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USA-News: Trump ordnet offiziell Umbenennung des Ontariosees an

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Newsblog zur US-Politik

Trump ordnet neuen Namen für See an – Kanada reagiert


Aktualisiert am 28.08.2026 - 02:05 UhrLesedauer: 9 Min.

 Der US-Präsident hält im Oval Office des Weißen Hauses eine unterzeichnete Executive Order in die Höhe.Vergrößern des Bildes

Donald Trump: Der US-Präsident hält im Oval Office des Weißen Hauses eine unterzeichnete Executive Order in die Höhe. (Quelle: Manuel Balce Ceneta)

Trump spricht über die Moskau-Reise seines CIA-Chefs – und ordnet die Namensänderung eines Sees an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Freitag, 28. August

US-Regierung offenbar vor Öl-Abkommen mit Venezuela

Die US-Regierung steht Insidern zufolge kurz vor einem Abkommen zur langfristigen Sicherung von venezolanischen Ölreserven. Ziel sei es, US-Unternehmen die Erschließung einer Gruppe von Ölfeldern zu überlassen und so die Versorgung der USA zu garantieren, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen am Donnerstag (Ortszeit). Diskutiert werde ein Pachtmodell für 17 Felder, die anschließend an US-Produzenten vergeben werden könnten.

Das Weiße Haus verwies auf das US-Energieministerium, das sich zunächst ebenso wenig äußerte wie die venezolanische Regierung. US-Energieminister Chris Wright plant dem Nachrichtenportal Axios zufolge bereits, in der kommenden Woche nach Caracas zu reisen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt Venezuela zudem den Austritt aus der OPEC, der Organisation erdölexportierender Länder, um die Beziehungen zu den USA weiter zu stärken.

Journalisten von Militärzeitung klagen gegen Entlassung

Nach der Entlassung von führenden Mitarbeitern der traditionsreichen Militärzeitung "Stars and Stripes" durch das US-Verteidigungsministerium gehen die drei Betroffenen juristisch dagegen vor. Wie aus einer Klageschrift hervorgeht, die die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte, werfen Chefredakteur Erik Slavin, der langjährige Herausgeber Max Lederer und die Reporterin Lara Korte dem Pentagon eine "eklatante Verletzung" ihres in der US-Verfassung verbrieften Rechts auf freie Meinungsäußerung vor.

In der bei einen Bundesgericht in der Hauptstadt Washington eingereichten Klage, die sich unter anderem gegen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth richtet, ist von "außerordentlichen Zensurbemühungen" die Rede. Die drei Kläger betrachten demnach ihre Kündigung als rechtswidrig und fordern ihre Wiedereinstellung.

Donnerstag, 27. August

Kanada reagiert auf Trumps Umbenennung von Ontariosee

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat auf die Umbenennung des Ontariosees durch US-Präsident Donald Trump reagiert. Er wies auf X darauf hin, dass der Name aus der indigenen Wendat-Sprache komme. Das Word "Ontari'io" bedeute soviel wie "der See ist schön, der See ist groß". Der Name sei mehr als 400 Jahre alt, und weit vor der Gründung von Kanada und den USA entstanden. "Wir wissen, dass die USA sich verändern. Ihre Handelsbeziehungen, ihre Außenpolitik, ihre Denkmäler, ihre Bezeichnungen für Gewässer. Kanadier wissen auch, dass die Realität beim Namen zu nennen bedeutet, 'Lake Ontario' zu sagen – damals, heute und für immer", schrieb Carney.

Trump ordnet offiziell neuen Namen für See an

US-Präsident Donald Trump hat seine Provokationen gegen Kanada verschärft: Er unterzeichnete am Donnerstag in Washington ein Dekret zur Umbenennung des Ontariosees in "Amerikasee". Die Änderung sei "sofort wirksam", sagte Trump. Hintergrund ist der erbitterte Handelsstreit zwischen den USA und Kanada. Trump drohte zugleich mit weiteren Namensänderungen – etwa für den Atlantik.

Trump hatte zuvor in einer Videobotschaft eine Karte mit dem neuen Namen des Sees veröffentlicht und dazu gesagt, die USA erwarteten nicht, "noch viele Geschäfte mit Ontario zu machen". Durch den Ontariosee verläuft die Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York. Das Gewässer gehört zu den fünf Großen Seen Nordamerikas. Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war am Wochenende nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. Nachdem die US-Regierung hohe Zölle gegen das Nachbarland verkündet hatte, verhängte Kanada Gegenzölle.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit wiederholt mit Ansprüchen auf ausländisches Territorium für Irritationen gesorgt. Den Golf von Mexiko benannte er gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit per Dekret in "Golf von Amerika" um. Die USA hätten jetzt einen Golf und einen See, sagte der US-Präsident dazu nun. "Jetzt brauchen wir nur noch einen Ozean. Vielleicht müssen wir also den Namen des Atlantiks und/oder des Pazifiks ändern", fügte Trump hinzu. "Vielleicht ändern wir sogar beide."

US-Flugzeugträger soll in den Nahen Osten verlegt werden

Die US-Marine bereitet offenbar die Entsendung des Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" in den Nahen Osten vor. Das Schiff mit rund 5.000 Besatzungsmitgliedern soll in den kommenden Wochen zu einem mindestens siebenmonatigen Einsatz aufbrechen, berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf hochrangige Marinevertreter. Die "Theodore Roosevelt" soll demnach später die derzeit in der Region eingesetzte "USS George Washington" ablösen.

Der Krieg gegen den Iran bringt die US-Marine zunehmend an ihre Belastungsgrenze. Die zuvor eingesetzte "USS Abraham Lincoln" war mehr als 250 Tage ohne Hafenaufenthalt auf See. US-Marinechef Daryl Caudle erklärte, er wolle Einsätze möglichst auf sieben Monate begrenzen, schloss Verlängerungen wegen der militärischen Lage jedoch nicht aus. In der Region operiert derzeit auch die "USS George H. W. Bush".

Soldat sprang von Flugzeugträger: Disziplinarverfahren

Ein Matrose, der diesen Monat von der "USS Abraham Lincoln" sprang – laut Aussage seiner Ehefrau ein Suizidversuch – muss sich nun disziplinarischen Maßnahmen der Marine stellen. Das geht aus Angaben seiner Ehefrau sowie aus Anklageunterlagen hervor, die MS Now einsehen konnte.

Die Ehefrau erklärte demnach, ihr Mann drohe eine außergerichtliche Bestrafung wegen Verstößen gegen Artikel der Militärregeln.

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Aus den von MS Now geprüften Anklageunterlagen geht hervor, dass dem Matrosen ein Verstoß gegen Artikel 83 wegen "Simulierens" vorgeworfen wird – definiert als das absichtliche Vortäuschen einer Krankheit oder Selbstverletzung durch einen Soldaten, um sich Arbeit, Dienst oder Pflichten zu entziehen. Zusätzlich wird ihm ein Verstoß gegen Artikel 86 wegen "unerlaubter Abwesenheit" zur Last gelegt, was bedeutet, dass ein Soldat ohne entsprechende Genehmigung nicht an seinem vorgeschriebenen Dienstort war. In den vergangenen Wochen hatte es Berichte über Missstände auf der "Abraham Lincoln" gegeben die vom Weißen Haus zurückgewiesen wurden.

Hinweis der Redaktion: Berichte über Suizide können wissenschaftlichen Studien zufolge Anreiz für Nachahmungen geben. Wir berichten daher nur dann über Selbsttötungen, wenn die Betroffenen besonders prominent oder die Begleitumstände außergewöhnlich sind. Falls Sie selbst viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

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