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Orbáns Partei erlebt in neuer Umfrage böse Überraschung
Aktualisiert am 04.04.2026 - 04:11 UhrLesedauer: 3 Min.

Viktor Orbán: Der ungarische Regierungschef muss den nächsten Rückschlag vor der Parlamentswahl in Ungarn wegstecken (Quelle: Yves Herman/reuters)
Neue Umfragen vor der Parlamentswahl in Ungarn erhöhen den Druck auf Viktor Orbán. Lut den Erhebungen büßt der Regierungschef weiter ein, sodass der Vorsprung seines Herausforderers sogar weiter wächst.
Knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Ungarn baut die oppositionelle Mitte-Rechts-Partei Tisza in den Umfragen ihren Vorsprung vor der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban weiter aus. In einer vor Kurzem veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts 21 Research Centre kommt Tisza bei der Umfrage zur Ungarn-Wahl unter den entschiedenen Wählern auf 56 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als Anfang März.
Die Fidesz-Partei des seit 16 Jahren regierenden Orbán verliert hingegn zwei Punkte und liegt in der aktuellen Wahlumfrage zur Parlamentswahl in Ungarn bei 37 Prozent. Allerdings sind der vom Nachrichtenportal 24.hu veröffentlichten Erhebung zufolge 26 Prozent der Befragten noch unentschlossen. In der Gunst aller Wahlberechtigten liegt Tisza demnach bei 40 Prozent und Fidesz bei 28 Prozent.
Neue Umfragen zur Ungarn-Wahl 2026: Trend bestätigt
Eine kurz zuvor veröffentlichte Umfrage des Instituts Zavecz Research bestätigt diesen Trend vor der Wahl in Ungarn. Hier verbessert sich die Tisza-Partei von Oppositionsführer
Peter Magyar um einen Punkt auf 51 Prozent, Fidesz bleibt hingegen unverändert bei 38 Prozent. 20 Prozent der Befragten seien vor Ungarn-Wahl am 12. April 2026 aber noch unentschieden. Die rechtsextreme Partei Mi Hazank (Unsere Heimat) könnte als dritte Partei ins Parlament einziehen, sollte sie die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Sie
liegt in den beiden Umfragen bei vier
bis fünf Prozent.
Magyar hat angekündigt, die Korruption einzudämmen, blockierte EU-Gelder in Milliardenhöhe freizusetzen und Ungarn fest in der EU und der Nato zu verankern. Fidesz hingegen verweist auf andere Umfragen, die der Regierungspartei weiterhin einen Sieg prognostizieren. Kritiker
wenden jedoch ein, dass diese Institute finanzielle oder persönliche Verbindungen zur Regierungspartei hätten. Die Institute 21 Research Centre und Zavecz Research gelten als politisch unabhängig.
Die größten Streitpunkte zwischen Brüssel und Budapest
Ein möglicher Regierunswechsel nach der Ungarn-Wahl könnte unter Umständen auch zu einem neuen Verhältnis zwischen der EU und Ungarn führen. Schließlich legt sich die Regierung in Budapest seit vielen Jahren immer wieder mit der Europäischen Union an.
Die größten Streitpunkte sind unter anderem die Rechtsstaatlichkeit, was besonders Unabhängigkeit der Gerichte und der Zentralbank sowie die Freiheit der Medien betrifft. Das Thema Rechtsstaatlichkeit ist seitdem ein Dauerbrenner in den Beziehungen zwischen Budapest und Brüssel. Immer wieder hält die EU Finanzmittel für Ungarn zurück.
Weitere Streitpunkte sind die Rechte von sexuellen Minderheiten, die extrem harte Asylpolitik seit der Flüchtlingskrise 2015 und die Ukraine-Hilfen, die Budapest seit Beginn des russischen Angriffskriegs wiederholt blockiert hat. In diesemzusammenhang wird auch immer wieder die Nähe von Orbáns Regierung zu Moskau und Kremlchef Wladimir Putin kritisiert.
Grundlage für Orbans an Sabotage grenzende Blockade in der EU ist das Einstimmigkeitsprinzip, welches ihm bei vielen wichtigen Entscheidungen eine Art Veto-Recht einräumt. In der EU gibt nach mehreren Erweiterungen auf inzwischen 27 Länder Bestrebungen, dieses Prinzip aufzuweichen. Orbans Ungarn ist natürlich dagegen.


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