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Mamdani prüft Festnahme von Netanjahu
Aktualisiert am 19.07.2026 - 00:26 UhrLesedauer: 16 Min.

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani: Er erwägt, den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu festnehmen zu lassen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Katie Godowski/imago)
Der New Yorker Bürgermeister prüft die Festnahme des israelischen Premierministers. Trump will noch eine Fußball-WM ausrichten. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 19. Juli
Trump nennt Tod von Soldaten "sehr traurig"
US-Präsident Donald Trump hat den Tod von zwei weiteren US-Soldaten im Iran-Krieg als "sehr traurig" bezeichnet. Der US-Sender NewsNation zitierte ihn nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, dass das auch "eine sehr traurige Sache" sei. "Wir sehen das ungern", sagte Trump demnach. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Nach Angaben des Senders bekräftigte Trump auch seine im Zuge des Krieges vielfach vorgebrachte Botschaft, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe.
Samstag, 18. Juli
USA warnen Bürger im Ausland
Das US-Außenministerium ruft amerikanische Staatsbürger wegen der verschärften Spannungen im Nahen Osten weltweit zu "erhöhter Vorsicht" auf. Die Warnung gilt insbesondere für Personen, die sich im Nahen Osten aufhalten, wie aus einer Mitteilung auf der Website des Ministeriums hervorgeht. Die Sicherheitslage bleibe komplex, es bestehe die Gefahr einer "unvorhergesehenen Eskalation".
Mamdani prüft Festnahme von Netanjahu
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani prüft nach eigenen Angaben Möglichkeiten zur Festnahme des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu während der Generaldebatte der UN-Vollversammlung im September. "Ich bin der Meinung, dass Ministerpräsident Netanjahu nach Den Haag gehört", sagte Mamdani am Samstag der "New York Times". Er bezeichnete Netanjahu als "Kriegsverbrecher".
Gegen Netanjahu liegt seit November ein vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag ausgestellter Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor.
Trump plädiert für weitere Fußball-WM in den USA
Bei einer Veranstaltung in New York hat Donald Trump vorgeschlagen, auch die nächste Fußball-WM im Jahr 2030 in den Vereinigten Staaten auszutragen. "Ich glaube, du solltest die USA erneut auswählen", sagte er zu Fifa-Chef Gianni Infantino, der ebenfalls auf der Bühne stand. "Dann aber ohne Mexiko und Kanada. Es war sehr großzügig von mir, sie bei diesem Turnier ebenfalls Spiele ausrichten zu lassen."
Nach derzeitigem Stand ist es sehr unwahrscheinlich, dass die nächste Fußball-WM erneut in den USA stattfindet. Als austragende Nationen stehen Spanien, Portugal und Marokko bereits fest, die USA könnten 2038 das nächste Mal eine Weltmeisterschaft austragen.
USA weichen Artenschutzgesetz noch weiter auf
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten noch weiter aufgeweicht. Eine Woche nach einer Entschärfung des Artenschutzgesetzes verkündete Washington am Freitag, dass zwei weitere Vorschriften gelockert werden sollen. Unter anderem sollten bei der Entscheidung über geschützten Lebensraum für bestimmte Arten künftig wirtschaftliche Fragen und Überlegungen der nationalen Sicherheit mehr Bedeutung bekommen.
Außerdem solle die Regel abgeschafft werden, dass die Bestimmungen des Artenschutzgesetzes automatisch für jegliche Arten gelten, die als "gefährdet" eingestuft sind, erklärte Innenminister Doug Burgum.
Waldbrände: Trump will Geld von Kanada
US-Präsident Donald Trump hat Kanada für die durch Waldbrände verursachte Luftverschmutzung verantwortlich gemacht und mit Konsequenzen gedroht. Die den USA entstehenden Kosten müssten "zwangsläufig" den bestehenden Zöllen auf kanadische Importe hinzugerechnet werden, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Er werde Premierminister Mark Carney anrufen, um zu erfahren, was dieser gegen die Luftverschmutzung tue.
Die Rauchschwaden stammen vor allem von Dutzenden Waldbränden in der kanadischen Provinz Ontario und dem nördlichen US-Bundesstaat Minnesota. Auswirkungen waren in großen Teilen des Nordostens der USA und Kanada zu spüren, auch in Metropolen wie Toronto, Chicago, Detroit oder Washington. Die Sicht etwa auf die Skyline in New York war erheblich beeinträchtigt, zudem lag ein Brandgeruch in der Luft.
Freitag, 17. Juli
Trump erwägt Exklusiv-Zugang zu seinen Posts – für 100.000 Dollar im Monat
Donald Trumps Plattform Truth Social erwägt einem Medienbericht zufolge einen Abopreis von bis zu 100.000 Dollar pro Monat für eine beschleunigte Zustellung seiner oft börsenrelevanten Social-Media-Posts. Der Plattformbetreiber Trump Media & Technology Group (TMTG) prüfe ein solches Angebot für Börsenhändler und Investoren, berichtete die "Financial Times" ("FT") am Freitag unter Berufung auf Insider. Eine Stellungnahme der TMTG zu dem Bericht lag zunächst nicht vor. Das Unternehmen hatte am Donnerstag einen kostenpflichtigen Daten-Feed namens "Truth API" angekündigt. Damit sollen Banken und Handelsfirmen über Beiträge der zehn einflussreichsten Nutzer rascher informiert werden als andere Leser.
Ankündigungen Trumps auf Truth Social haben in der Vergangenheit die globalen Märkte erheblich beeinflusst, was seine Beiträge zu einer wichtigen Informationsquelle für Händler macht. Für sie sind Zeitvorteile bares Geld wert. So stiegen die wichtigsten Indizes an der Wall Street am 9. April 2025 deutlich, nachdem Trump in einem Beitrag eine 90-tägige Aussetzung vieler seiner neuen Zölle angekündigt hatte.
Die TMTG-Aktie machte nach dem "FT"-Bericht ihre Tagesverluste größtenteils wett und notierte zuletzt 0,4 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 27 Prozent an Wert verloren. Der Donald J. Trump Revocable Trust, der Trumps Investments verwaltet, hält Börsenunterlagen zufolge etwa 41 Prozent der TMTG-Aktien. TMTG steht in scharfem Wettbewerb mit anderen Social-Media-Plattformen.


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