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Ukraine-Krieg: Pistorius glaubt nicht an Putins Friedenswillen

2 days ago 2

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Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Pistorius: Putin will keinen Frieden – "ganz im Gegenteil"


Aktualisiert am 26.10.2026 - 21:02 UhrLesedauer: 1 Min.

Verteidigungsminister Pistorius beginnt US-ReiseVergrößern des Bildes

Verteidigungsminister Pistorius: Er nahm an einem Treffen europäischer Verteidigungsminister teil. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Ein Putin-Vertrauter will Europa einbeziehen. Der deutsche Verteidigungsminister sieht bei Putin keinen Friedenswillen. Alle Nachrichten im Newsblog.

Wichtige Updates

Heute 07:57 Uhr

Gouverneur: Zwei Tote bei Drohnenangriff auf russische Region Woronesch

Heute 06:10 Uhr

Ukraine: Sechs Verletzte bei russischen Angriffen

Heute 05:34 Uhr

Putin-Berater will Europa bei Verhandlungen dabeihaben

Heute 02:55 Uhr

Ukraine greift russische Raketenfabrik an

Pistorius: Putin will keinen Frieden – "ganz im Gegenteil"

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. "Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft", sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. "Nichts, aber auch gar nichts" deute darauf hin, dass Putin "an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist".

"Ganz im Gegenteil, er spielt auf Zeit", sagte Pistorius. Putin werde "auf einen kalten Winter setzen" und die ukrainische Energie- und Wasserversorgung "ganz systematisch" zerstören lassen. "Das ist nichts anderes als blanker Terror." Deutschland habe Winterhilfen vorbereitet und arbeite mit der Ukraine an einem zusätzlichen Luftverteidigungssystem. Zur Beteiligung an einer geplanten Militärübung der sogenannten Koalition der Willigen sagte Pistorius: "Wir waren nie ablehnend gegenüber einer Beteiligung." Deutschland leiste einen "relativ überschaubaren Beitrag" durch Luftbetankung und die Unterstützung militärischer Transporte durch Deutschland.

Die Verteidigungsminister der E5-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen schrieben in einer gemeinsamen Erklärung zu dem Treffen, sie teilten die "tiefe Überzeugung, dass Europa mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen muss". Die USA blieben zugleich ein "unverzichtbarer Verbündeter".

Gouverneur: Zwei Tote bei Drohnenangriff auf russische Region Woronesch

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch sind nach Behördenangaben zwei Männer getötet worden. 17 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein Kind, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den russischen Onlinedienst MAX mit. An mehreren Industriestandorten seien Brände ausgebrochen. Die Luftabwehr habe 113 Drohnen über der Region abgefangen. Zudem wurde den Angaben zufolge ein Fernzug auf dem Weg von Anapa am Schwarzen Meer nach Moskau beschädigt. Dabei seien fünf Fahrgäste verletzt worden, teilte die russische Staatsbahn mit. Der Zugverkehr durch Woronesch sei daraufhin eingestellt worden. Die südrussische Region Krasnodar, in der Anapa liegt, ist bei russischen Urlaubsreisenden sehr beliebt.

Ukraine: Sechs Verletzte bei russischen Angriffen

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zu Montag mindestens sechs Menschen verletzt worden. Wie die ukrainischen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen, wurden vier Menschen in der südöstlichen Stadt Saporischschja und zwei Menschen in der nördlichen Region Tschernihiw verletzt. Das russische Verteidigungsministerium teilt auf Telegram mit, die Armee habe ein Kraftwerk in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten, ein Lagerhaus in der umliegenden Region sowie ein weiteres Kraftwerk in der westlichen Region Chmelnyzkyj getroffen. Zudem hätten russische Streitkräfte ein Frachtschiff auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa getroffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Das Schiff habe Militärgüter für die ukrainische Armee transportiert. Auch sei Infrastruktur im Hafen von Tschornomorsk attackiert worden.

Putin-Berater will Europa bei Verhandlungen dabeihaben

Europa müsse in die Gespräche über eine Friedensregelung für die Ukraine einbezogen werden, weil seine Haltung entscheidend sein könne, sagte der Kreml-Berater Juri Uschakow am Sonntag. Die USA hätten es bislang nicht geschafft, Druck auf Kiew auszuüben, damit es einem Friedensabkommen zustimmt, erklärte Uschakow in einem Interview mit dem Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Zarubin.

"Früher hatte es nach Anchorage den Anschein, die US-Regierung könne etwas diktieren und Kiew zur Einhaltung zwingen. Das hat aber bisher nicht wirklich funktioniert", sagte Uschakow mit Blick auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska im Jahr 2025. "Es reicht nicht, nur mit Kiew zu sprechen. Wir müssen mit ganz Europa reden, das Kiew voll unterstützt."

Ukraine greift russische Raketenfabrik an

Das ukrainische Militär hat offenkundig eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten für Iskander-Raketen in Russland angegriffen. Nach Angaben des Internetportals "Exilenova" wurde die Fabrik Energija in Jelez im Bezirk Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen. Das Portal berichtete von "umfangreichen Zerstörungen" an einem der Produktionsgebäude. Auf einem Video wird eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort gezeigt.

Von russischer Seite gab es zu dem Angriff auf das Werk keine Angaben. Jedoch berichteten die Staatsagenturen Tass und Interfax von ukrainischen Angriffen auf die Region Lipezk. Während bei Tass lediglich einige Schäden an Autos und Gebäuden durch herabfallende Raketentrümmer erwähnt wurden, berichtete Interfax unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamonow von mindestens einem Toten und sechs Verletzten nach einem Angriff auf die Industriezone in Jelez.

Iskander ist ein russisches Waffensystem, das sowohl ballistische Kurzstreckenraketen als auch Marschflugkörper abfeuern kann. Russland führt seit über viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und greift seit einiger Zeit gezielt Ballungszentren mit Raketen und Marschflugkörpern an. Das russische Militär nutzt dabei den Munitionsmangel der ukrainischen Flugabwehr aus.

Ältere Nachrichten zum Ukraine-Krieg finden Sie hier:

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