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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayNewsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine greift russische Kraftwerke an – "Moskau wird fallen"
Aktualisiert am 03.07.2026 - 10:21 UhrLesedauer: 24 Min.
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Im Video: Rauch und Flammen über einem Hotel im Zentrum von Kiew.
Einer der schwersten russischen Angriffe seit Kriegsbeginn trifft Kiew. Dabei wird auch ein Lagerhaus voller Bücher zerstört. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Freitag, 3. Juli
Ukrainische Angriffe setzten 13 russische Kraftwerke außer Betrieb
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben innerhalb von 48 Stunden zwölf Umspannwerke und eine Gasverteilungsstation in russisch besetzten Gebieten lahmgelegt. Die Operation der Streitkräfte für unbemannte Systeme (USF) griff Energieanlagen auf der besetzten Krim sowie in Teilen der ebenfalls von Russland besetzten Gebiete Donezk, Luhansk und Saporischschja, so der USF-Kommandeur Robert "Magyar" Browdi laut "Kyiv Independent". Zehn der durch die Operation ausgeschalteten Kraftwerke standen demnach auf der Krim.
Die Operation ist Teil einer ukrainischen Kampagne, die darauf abzielt, die Halbinsel vom russischen Festland zu isolieren und so wichtige militärische Nachschubwege abzuschneiden. Übergeordnetes Ziel ist, Russland zum Kriegsende zu zwingen. "Was für eine mondhelle, sternenklare Nacht… Moskau wird fallen", zitiert "Kyiv Independent" Browdi.
Zahl der Todesopfer nach Großangriff auf Kiew gestiegen
Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Es war der folgenschwerste Angriff auf die ukrainische Hauptstadt in diesem Jahr.
Selenskyj kritisiert Partner: Hätten Leben retten können
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beklagt, dass westliche Partner Absprachen zur Lieferung von Abwehrraketen nicht eingehalten hätten. So habe es mit Norwegen ein Abkommen gegeben, 200 Raketen zu schicken. "Nicht eine ist bisher angekommen", sagte Selenskyj laut dem Rechercheportal "Meduza" am Donnerstag. Zuvor hatte es schwere russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Stadt Kiew gegeben. "Hätten unsere Partner das, was sie versprochen hatten, rechtzeitig geliefert, hätten wir meiner Meinung nach mehr Häuser und – ich sage es ganz offen – auch Menschenleben retten können", sagte Selenskyj
Russland senkt den Standard für Benzin
Russland wird Ölraffinerien im ganzen Land gestatten, Kraftstoffprodukte herzustellen, die den weniger strengen Euro-3-Normen entsprechen. Dies geht aus einem am 2. Juli veröffentlichten Regierungserlass des Kremls hervor.
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Kraftstoffknappheit in Russland, die durch ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölinfrastruktur verursacht wurde. Ein vom russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin unterzeichneter Erlass erlaubt bestimmten Raffinerien, bis zum Jahresende Euro-3-Benzin zu produzieren. Die Entscheidung soll die Kraftstoffversorgung in Russland stabilisieren und "eine Destabilisierung des heimischen Marktes für Kraftstoffe verhindern".
Euro-3-Benzin entspricht einer älteren Kraftstoffklasse nach den europäischen Emissionsnormen. Es weist einen höheren Schwefelgehalt auf als der derzeitige russische Standard (Euro-5), was zu erhöhten Sicherheitsrisiken und einer stärkeren Umweltbelastung führt.
Tote bei Angriffen in Sumy
Bei nächtlichen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. In der Grenzregion Sumy seien zwei Menschen gestorben und eine Person verletzt worden, als russische Drohnen ein Privathaus trafen, teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, am frühen Morgen auf Telegram mit.
In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih wurden bei einem Raketenangriff auf ein dicht bebautes Stadtgebiet sieben Menschen verletzt, wie der Leiter des städtischen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul, erklärt. In Kiew gilt unterdessen ein Trauertag, nachdem dort am Vortag bei dem in diesem Jahr bislang schwersten russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt fast drei Dutzend Menschen ums Leben gekommen sind.
Donnerstag, 2. Juli
Mehrere verletzte und tote Zivilisten in der Südost-Ukraine
In der Ukraine sind bei verschiedenen russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk im Verlauf des Tages nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Insgesamt seien neun weitere verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Russland attackierte demnach die Kreise Dnipro, Nikopol und Synelnykowe und setzte dabei Drohnen, Artillerie-Gleitbomben und eine Rakete ein.
In Saporischschja, ebenfalls im Südosten der Ukraine, wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge sieben Menschen bei einem russischen Drohnenangriff in der zweiten Tageshälfte verletzt. Bei vier davon handele es sich um Minderjährige im Alter von 6 bis 16 Jahren.
Selenskyj drängt auf Produktionslizenzen für Patriotraketen
Nach dem massiven russischen Angriff mit mehr als 20 Toten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew drängt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf eine eigene Produktionsstätte für Patriotraketen. Um wirklich Leben schützen zu können, brauche die Ukraine eine eigene Produktion, sagte Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft. Er sprach von einer europäischen Produktion in der Ukraine oder mit Partnern gemeinsam und stellte den USA in diesem Fall auch Unterstützung bei Einsätzen in Aussicht.
Der Westen hatte der Ukraine für die Flugabwehr Waffen wie US-amerikanische Patriot-Systeme oder die deutschen Iris-T-Komplexe geliefert. Doch die Raketen für solche Flugabwehrsysteme sind teuer und rar. Durch den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Iran-Krieg ist das Defizit an solchen Raketen noch größer geworden. Selenskyj hofft darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen in Lizenz erlauben.
Das ukrainische Verteidigungsministerium bezeichnete die Abwehr ballistischer Raketen in einer Mitteilung aufgrund des Mangels an Raketen für die Patriot-Systeme als zentrale Herausforderung. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow habe sich bereits an fast 40 Partnerländer der Ukraine gewandt und um die Lieferung von Patriot-Raketen aus deren Beständen noch in diesem Monat im Austausch gegen vereinbarte künftige Lieferungen gebeten.


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