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USA | Douglas Wilson: Der Einflüsterer von "Kriegsminister" Hegseth

2 months ago 34

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Frauenfeindlich und rassistisch

Der Einflüsterer des "Kriegsministers"


Aktualisiert am 28.03.2026 - 21:16 UhrLesedauer: 2 Min.

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Doug Wilson (Archivbild): Der evangelikale Pastor steht in der Gunst des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth. (Quelle: IMAGO/Dominic Gwinn/imago)

US-Verteidigungsminister Hegseth irritiert: Der Krieg gegen den Iran sei "Teil von Gottes Plan", hieß es kürzlich. Dieser Pastor ist offenbar einer seiner Ideengeber.

Er ist einflussreich – und hochumstritten: Der US-amerikanische Pastor Douglas Wilson steht in der Gunst des Pentagon-Chefs und selbsternannten "Kriegsministers" Pete Hegseth. Erst Mitte Februar predigte Wilson auf Einladung im US-Verteidigungsministerium, Hegseth zeigte sich begeistert: Er dankt Wilson für seine "Führungsrolle" und die "Wahrheiten", die er verkündet habe.

Es sind "Wahrheiten", die in großen Teilen der Gesellschaft auf heftige Kritik stoßen. Wilson ist evangelikaler Pastor, der durch stark konservative, ausdrücklich patriarchale und teils offen frauenfeindliche sowie rassistische Positionen auffällt. Nach Angaben des Pentagons schätzt Hegseth Wilsons Schriften und Lehren sehr. Das US-Medium "Military Times" nannte ihn sogar Hegseths prominentesten geistigen Bezugspunkt in der Trump-Regierung.

Konkret positionieren sich sowohl Wilson als auch Hegseth gegen das Frauenwahlrecht sowie gegen Geschlechterdiversität. Auch muslimische Einwanderung nach Amerika lehnen beide ab – damit die USA überwiegend christlich bleiben, so die massiv kritisierte Argumentation.

Ohnehin fällt auf, dass Hegseth militärisches Handeln mit explizit christlicher Sprache verknüpft. Im Pentagon etablierte Hegseth eigene christliche Gottesdienste, unter anderem sprach er von Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz und Wort. Damit bleibt Religion nicht Privatsache, sondern rückt symbolisch in die Mitte des Verteidigungsapparats.

Wilson schießt gegen Frauen, Migranten – und Katholiken

Jetzt legt Wilson mit einem kritisierten Vorstoß nach, mit dem er selbst Katholiken in den USA verärgert. Genauer will Wilson katholische Prozessionen in den USA verbieten. Dazu zählen etwa Fronleichnamsprozessionen, die Katholiken seit acht Jahrhunderten durchführen. Neben Rosenkranzgebeten und Marienprozessionen sind auch eucharistische Prozessionen betroffen, zu denen Papst Leo XIV. aufgerufen hatte.

Evangelikale Christen argumentieren oft gegen die katholische Kirche, da sie theologische Kernpunkte als unbiblisch empfinden, insbesondere die Rolle des Papstes, die Heiligenverehrung und die Sakramentslehre. Eine Haltung, die Wilson auf die Spitze treibt: So verglich er einst die katholische Kirche mit einem "ehebrecherischen Ehemann" – formal noch mit Christus verheiratet, aber "ihn betrügend".

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