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"Schwerste Angriff auf Kiew seit Kriegsbeginn"
Von afp, reuters, t-online
Aktualisiert am 02.07.2026 - 11:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Gebäude in Kiew brennt nach einem russischen Raketen- und Drohnenangriff. (Quelle: Danylo Antoniuk)
Putins Armee bombardiert die ukrainische Hauptstadt Kiew. Der ukrainische Präsident Selenskyj mahnt dringend westliche Hilfe bei der Luftabwehr an.
Der nächtliche Angriff der russischen Armee auf Kiew war nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko der schwerste seit Kriegsbeginn. "In allen Stadtteilen gab es Zerstörungen", teilte Klitschko auf Telegram mit.
Kiews Bürgermeister erklärte den Freitag zum Trauertag in Gedenken an die Opfer des Angriffs vom Donnerstag. Bei der Attacke mit Drohnen und Raketen wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen getötet, 86 weitere wurden demnach verletzt.
"Unser Haus brennt"
Bei dem Angriff in der Nacht zu Donnerstag erschütterten zahlreiche Explosionen Kiew. Tausende Menschen suchten in Luftschutzkellern und U-Bahn-Stationen Zuflucht. Es handelte sich um den zweitschwersten russischen Angriff auf Kiew in diesem Jahr; nur einmal gab es mehr Todesopfer.
Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem "massiven Angriff". Es handele sich um eine "Reaktion auf die Terrorangriffe des Kiewer Regimes gegen zivile Infrastruktur". Es seien "Unternehmen der Rüstungsindustrie und Energieanlagen" ins Visier genommen worden. Laut Klitschko wurden die meisten Treffer in Wohngebieten verzeichnet.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei dem Angriff 74 Raketen und 496 Drohnen ein. Die Luftabwehr habe die meisten davon abgeschossen, jedoch hätten 25 ballistische Raketen und zwölf Drohnen insgesamt 33 Ziele getroffen. Bürgermeister Klitschko rief für Freitag einen Trauertag aus. In der gesamten Metropole mit rund drei Millionen Einwohnern seien Schäden verzeichnet worden, einige Gebäude seien völlig zerstört.
Rettungskräfte suchten in den Trümmern eines neunstöckigen Wohnhauses nach Überlebenden. Behördenangaben zufolge sind unter den Verletzten auch Kinder und Rettungssanitäter. "Unser Haus brennt. Der Angriff dauert immer noch an", schrieb die Kiewer Einwohnerin Iryna Plechowa auf Facebook unter dem Foto eines halb zerstörten Wohnhauses. "Wir haben keine Wohnung mehr."
In der Nacht zum Donnerstag wurde nach Angaben der örtlichen Behörden in der an die Ukraine angrenzenden Region Belgorod ein Mensch getötet. Ein weiterer Mensch wurde Behördenangaben zufolge in der rund 400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Region Nischni Nowgorod ebenfalls bei ukrainischen Drohnenangriffen getötet.


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