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Patel ins Weiße Haus beordert – das ist der Grund
Aktualisiert am 12.07.2026 - 12:05 UhrLesedauer: 37 Min.

Kash Patel im Weißen Haus (Archivbild): Der FBI-Direktor musste seinen Arbeitsplatz kurzzeitig verlegen. (Quelle: IMAGO/Nathan Posner/imago)
FBI-Chef Kash Patel wurde mit einer Sonderaufgabe betraut. Hegseth droht US-Soldaten mit Bart. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 12. Juli
Patel ins Weiße Haus beordert – das ist der Grund
FBI-Direktor Kash Patel hat am Freitag eine geplante Reise zu einem Konzert seiner Freundin, der Countrysängerin Alexis Wilkins, abgesagt und wurde ins Weiße Haus beordert. Dort leitete er nach einem Bericht der "New York Times" rund acht Stunden lang Ermittlungen gegen Journalisten, die über die neue "Air Force One" berichtet hatten.
Auslöser waren Artikel über den von Katar gespendeten Präsidentenjet. Das Flugzeug verfügt laut "New York Times" nicht über dieselben Schutz- und Abwehrsysteme wie die bisherige "Air Force One", darunter etwa Raketenabwehr. Trump war Anfang der Woche mit dem Jet zu einem Nato-Treffen in die Türkei geflogen. Er musste auf Drängen des Secret Service für einen Teil der Rückreise aber auf das ältere Präsidentenflugzeug umsteigen. Der US-Präsident soll über die Berichterstattung außer sich vor Wut gewesen sein.
Nach Patels Arbeitstag im Weißen Haus wurden noch am Freitagabend mehreren Reportern der "Times" Vorladungen zugestellt. Sie sollen nächste Woche vor einer Grand Jury aussagen. Dass Patel die Untersuchung nicht aus dem FBI-Hauptquartier, sondern aus dem Weißen Haus heraus leitete und Journalisten binnen weniger Tage vorgeladen wurden, ist höchst ungewöhnlich und zeigt, wie eng das FBI mit Trump zusammenarbeitet.
Lindsey Graham ist tot – Trump reagiert
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Trump-Vertrauter Graham nach "plötzlicher Erkrankung" tot
Der Republikaner aus South Carolina starb nach Angaben seines Büros am Samstagabend (Ortszeit), dem 11. Juli, an einer "kurzen und plötzlichen Erkrankung". Er wurde 71 Jahre alt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Samstag, 11. Juli
Hegseth droht bärtigen US-Soldaten
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth drängt auf eine konsequentere Durchsetzung seiner verschärften Bartregeln beim Militär. Auslöser war laut CNN ein Besuch auf einem Marineschiff im Juni, bei dem Hegseth mehrere Seeleute mit Bärten gesehen haben soll – obwohl seine im vergangenen Jahr verschärften Vorgaben Ausnahmen deutlich einschränken. Nach dem Besuch habe der Minister intern mehr Tempo bei der Umsetzung seiner Personalvorgaben eingefordert. "Der Kriegsminister hat euch im Blick", heißt es demnach in einer internen E-Mail.
Hegseth hatte die strengeren Vorschriften im vergangenen September mit den Worten angekündigt: "No more beardos" (deutsch etwa: Keine Bärtigen mehr). Damals begründete er die Änderungen unter anderem mit Sicherheitsrisiken: Bärte könnten im Ernstfall den dichten Sitz von Schutzmasken beeinträchtigen. Ein Pentagon-Sprecher erklärte laut CNN, Hegseth erwarte von allen Soldaten die Einhaltung einheitlicher Standards bei Erscheinungsbild, Fitness und Disziplin. Kommandeure würden daran gemessen, diese Vorgaben umzusetzen.
Trump lässt weiter Migranten verschwinden
Ohne großes Aufsehen hat die US-Einwanderungsbehörde ICE in den vergangenen Wochen die Zahl an Verhaftungen weiter erhöht. Doch jetzt wirft der Tod eines Migranten Fragen auf. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trump droht Iran mit Vernichtung
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Vernichtung gedroht, sollte das Regime in Teheran einen Anschlag auf ihn planen. "1.000 Raketen sind einsatzbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet. Tausende weitere würden unverzüglich folgen, sollte die iranische Regierung ihre in vielen Teilen der Welt ausgesprochene Drohung wahrmachen und den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermorden oder einen Mordanschlag auf ihn verüben", schrieb er auf Truth Social.
Flug abgesagt: Patel offenbar ins Weiße Haus beordert
FBI-Direktor Kash Patel hat nach Medienberichten am Freitag überraschend einen geplanten Flug zu einem Konzert seiner Freundin, der Countrysängerin Alexis Wilkins, absagen müssen, weil er ins Weiße Haus beordert wurde. Das berichtet die US-Nachrichtenseite MSNow.
Die genauen Gründe, warum Patels politische Vorgesetzte von ihm verlangten, seine Reise abzusagen und sich zu melden, sind nicht bekannt. Allerdings will MSNow erfahren haben, dass hochrangige Vertreter der Trump-Regierung mit Patel unzufrieden sind. Einige empfanden es laut Bericht als beunruhigend, dass der FBI-Direktor die Stadt verließ, während der Konflikt mit dem Iran kürzlich wieder aufgeflammt war und angebliche Morddrohungen gegen den Präsidenten vorlagen, hieß es.
Steven Cheung, der Kommunikationsdirektor der Weißen Hauses, wieß die Berichte als "komplett falsch" zurück. Patel selbst schrieb auf X zu einer Fotomontage zum Artikel von MSNOW, die ihn neben einem Jetski und Golfschlägern zeigt: "Nö, mein Jetski ist vergoldet. Blödsinn. Deine Aufgabe ist es, zu lügen. Meine ist es, das amerikanische Volk zu schützen – und das Geschäft läuft gut", schrieb er an die Adresse von MSNow.
US-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump weicht den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten auf. Die entsprechende Neuregelung des Artenschutzgesetzes wurde am Freitag beschlossen, wie das Innenministerium in Washington mitteilte. Naturschützer reagierten entsetzt und warnten, dass dadurch der Zerstörung von Lebensräumen Tür und Tor geöffnet werde.
Der sogenannte Endangered Species Act (ESA) aus dem Jahr 1973 regelt den Schutz bedrohter und gefährdeter Arten. Das Gesetz sei jahrelange überdehnt und "missbraucht" worden, erklärte Innenminister Doug Burgum. Dies werde durch die Neuregelung nun nicht mehr möglich sein.


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