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UN: Schwerer Vorwurf gegen Russland
Aktualisiert am 27.10.2026 - 11:54 UhrLesedauer: 1 Min.

Zwei junge Männer während eines Stromausfalls in der Ukraine (Archivbild): Die UN sieht in den angriffen uaf die energieinfrastruktur ein Kriegsverbrechen. (Quelle: Valentyn Ogirenko/reuters)
Die UN sieht in Russlands Vorgehen ein Kriegsverbrechen. Ein Zug mit russischen Fußballern wird von einer Drohne beschädigt. Alle Nachrichten im Newsblog.
Wichtige Updates
Vor 48 Minuten
UN: Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur sind Kriegsverbrechen
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UN: Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur sind Kriegsverbrechen
Die Vereinten Nationen haben in einem Untersuchungsbericht festgestellt, dass Russland bei den vorsätzlichen Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur ein Kriegsverbrechen begangen hat. Dabei geht es um die Zerstörung von Kraftwerken, Umspannwerken und die Gasinfrastruktur. Bereits im vergangenen Winter hatte der Kreml seine Angriffe auf Energiequellen konzentriert, sodass Millionen Menschen bei bis zu minus 21 Grad Celsius ohne Strom ausharren mussten. Zuletzt griff Russland erneut gezielt die Energieversorgung an.
In dem Bericht der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zur Ukraine heißt es: "Die russischen Befehlshaber, die die Angriffe anordneten, wussten, dass die Heizanlagen, die sie in großen zivilen Ballungsräumen ins Visier nahmen, für die Zivilbevölkerung, insbesondere im Winter, unverzichtbar waren."
Für den Bericht hatte die Kommission 255 Personen interviewt, die die Situation im vergangenen Winter erlebt hatten. "Das Schlimmste war, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen; es war wie Folter, Angst zu haben, zu erfrieren", sagte ein Mann in dem Bericht.
Brücke in Kiew beschädigt
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko eine wichtige Dnipro-Brücke beschädigt worden. Der Angriff habe die Südbrücke über den Fluss getroffen, teilte Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Auch die Metro-Infrastruktur auf der Brücke wurde demnach beschädigt. Der Zugverkehr über die Brücke sei eingestellt worden, fügten die städtischen Behörden hinzu.
Zuvor waren Berichte über den Abschuss mehrerer ballistischer Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt eingegangen. Die ukrainische Armee hatte am frühen Dienstagmorgen mitgeteilt, dass ballistische Raketen in Richtung Kiew abgefeuert worden seien.
Gouverneur: Drohne trifft Zug mit russischen Fußballern
Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug im Gebiet der russischen Stadt Woronesch sind drei Menschen getötet worden, berichtet Gouverneur Alexander Gussew. 39 Menschen seien verletzt worden. Auf den Zug seien Trümmerteile einer Drohne gefallen. Ein Waggon sei beschädigt worden, wie die Eisenbahngesellschaft RZD mitteilte. Laut russischen Medien seien im Zug Fußballer vom Verein Lokomotive Leipzig gewesen, die von einem Auswärtsspiel zurückkamen. Sie seien unverletzt, berichtet der russische Telegramkanal Mashnasporte.
Tote bei Angriff auf Kiew
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Abend mindestens ein Mensch getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. Neben mehreren Gebäuden wurde nach seinen Angaben auch ein Krankenwagen getroffen. Zwei Rettungssanitäter seien dabei verletzt worden. In einem der getroffenen Wohnhäuser könnten Menschen eingeschlossen sein.
Die russischen Militärs hatten nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr für diesen Angriff ballistische Raketen eingesetzt. Diese Waffen können nur schwer abgewehrt werden, zumal die Flugabwehr über einen Mangel entsprechender Munition klagt. Das russische Militär nutzt diese Schwäche der Ukrainer zu häufigen Raketenangriffen gegen Ballungszentren in der Ukraine aus.
Pistorius: Putin will keinen Frieden – "ganz im Gegenteil"
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. "Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft", sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. "Nichts, aber auch gar nichts" deute darauf hin, dass Putin "an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist".
"Ganz im Gegenteil, er spielt auf Zeit", sagte Pistorius. Putin werde "auf einen kalten Winter setzen" und die ukrainische Energie- und Wasserversorgung "ganz systematisch" zerstören lassen. "Das ist nichts anderes als blanker Terror." Deutschland habe Winterhilfen vorbereitet und arbeite mit der Ukraine an einem zusätzlichen Luftverteidigungssystem. Zur Beteiligung an einer geplanten Militärübung der sogenannten Koalition der Willigen sagte Pistorius: "Wir waren nie ablehnend gegenüber einer Beteiligung." Deutschland leiste einen "relativ überschaubaren Beitrag" durch Luftbetankung und die Unterstützung militärischer Transporte durch Deutschland.
Die Verteidigungsminister der E5-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen schrieben in einer gemeinsamen Erklärung zu dem Treffen, sie teilten die "tiefe Überzeugung, dass Europa mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen muss". Die USA blieben zugleich ein "unverzichtbarer Verbündeter".
Gouverneur: Zwei Tote bei Drohnenangriff auf russische Region Woronesch
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch sind nach Behördenangaben zwei Männer getötet worden. 17 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den russischen Onlinedienst MAX mit. An mehreren Industriestandorten seien Brände ausgebrochen. Die Luftabwehr habe 113 Drohnen über der Region abgefangen. Zudem wurde den Angaben zufolge ein Fernzug auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau beschädigt. Dabei seien fünf Fahrgäste verletzt worden, teilte die russische Staatsbahn mit. Der Zugverkehr durch Woronesch sei daraufhin eingestellt worden. Die südrussische Region Krasnodar, in der Anapa liegt, ist bei russischen Urlaubsreisenden sehr beliebt.
Ukraine: Sechs Verletzte bei russischen Angriffen
Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zu Montag mindestens sechs Menschen verletzt worden. Wie die ukrainischen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen, wurden vier Menschen in der südöstlichen Stadt Saporischschja und zwei Menschen in der nördlichen Region Tschernihiw verletzt. Das russische Verteidigungsministerium teilt auf Telegram mit, die Armee habe ein Kraftwerk in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten, ein Lagerhaus in der umliegenden Region sowie ein weiteres Kraftwerk in der westlichen Region Chmelnyzkyj getroffen. Zudem hätten russische Streitkräfte ein Frachtschiff auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa getroffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Das Schiff habe Militärgüter für die ukrainische Armee transportiert. Auch sei Infrastruktur im Hafen von Tschornomorsk attackiert worden.


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