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Ukraine-Krieg | Selenskyj: "Müssen jetzt die Frontlinien einfrieren"

15 hours ago 1

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj: "Das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden"


Aktualisiert am 21.10.2026 - 20:42 UhrLesedauer: 14 Min.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj: "Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren". (Quelle: Cornelius Poppe)

Der ukrainische Präsident äußert sich zu neuen Friedensgesprächen. In Kaliningrad ist eine Su-30 abgestürzt. Alle Nachrichten im Newsblog.

Mittwoch, 21. Oktober

Selenskyj: "Das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden. "Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren", sagte er dem US-Senders Fox News und ergänzte: "Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden."

Selenskyj sagte zudem, dass das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe das "absolute Minimum" sei, "was wir heute von Russland fordern." US-Unterhändler Steve Witkoff überbrachte Kremlchef Putin am Mittwoch in St. Petersburg neue Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs. Zuvor hatte er Selenskyj und andere europäische Staatschefs in Oslo getroffen. Ein Ergebnis der Pendeldiplomatie ist, dass Russland sich zu einer Fortsetzung dreiseitiger Gespräche mit den USA und der Ukraine im November offen zeigt.

Selenskyjs Position ist nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach ein Einstellen der Kämpfe entlang des jetzigen Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies ab mit der Begründung, man gebe damit der Ukraine nur eine Atempause zur Wiederaufrüstung. Kremlchef Wladimir Putin behauptet, dass seine Truppen ständig weiter vorrücken, und auch US-Präsident Donald Trump neigt zu dieser Sichtweise. Tatsächlich hat die ukrainische Armee den russischen Vormarsch in diesem Sommer gestoppt und an einigen Abschnitten sogar zurückgedrängt.

Düstere Prognose: Europa droht jahrzehntelanger Konflikt mit Russland

Selbst ein Ende des Ukraine-Kriegs dürfte Europa und Russland kaum versöhnen, warnt ein Experte. Er rechnet mit Jahrzehnten der Konfrontation. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

"Größte Sorge": Merz warnt vor "permanenten" russischen Attacken

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor mittlerweile täglichen hybriden Angriffen Russlands auf Deutschland gewarnt und gleichzeitig eine Kapitulation der Ukraine abgelehnt. "Meine größte Sorge ist im Moment nicht unsere Wirtschaft, nicht die Europäische Union, nicht Amerika und nicht China", sagte Merz am Mittwoch beim Berlin Global Dialogue (BGD). "Meine größte Sorge sind die Auswirkungen Russlands auf unsere Gesellschaft und die Art und Weise, wie es ihnen gelingt, unsere Gesellschaften zu destabilisieren." Man erlebe permanent Angriffe Russlands und müsse widerstandsfähig werden. Die fortwährenden Desinformationen aus Moskau würden auch noch von einer Partei geschürt, sagte er in Anspielung auf die AfD.

Deshalb sei auch klar, warum Deutschland die Ukraine weiter in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angreifer unterstütze. "Das ist nicht nur ein Krieg in der Ukraine. Das ist ein grundlegender Angriff auf die gesamte politische Ordnung, die wir nach 1990 erreicht haben", sagte er. Mit Blick auf die neuen Russland-Avancen von US-Präsident Donald Trump fügte der Kanzler hinzu: "Eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage. Denn das wäre eine Kapitulation von uns allen." Deutschland und die Europäer unterstützten die Ukraine im eigenen Interesse.

Regierungssprecher Stefan Kornelius bestätigte, dass der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers bei den Gesprächen in Oslo zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb anwesend gewesen sei. Für die Bundesregierung sei klar, dass es keine Vereinbarung über die Köpfe der Ukraine und der Europäer hinweg geben könne.

Ärger um Musk-Dienst: Jetzt muss sich die Ukraine neu orientieren

Nach Einschränkungen des Satellitendienstes Starlink prüft ein großer ukrainischer Drohnenhersteller Alternativen. Die Abhängigkeit von Elon Musks Unternehmen wird für die Ukraine zunehmend zum Problem. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Nach versuchtem Anschlag: Merz-Berater dachten wohl über Nato-Artikel 5 nach

Nach dem Drohnenangriff auf Leipzig-Halle erwogen Berater von Kanzler Merz die Aktivierung von Artikel 5. Die Nato-Beistandsklausel kam nur knapp nicht zum Einsatz. Lesen Sie den gesamten Artikel hier.

Russischer Kampfjet stürzt in Kaliningrad ab

Ein russisches Kampfflugzeug ist in der Ostsee-Exklave Kaliningrad bei einem Übungsflug abgestürzt. Die Besatzung der Maschine vom Typ Suchoi Su-30 habe sich herauskatapultiert, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Es bestehe keine Lebensgefahr. Das Flugzeug sei in unbewohntem Gebiet abgestürzt und habe keine Munition an Bord gehabt. Hintergründe zu einer möglichen Ursache des Vorfalls gab es zunächst nicht.

Im Video | Nahe Nato-Grenze: Russischer Kampfjet stürzt ab

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Die Su-30 ist ein zweisitziges Mehrkampfflugzeug, dessen Entwicklung noch in der Sowjetunion begann. Russland setzt Maschinen dieses Typs auch in seinem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine ein. Zudem beklagen die baltischen Staaten und Polen immer wieder Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets. Moskau verweist dabei auf planmäßige Übungsflüge.

Es kommt immer wieder vor, dass russische Militärmaschinen bei Übungen abstürzen. Mitunter kommt dabei auch die Besatzung ums Leben.

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Kreml äußert sich zu Gesprächen – Merz reagiert deutlich

Eine diplomatische Initiative der US-Regierung weckt Hoffnungen auf neue Ukraine-Gespräche. Doch das Misstrauen gegenüber Moskau ist groß. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

Russland entlässt US-Amerikaner aus Gefängnis

Nach dem Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Russlands Präsident Wladimir Putin können die USA wohl einen Erfolg verbuchen. Der 2022 inhaftierte US-Staatsbürger Stephen Hubbard soll laut Meldungen der staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Ria Nowosti aus dem Gefängnis freigelassen worden sein und sich bereits am Flughafen von Sankt Petersburg befinden.

Im Jahr 2024 war Hubbard in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

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