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Orgo-Life the new way to the future Advertising by AdpathwayBei der Siegesparade in Moskau stellt Russland einmal jährlich seine militärische Macht zur Schau. Doch in diesem Jahr wird der Tag zum Sinnbild russischer Schwäche. Für Wladimir Putin ist das gefährlich.
Nicht immer waren die in Russland zur Schau gestellten Waffensysteme wirklich einsatzbereit. Nicht immer hielten sie das, was der Kreml versprach. Der moderne russische Kampfpanzer T-14 Armata erreichte etwa nie die Gefechtsfelder in der Ukraine. Trotzdem war er in den vergangenen Jahren stets am 9. Mai über den Roten Platz gerollt. Denn die Siegesparade war immer eine große Propagandashow, die Zurschaustellung russischer Militärmacht.
Doch in diesem Jahr ist alles anders. Heute feiert Russland erneut den "Tag des Sieges", ohne Panzer und andere militärische Fahrzeuge. Während Russlands Präsident Wladimir Putin im vergangenen Jahr noch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine pompöse Parade verfolgte, lud der Kreml in diesem Jahr viele ausländische Staatsgäste wieder aus. Der offizielle Grund: die Gefahr durch ukrainische Drohnenangriffe.
Aber das ist wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit.
Das Blatt im Ukraine-Krieg hat sich mittlerweile gewendet. Putins Frühlingsoffensive war ein Fehlschlag, und es ist völlig unklar, ob die russische Armee überhaupt noch gewinnen kann. Die Militärparade wird zum Sinnbild der gegenwärtigen Schwäche Russlands – und das offenbart gleich mehrere Ängste des russischen Präsidenten.
Im Video | Putin plötzlich massiv abgeschirmt
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Angst vor Störung der Parade
Die Stimmung in der russischen Hauptstadt ist im Vorfeld der Parade angespannt. Das Internet ist zeitweise abgestellt, die russische Armee hat zuvor einen weiteren Verteidigungsring gezogen, der Moskau gegen mögliche Luftangriffe sichern soll. Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte die Kürzungen bei der Parade mit den "terroristischen Bedrohungen". Gemeint sind mögliche Drohnenangriffe der Ukraine.
Für Putin steht viel auf dem Spiel. Der Kremlchef muss vor allem seiner eigenen Bevölkerung demonstrieren, dass er sein Land verteidigen kann – besonders an diesem Feiertag. Auch deshalb drohte der Kreml vorsorglich mit einem Gegenschlag auf Kiew und rief das Botschaftspersonal anderer Staaten dazu auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Sein Glück: Er konnte offenbar Donald Trump davon überzeugen, Druck auf die Ukraine auszuüben. Nun gilt laut dem US-Präsidenten eine Feuerpause vom 9. bis zum 11. Mai.


3 weeks ago
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