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UN-Sicherheitsrat: So viel zahlt Deutschland für die UN

10 hours ago 3

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Im Ringen um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die kommenden zwei Jahre erlebt Deutschland eine Niederlage. Dabei gehört Berlin zu den größten Geldgebern für die Vereinten Nationen.

Die Entscheidung war für viele Beobachter überraschend deutlich. Deutschland, Österreich und Portugal konkurrierten in einer Kampfabstimmung um zwei nichtständige Sitze im UN-Sicherheitsrat ab 2027. Die Bundesregierung musste bei der Abstimmung am Mittwoch in New York eine deutliche Niederlage im ersten Wahlgang hinnehmen.

Die Enttäuschung im politischen Berlin ist groß, die Gründe für die gescheiterte Bewerbung sind zahlreich. Aus Perspektive anderer Staaten gab Deutschland seine Kandidatur zu spät bekannt, Bundeskanzler Friedrich Merz machte zu wenig Wahlkampf und Berlin setzte sich in seinen Beziehungen zu den USA und Israel nicht ausreichend für das Völkerrecht ein. Dabei hatte die Bundesregierung ein gutes Argument auf ihrer Seite: Deutschland ist einer der größten Geldgeber für die Vereinten Nationen.

Aber wie groß ist dieser Beitrag wirklich? Und wie groß ist der Unterschied zu den Mitbewerbern Portugal und Österreich? Ein Überblick.

Deutschland ist viertgrößter Geldgeber

Die mit Abstand größten Geldgeber für die Vereinten Nationen bleiben die USA, obwohl sich Washington unter US-Präsident Donald Trump aus immer mehr Institutionen zurückzieht. So stellen die Amerikaner ein Viertel der Gesamtausgaben für den Haushalt und die Friedensmissionen der Vereinten Nationen von 2025 bis 2027 – etwa 6,8 Milliarden US-Dollar. In Trumps zweiter Amtszeit gibt es allerdings wiederholt Berichte, dass Washington in Zahlungsverzug gerät.

Die Unterschiede in der Lastenverteilung sind trotzdem immens. Deutschland steuert im selben Zeitraum etwa 1,6 Milliarden US-Dollar bei und stellt damit knapp sechs Prozent der Gesamtkosten. Damit ist die Bundesrepublik hinter den USA, China und Japan der viertgrößte Geldgeber für die UN.

Portugal und Österreich haben weniger Einwohner und kleinere Volkswirtschaften. Portugal zahlt von 2025 bis 2027 bis zu 120 Millionen US-Dollar für UN-Haushalt und Friedensmissionen und liegt damit bei 0,45 Prozent der Gesamtkosten. Bei Österreich sind es bis zu 220 Millionen US-Dollar und bis zu 0,8 Prozent der Gesamtkosten.

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