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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayDie Generäle, die Trump vor großen Risiken warnten, argumentierten damit, dass Luftangriffe Kriege nicht gewinnen. Dafür braucht man "boots on the ground" – dass aber die USA Bodentruppen entsenden, ist so gut wie ausgeschlossen. Was tun?
Präsident Trump soll in den vergangenen Tagen mit Kurdenführern in der Region telefoniert haben, um zu sondieren, unter welchen Bedingungen sie zu einer Bodenoffensive bereit wären. Angeblich hat die CIA schon vor Monaten damit begonnen, kurdische Gruppen mit modernen Waffen auszurüsten.
Etliche Millionen Kurden leben im Iran, im Irak und in Syrien. Theoretisch könnten sie eine Bodenoffensive beginnen. Israels Luftwaffe bombardierte schon Militär-, Grenz- und Polizeiposten im Westen, um den Weg zu bahnen. Fragt sich nur, ob sich kurdische Truppen darauf einlassen und was sie sich davon versprechen dürften.
Die Erfahrungen der Kurden mit der Weltmacht USA sind allenfalls gemischt. Sie halfen beim Sturz Saddam Husseins und standen beim Kampf gegen die Terrormiliz des "Islamischen Staates" bei. Sie genießen im Norden Iraks schwer erkämpfte Autonomie. Was können ihnen Benjamin Netanjahu und Donald Trump außerdem bieten, damit sie sich, untereinander zerstritten, zu einer schlagkräftigen Bodentruppe vereinen, um den beiden Kriegsherren den Sieg zu schenken?
Eigentlich ist natürlich die Reihenfolge falsch. Dass allenfalls eine Bodenoffensive zum Erreichen der Kriegsziele führen kann, konnte man im Weißen Haus auch vor dem 28. Februar wissen. Also wäre es sinnvoll gewesen, schon vor Kriegsbeginn vorzusorgen, anstatt danach. Gut möglich, dass der Mangel an Weitsicht und pragmatischer Vorbereitung zum Verhängnis wird. Die Aussicht, Ali Chamenei und andere Chargen der Theokratie bei einer Zusammenkunft töten zu können, war für Netanjahu und Trump zu verlockend, um Bedenkenträgern Gehör zu schenken.
So bleibt es bei gewaltigen Luftangriffen auf iranische Städte und iranischen Gegenangriffen mit Drohnen. Der Krieg entwickelt sich folgerichtig und dauert wohl länger, als es sich Trump vorstellt. Das Regime in Teheran denkt nicht ans Aufgeben. Je länger der Krieg dauert, desto größer sind die Chancen, ihn zu überleben.
Deshalb werden Donald Trump und seine Entourage noch öfter vor silbernen Särgen, eingehüllt in die amerikanische Fahne, salutieren.


2 months ago
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