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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine trifft strategisch wichtige Raketenfabrik
Aktualisiert am 15.08.2026 - 18:37 UhrLesedauer: 24 Min.
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Im Video: Aufnahmen zeigen die Attacke.
Die Ukraine schlägt erneut mit Flamingo-Marschflugkörpern zu. Der Kreml reagiert auf die neuerliche Spritkrise in Russland. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Samstag, 15. August
Russische Angriffe auf Deutschland: "Wir haben eine neue Pest"
Drohnenangriffe, Sprengstoffattentate: Deutschland wird seit Beginn des Ukraine-Kriegs immer öfter zum Ziel russischer Angriffe. Kann aus einem hybriden Konflikt ein konventioneller Krieg werden? Lesen Sie unser Experten-Interview hier.
Moskau kritisiert Waffengeschäft für Kiew
Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert. Dies werde nur "das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit "eine weitere Büchse der Pandora geöffnet", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.
Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft – das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst – gehören weiter zwölf Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition.
Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn US-Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die russischen Streitkräfte haben sich nach Erkenntnissen Kiews zuletzt mit ballistischen Raketen aus Nordkorea verstärkt. Mindestens zwei dieser Raketen wurden bereits gegen die Ukraine eingesetzt.
Ukraine trifft strategisch wichtige Raketenfabrik mit Flamingos
Das ukrainische Militär hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum RKZ Progress im russischen Samara angegriffen. Flamingo-Marschflugkörper hätten die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Raketenfabrik in der gleichnamigen Region getroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf Telegram mit.
In dem Werk des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roskosmos werden Russlands Sojus-Raketen hergestellt. Damit befördert Russland derzeit militärische Kommunikationssatelliten ins All, die Internetsignale an Empfänger am Boden weiterleiten können – ähnlich wie das Starlink-System von Elon Musks Firma SpaceX.
Mit einer ausreichenden Zahl an Satelliten im All könnte Russland seine Angriffsdrohnen auch über ukrainischem Gebiet präzise steuern. Das legt nahe, dass die Ukraine mit dem jetzigen Angriff auf das Raumfahrtzentrum den Ausbau des Rassvet genannten Satellitennetzwerkes verzögen wollte. Zu den Möglichen Schäden an der Anlage liegen bislang keine Informationen vor.
Baby stirbt bei russischem Angriff – mehrere Verletzte
Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. Der drei Monate alte Junge kam nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha in der frontnahen Stadt Marhanez bei einem Einschlag in ein Wohnhaus ums Leben. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Drei Menschen wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge im Kreis Saporischschja bei Drohnenangriffen auf Autos verletzt.
Ukraine greift offenbar Stützpunkt von russischen Kampfjets an
Ukrainische Streitkräfte haben offenbar in der Nacht auf Samstag den russischen Militärflughafen Savasleyka angegriffen, auf dem MiG-31-Kampfjets stationiert sind, die zum Abschuss von Kinschal-Hyperschallraketen fähig sind. Das berichten ukrainische Telegram-Kanäle.
Nach Angaben von Exilenova Plus waren im Bereich des Militärflughafens Savasleyka im russischen Gebiet Nischni Nowgorod nach den Explosionen Brände zu sehen.
Weitere Explosionen wurden aus der russischen Stadt Samara gemeldet, berichtet der "Kyiv Independent".
Freitag, 14. August
Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein
Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe "die Lage in mehreren Regionen angespannt", erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne "ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen", hieß es weiter.
Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. In fast allen Regionen musste der Treibstoffverkauf zeitweise reguliert werden, etwa indem nur eine bestimmte Menge Benzin pro Kunde erlaubt war oder das Befüllen von Kanistern verboten wurde.
Die wegen ihrer Badeorte am Schwarzen Meer bei Touristen beliebte Region Krasnodar gehört zu den am stärksten betroffenen Regionen. "Die Lage hinsichtlich der Benzinversorgung der Tankstellen hat sich verschärft", erklärte Regionalgouverneur Weniamine Kondratiew. Die Ölkonzerne hätten "erneut damit begonnen, Beschränkungen für die ausgegebenen Kraftstoffmengen zu verhängen und die Öffnungszeiten der Tankstellen zu verkürzen". Dies löse unter Einwohnern sowie Besuchern Besorgnis aus.


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