswanderer, die einst ihre Heimat verließen und in Amerika Außerordentliches aufbauten", schrieb Steinmeier. Dieser Beitrag habe "die Geschichte beider Länder bereichert". Es seien "Familiengeschichten wie die Ihre, die unsere transatlantische Partnerschaft in besonderem Maße prägen und unsere Länder über Generationen hinweg miteinander verbinden". Das Erbe "dieser engen Verbundenheit zwischen unseren beiden Ländern" müsse wertgeschätzt und der transatlantische Austausch weiter gefördert werden, appellierte der Bundespräsident.
Steinmeier wünschte Trump für das neue Lebensjahr Wohlergehen und gute Gesundheit und "für die vielfältigen Herausforderungen" seines Amtes zugleich "Weisheit, Zuversicht und die positive Kraft, die aus der Verfassung und der langen demokratischen Geschichte Ihres Landes erwächst".
Bericht: Stiftung für Obama Center fehlt Geld
Das Obama Presidential Center in Chicago, das an die Amtszeit von UR-Präsident Barack Obama erinnert, soll in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Wie der US-Sender Fox News berichtet, habe die für den Bau zuständige Stifting bis lang nur eine Million statt der geplanten 470 Millionen Dollar aufgebracht. Diese sollen in einen Sicherungsfonds fließen, um zu verhindern, dass Steuergelder für das Center im Falle finanzieller Engpässe verwendet werden.
Wie Fox News weiter berichtet, hätten Baufirmen darüber geklagt, bei ihren Aufträgen zwischen Hundertausende und Millionen Dollar Verluste gemacht zu haben. Einige stünden sogar kurz vor der Eröffnung des Gebäudekomplexes vor dem Ruin, so der Sender.
Im Rahmen ihrer Vereinbarung mit der Stadt hatte sich die Obama Foundation verpflichtet, diesen Fonds – ein sogenanntes Stiftungsvermögen (Endowment) – einzurichten. Die Verpflichtung ist Teil eines 99-jährigen Vertrags, der der Stiftung die Kontrolle über einen 19,3 Acres (rund 7,8 Hektar) großen, öffentlich betriebenen Bereich des Jackson Park überträgt – gegen eine einmalige Zahlung von lediglich 10 US-Dollar.
Samstag, 13. Juni
Trump reist zu G7-Gipfel am Mittwoch nach Paris
US-Präsident Donald Trump nimmt am Mittwoch im Rahmen des G7-Gipfels in Frankreich an einem Abendessen in Schloss Versailles teil. Dies teilte ein hochrangiger US-Beamter am Samstag in Washington mit. Zudem werde Trump am Dienstag einer G7-Arbeitssitzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beiwohnen, hieß es in Washington weiter.
Der G7-Gipfel findet von Montag bis Mittwoch im französischen Evian statt. Er wurde eigens verschoben, damit Trump am Sonntag noch seinen 80. Geburtstag mit einer Käfigkampfshow vor dem Weißen Haus feiern kann.
Damit er beim G7-Gipfel auch bis zum Ende bleibt und nicht wie beim G7-Gipfel im vergangenen Jahr in Kanada vorzeitig abreist, hat der französische Präsident Emmanuel Macron für Mittwochabend zum Essen in das prunkvolle Schloss Versailles geladen.
Anthropic sperrt Zugang zu seinen KI-Modellen
Um einer Anordnung der US-Behörden wegen nationaler Sicherheitsbedenken nachzukommen, hat das Unternehmen Anthropic den Zugriff auf seine beiden leistungsstarken KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 sperren müssen. Nur drei Tage nach der öffentlichen Einführung von Fable 5 – einer abgespeckten Version von Mythos 5 – erklärte das US-Unternehmen für Künstliche Intelligenz (KI), es habe eine behördliche Anweisung erhalten, die ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff auf die beiden KI-Modelle untersage. Die Anweisung gelte auch für Ausländer, die für Anthropic arbeiten.
Da Anthropic seine Nutzer nicht nach ihrer Nationalität unterscheiden könne, sei die Folge, "dass wir Fable 5 und Mythos 5 für alle unsere Kunden unverzüglich deaktivieren müssen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten", erklärte der Konzern weiter. Wie das Nachrichtenportal "Axios" berichtete, kam die Anordnung von US-Finanzminister Howard Lutnick. Sein Ministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme durch die Nachrichtenagentur AFP.
Anthropic teilte mit, dass die Regierung in dem Schreiben nicht dargelegt habe, was ihre konkrete Sorge ist. Anthropic vermute jedoch, dass die Regierung Kenntnis von einer Methode erlangt habe, dass beim Modell Fable 5 die Sicherheitsmaßnahmen so umgangen werden könnten, dass es für Hackerangriffe genutzt werden könnte. "Wir bestreiten, dass die Entdeckung einer potenziellen Umgehung der Sicherheitsmaßnahmen rund um Fable 5 den Rückruf eines Geschäftsmodells rechtfertigt, das bei Hunderten von Millionen Menschen im Einsatz ist", erklärte Anthropic.


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